Sambo
СамбоSowjetisches Griff- und Hebelsystem, das Judo mit den Volksringkämpfen der UdSSR verbindet; die Kampfvariante erlaubt zusätzlich Schläge.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Sambo
Über Sambo
Sambo entstand in den 1920er und 1930er Jahren in der Sowjetunion als Ausbildungssystem für Armee und Polizei. Der Name ist die Abkürzung des russischen "samosaschtschita bes oruschija" — Selbstverteidigung ohne Waffen. Die Schöpfer Wassili Oschtschepkow (Kano-Schüler und Judo-Dan-Träger) und Wiktor Spiridonow verbanden Judo und Jujutsu mit den Volksringkämpfen der Völker der UdSSR: georgischem Tschidaoba, armenischem Kokh, tatarischem Köräş und weiteren. Daraus folgt das technische Profil. Sambo hat starke Würfe und außergewöhnlich entwickelte Beinhebel — Knie- und Fußgelenkstechniken, die Judo im Wettkampf nicht zulässt und die vom Sambo ins MMA gelangten. Würgegriffe sind im Sportsambo dagegen verboten. Es gibt drei Ausprägungen. Sportsambo ist Jackenringen mit Würfen und Hebeln. Combat Sambo ergänzt Faust- und Fußtechniken, Ellbogen, Knie und Würger — es steht dem MMA am nächsten, und viele russische UFC-Kämpfer kommen daher. Die zivile Linie konzentriert sich auf Selbstverteidigung. Gekämpft wird in der Kurtka (kurze Jacke mit Gürtel) und Shorts, auf Ringerschuhen; die Griffe unterscheiden sich daher von Judo wie von BJJ. International führt die FIAS das Sambo; seit 2021 ist es dauerhaft vom IOC anerkannt, steht aber nicht im olympischen Programm.
Stile & Zweige
Kampfzweig des sowjetischen Sambo: fügt Würfen und Hebeln Schläge, Tritte und Waffenabwehr hinzu, gekämpft in Schutzausrüstung.
Dynamische internationale Strand-Sambo-Disziplin.
Ursprünglicher Selbstverteidigungszweig des sowjetischen Sambo.
Ähnliche Stile
Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
