Iaido
居合道Die japanische Kunst des Schwertziehens, allein geübt. Alles ruht auf einer einzigen fliessenden Bewegung von der Scheide über den Schnitt zurück in die Scheide.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Iaido
Über Iaido
Iaido ist die japanische Kunst des Schwertziehens. Anders als im Kendo, wo gekämpft wird, arbeitet Iaido mit vorgegebenen Formen: Der Übende beginnt in der Ruhelage, zieht, führt einen Schnitt aus, streift das Blut von der Klinge (Chiburi) und führt das Schwert in die Scheide zurück (Noto). Das Ganze soll in einer einzigen fließenden Bewegung geschehen. Die Wurzeln reichen zu Hayashizaki Jinsuke Shigenobu im 16. Jahrhundert, dem die Systematisierung des Ziehens als eigene Disziplin zugeschrieben wird. Aus seiner Linie gingen die tragenden traditionellen Schulen hervor — Muso Jikiden Eishin-ryu und Muso Shinden-ryu, bis heute geübt. 1969 stellte die All Japan Kendo Federation das Zen Nippon Kendo Renmei Iai (Seitei Iai) zusammen, zwölf Formen als gemeinsame Prüfungsgrundlage über die Schulen hinweg. Geübt wird mit dem stumpfen Übungsschwert Iaito, Fortgeschrittene mit scharfem Shinken. Genau deshalb ist Iaido eine wettkampffreie, auf Präzision gerichtete Disziplin: Es zählen Schnittwinkel, Hüftarbeit, Distanz, Timing und wie sauber das Schwert in die Scheide zurückgleitet, ohne dass der Blick den Raum verlässt. Die körperliche Belastung ist mäßig, die Anforderungen an Konzentration und Genauigkeit hoch. Die meisten Formen werden aus dem Knien ausgeführt (Seiza oder Tate-hiza), was Knie und Sprunggelenke belastet — wer Knieprobleme hat, sollte das gleich zu Beginn mit dem Lehrer klären. Wettkämpfe gibt es; bewertet wird die Ausführung, nicht ein Duell.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
