Yabusame
流鏑馬Japanisches berittenes Bogenschießen: drei Ziele aus vollem Galopp. Die zeremonielle Form gab ihm Minamoto no Yoritomo im Jahr 1187 in Kamakura.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Yabusame
Über Yabusame
Yabusame ist japanisches berittenes Bogenschießen. Der Reiter galoppiert eine gerade Bahn von etwa 250 Metern entlang und schießt dabei auf drei Ziele, die auf der linken Seite aufgestellt sind. Zwischen den Treffern bleiben ihm nur Sekunden, um die Zügel loszulassen, einen neuen Pfeil zu ziehen, ihn aufzulegen und zu lösen — das Pferd läuft die ganze Strecke ungeführt. Es hält sich die Behauptung, Kaiser Kammu habe die Disziplin im Jahr 530 begründet. Das ist unmöglich: Kammu regierte von 781 bis 806. Belegt ist ein anderer Verlauf. Das Schießen vom Pferd wurde am Hof als Zeitvertreib gepflegt, und im 9. Jahrhundert entstand auf Geheiß von Kaiser Uda eine Schule, die Minamoto no Yoshiari gründete — die Wurzel der späteren Takeda-Linie. Die heutige zeremonielle Form gab dem Yabusame Minamoto no Yoritomo: 1187 weihte er es dem Schrein Tsurugaoka Hachimangu in Kamakura und beauftragte Ogasawara Nagakiyo (1162–1242), seine Samurai im Bogenschießen zu unterrichten. Die Ogasawara-Linie überliefert die Technik bis heute. Mit dem Rückgang des Kriegerlebens verfiel die Übung; in der Edo-Zeit erneuerte sie Ogasawara Heibei Tsuneharu (1666–1747) auf Befehl des Shoguns Tokugawa Yoshimune. Yabusame ist kein Wettkampf mit Punktwertung, sondern ein shintoistischer Ritus: Der Schütze trägt Jagdkleidung der Kamakura-Zeit, Treffer werden ausgerufen, und eine zersplitterte Scheibe gilt als Vorzeichen für gute Ernte und Frieden. Wer schießen will, muss zuerst die Etikette beherrschen.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
