Kendo
剣道Japanisches Fechten mit dem Bambusschwert in voller Schutzrüstung; unmittelbare Fortsetzung der Schwertkunst der Samurai.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Kendo
Über Kendo
Kendo ist die moderne japanische Schwertkunst, ausgeübt mit dem Bambusschwert Shinai in der Schutzrüstung Bogu. Es entstand aus den Übungsmethoden der Samurai-Kenjutsu-Schulen: Im 18. Jahrhundert kamen Shinai und Schutzausrüstung auf, was erstmals volles Fechten ohne Todesgefahr erlaubte. Nach Abschaffung des Samurai-Standes wurde aus der Kampfausbildung ein Weg (Do), und 1952 entstand der All Japan Kendo Federation. Gewertet werden Treffer auf vier Ziele — Kopf (Men), Handgelenk (Kote), Rumpf (Do) und Stich zur Kehle (Tsuki) —, doch der Treffer allein genügt nicht. Er zählt nur mit richtiger Haltung, mit Ruf (Kiai), mit Fußstampfer und mit fortgesetzter Wachsamkeit danach (Zanshin). Die Kampfrichter bewerten also die ganze Handlung, nicht die Berührung; das ist für Kendo wesentlich und für Zuschauer anfangs verwirrend. Das Training ist laut und intensiv. Grundlage sind Schnitte in die Luft (Suburi), Partnerübungen (Kirikaeshi, Uchikomi) und freies Üben (Ji-geiko). Die Rüstung wiegt rund drei Kilogramm, und im Sommer wird es darin sehr heiß. Die Prüfungen führen über Kyu zu den Dan-Graden; bei höheren Graden werden auch Haltung und Gelassenheit beurteilt, nicht nur Technik. Kendo fordert Schultern und Beine, doch die Gelenkbelastung ist geringer als in Ringsportarten — deshalb lässt es sich bis ins höhere Alter betreiben.
Stile & Zweige
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
