Impaku
Enzyklopädie der Kampfkünste
Hauptkampfkünste

Kung Fu
Sammelbegriff für Hunderte chinesischer Kampftraditionen. Einen Gründer gibt es nicht: Bodhidharma ist eine erst ab dem 20. Jahrhundert verbreitete Legende.

Karate
Okinawanische Schlagkunst, im 20. Jahrhundert zu japanischem Budo und olympischem Sport geformt. Sie ruht auf Kata sowie Hand- und Fußtechniken.

MMA
Vollkontaktsport, der Schläge, Würfe und Bodenkampf verbindet; heute das meistbeachtete Kampfformat der Welt.

Taekwondo
Die koreanische Kunst der hohen, dynamischen Tritte, nach dem Zweiten Weltkrieg aus neun Schulen vereinigt. Seit 2000 olympische Disziplin.

Ringen
Die älteste sportliche Form des waffenlosen Kampfes — Takedowns, Würfe und Kontrolle am Boden, ohne Schläge.

Muay Thai
Thaiboxen, die Kunst der acht Gliedmassen — Fäuste, Ellbogen, Knie und Schienbeine, ergänzt durch Clinchkampf. Anfang des 20. Jahrhunderts kam der Ring.

Brasilianisches Jiu-Jitsu
Brasilianische Bodenkampfkunst auf Basis von Hebeln und Würgetechniken; sie erlaubt es, einen stärkeren Gegner durch Technik zu kontrollieren.

Boxen
Kampf allein mit den Fäusten in Handschuhen, in Gewichtsklassen und Runden — der älteste kodifizierte Kampfsport.

Krav Maga
Israelisches Selbstverteidigungssystem, ausgerichtet auf schnelle, einfache Reaktionen in echter Gefahr statt auf Wettkämpfe.

Judo
Japanische Wurf- und Griffkunst, seit 1964 olympisch; ihr Gedanke ist es, die Kraft des Gegners statt der eigenen zu nutzen.

Sumo
Japanisches Ringen mit über tausendjähriger Tradition; Kampf auf rundem Ring und im Profibereich ohne Gewichtsklassen.

Sambo
Sowjetisches Griff- und Hebelsystem, das Judo mit den Volksringkämpfen der UdSSR verbindet; die Kampfvariante erlaubt zusätzlich Schläge.

Aikido
Japanische Wurf- und Hebelkunst ohne sportliche Rivalität; die Energie des Angriffs wird umgeleitet statt gestoppt.

Kickboxen
Ein Schlagsport, der Boxhände mit Tritten verbindet. Er entstand in den 1960er und 1970er Jahren zugleich in Japan und den USA, aus dem Wunsch nach Vollkontakt-Karate.

Capoeira
Brasilianische Kampfkunst, verwoben mit Tanz und Musik; geübt im Kreis namens Roda zur Begleitung des Berimbau.

Jeet Kune Do
Bruce Lees System aus den späten 1960er Jahren, das geschlossene Stile ablehnt. Er ging vom Wing Chun aus, kam aber zum Schluss, jedes feste System sei eine Grenze.

Kendo
Japanisches Fechten mit dem Bambusschwert in voller Schutzrüstung; unmittelbare Fortsetzung der Schwertkunst der Samurai.

Ninjutsu
Japanisches System aus alten Ryuha, das waffenlosen Kampf, Waffen und Bewegung im Gelände verbindet; seine historische Kontinuität ist umstritten.

Eskrima
Philippinische Waffenkampfkunst — Rattanstock, Messer und improvisierte Gegenstände; gelernt wird von der Waffe her, nicht von den bloßen Händen.

Hapkido
Koreanische Kunst, die Hebel und Würfe mit einem reichen Trittrepertoire verbindet; auf Selbstverteidigung statt Wettkampf ausgerichtet.
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