Kumdo
검도Die koreanische Form des Bambusschwertfechtens, in der Praxis mit Kendo identisch. Sie kam unter japanischer Verwaltung und wurde nach 1945 unter koreanischem Namen eigenständig.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Kumdo
Über Kumdo
Kumdo ist die koreanische Form des Fechtens mit dem Bambusschwert und in der Praxis dieselbe Disziplin wie das japanische Kendo: dasselbe Jukdo-Schwert, dieselbe Hogu-Rüstung, dieselben Trefferflächen und Wertungen. Fechten dieser Art kam um die Wende zum 20. Jahrhundert unter japanischer Verwaltung nach Korea, zunächst als Polizeiausbildung. Nach 1945 wurde die Disziplin nicht abgeschafft, sondern verselbständigt — es entstand ein koreanischer Kumdo-Verband mit eigener Terminologie, Kommandos auf Koreanisch und eigenem Wettkampfsystem. Koreanische Fechter zählen seit Langem zur Weltspitze. Um den Ursprung streiten beide Länder: Ein Teil der koreanischen Darstellungen leitet Kumdo aus einer einheimischen Schwerttradition und aus dem Handbuch Muye Dobo Tongji des 18. Jahrhunderts ab, die japanische Seite und die meisten Forscher sehen die direkte Herkunft aus dem Kendo. Belegt ist beides nur teilweise. Nicht zu verwechseln mit Haidong Gumdo, einer anderen, viel jüngeren Kunst mit Formen und Schnitttraining. Korea richtet regelmässig Weltmeisterschaften aus, und Kumdo wird auch an Schulen und in der Polizeiausbildung gelehrt.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
