ImpakuImpaku

Kendo

剣道

Japanisches Fechten mit dem Bambusschwert in voller Schutzrüstung; unmittelbare Fortsetzung der Schwertkunst der Samurai.

Wichtige Daten

Meister & Persönlichkeiten
HerkunftslandJapan
RegionAsien
HauptfokusWaffen
KontaktstufeVollkontakt
Gürtelsystem14 Stufen

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieTraditionell
Entstehungszeit19. Jahrhundert

Training

BekleidungSchutzausrüstung
SparringVollkontakt
Rolle der WaffenWaffen im Zentrum
Rolle der FormenFormen im Zentrum
Übliche Häufigkeit2 × pro Woche
Erster Grad in12 Monaten

Für wen

Übliches Mindestalter8 Jahren
KinderprogrammeKindergruppen üblich
SeniorenfreundlichAuch für Senioren geeignet
Körperliche Anforderung4/5
Verletzungsrisiko2/5
Lernkurve4/5
Nutzen für Selbstverteidigung1/5
Fitness-Nutzen4/5

Organisation & Wettkampf

GraduierungssystemNur Dan-Grade
WettkampfformatPunktkampf
GewichtsklassenNein
Olympischer StatusNicht olympisch
WeltverbandInternational Kendo Federation (FIK)
Geschätzte Praktizierende1–10 Mio.

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeNicht verwendet
TritteNicht verwendet
WürfeNicht verwendet
BodenkampfNicht verwendet
Hebel & HaltegriffeNicht verwendet
WaffenZentral

Kataloge & Datenbanken für Kendo

📜 Traditionelle Katas22 Einträge · über 1 Stile hinweg
⚔️ Traditionelle Waffen4 Einträge · über 1 Stile hinweg
👊 Technik-Datenbank20 Einträge · über 1 Stile hinweg
📖 Glossar42 Einträge · über 1 Stile hinweg
👥 Persönlichkeiten & Meister3 Einträge · über 1 Stile hinweg
🎬 Filme mit dieser Kampfkunst1 Einträge · über 1 Stile hinweg

Über Kendo

Kendo ist die moderne japanische Schwertkunst, ausgeübt mit dem Bambusschwert Shinai in der Schutzrüstung Bogu. Es entstand aus den Übungsmethoden der Samurai-Kenjutsu-Schulen: Im 18. Jahrhundert kamen Shinai und Schutzausrüstung auf, was erstmals volles Fechten ohne Todesgefahr erlaubte. Nach Abschaffung des Samurai-Standes wurde aus der Kampfausbildung ein Weg (Do), und 1952 entstand der All Japan Kendo Federation. Gewertet werden Treffer auf vier Ziele — Kopf (Men), Handgelenk (Kote), Rumpf (Do) und Stich zur Kehle (Tsuki) —, doch der Treffer allein genügt nicht. Er zählt nur mit richtiger Haltung, mit Ruf (Kiai), mit Fußstampfer und mit fortgesetzter Wachsamkeit danach (Zanshin). Die Kampfrichter bewerten also die ganze Handlung, nicht die Berührung; das ist für Kendo wesentlich und für Zuschauer anfangs verwirrend. Das Training ist laut und intensiv. Grundlage sind Schnitte in die Luft (Suburi), Partnerübungen (Kirikaeshi, Uchikomi) und freies Üben (Ji-geiko). Die Rüstung wiegt rund drei Kilogramm, und im Sommer wird es darin sehr heiß. Die Prüfungen führen über Kyu zu den Dan-Graden; bei höheren Graden werden auch Haltung und Gelassenheit beurteilt, nicht nur Technik. Kendo fordert Schultern und Beine, doch die Gelenkbelastung ist geringer als in Ringsportarten — deshalb lässt es sich bis ins höhere Alter betreiben.

Stile & Zweige

Kumdo검도

Die koreanische Form des Bambusschwertfechtens, in der Praxis mit Kendo identisch. Sie kam unter japanischer Verwaltung und wurde nach 1945 unter koreanischem Namen eigenständig.

Ähnliche Stile

Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

IaidoKyudoNiten Ichi-ryuOkinawanisches KobudoYabusameJodo