Pehlwani
कुश्तीDas traditionelle Ringen des indischen Subkontinents, in Akharas auf Erdboden geübt. Es entstand aus dem einheimischen Malla-yuddha und dem persischen Varzesh-e pahlavani.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Pehlwani
Über Pehlwani
Pehlwani, geläufiger Kushti, ist das traditionelle Ringen des indischen Subkontinents. Es entstand aus der Verbindung des einheimischen Malla-yuddha mit dem persischen Varzesh-e Pahlavani, das mit dem Mogulreich kam, und wird bis heute in Akharas geübt — Ringplätzen, die zugleich Schule und Zuhause sind. Gerungen wird in Erde, nicht auf der Matte. Der Boden wird täglich aufgelockert und mit Ghee, Kurkuma und Buttermilch aufbereitet; er soll weich für Stürze sein, aber nicht staubig. Vor dem Training harken ihn die Ringer selbst, was zur Übung gehört und nicht bloß Vorbereitung darauf ist. Das Training beruht auf Wiederholung in enormen Zahlen. Der Dand ist ein Liegestütz mit durchgebogener Wirbelsäule, der Baithak eine einbeinige Kniebeuge; beides wird zu Hunderten ausgeführt. Dazu kommen die Gada, eine an einem Ende beschwerte Stein- oder Holzkeule, und der Nal, ein steinerner Ring um den Hals. Die Kost ist fett und einfach — Milch, Mandeln, Ghee. Die Akhara ist aber mehr als ein Kraftraum. Das Verhältnis von Guru und Schüler bestimmt Tagesablauf, Disziplin und in traditioneller Form auch sexuelle Enthaltsamkeit. Berühmtester Ringer ist der Große Gama, über Jahrzehnte ungeschlagen, und der höchste Titel heißt Rustam-e-Hind. Das Erdringen weicht heute dem olympischen Freistil auf der Matte, weil nur dieser zu internationalen Wettkämpfen führt.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
