Freistilringen
Der olympische Ringstil, der anders als der griechisch-römische Griffe an den Beinen erlaubt. Seit 1904 im Programm, der Frauenwettbewerb kam 2004 dazu.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Freistilringen
Über Freistilringen
Der Freistil ist neben dem griechisch-römischen die zweite olympische Ringkampfform und seit 1904 im Programm; der Frauenwettbewerb kam 2004 hinzu. Er entwickelte sich aus dem britischen und amerikanischen Catch-as-catch-can, also aus dem Milieu der Jahrmärkte und Bergarbeitersiedlungen. Der Unterschied zum griechisch-römischen Stil ist einzig, aber grundlegend: **Griffe unterhalb der Gürtellinie und der volle Einsatz der Beine sind erlaubt**. Der Ringer darf das Bein des Gegners fassen, ihn fegen, sein Bein beim Wurf blockieren und sich mit den Beinen gegen einen Angriff wehren. Damit öffnet sich eine ganze Technikfamilie, die der griechisch-römische Stil nicht kennt — Single Leg, Double Leg, Low Single und deren Abwehr (Sprawl). Der Kampf verläuft daher tiefer und schneller. Entscheidend sind Standeinstellung, Schwerpunkthöhe und das Timing des Angriffs; oft entscheidet ein einziger gut geführter Niveauwechsel. Die Bodenarbeit (Par terre) zielt auf das Drehen des Gegners auf die Schultern und auf Kontrolle, nicht auf Abschlüsse — Hebel und Würger sind verboten. Gekämpft wird in zwei Perioden zu drei Minuten; gesiegt wird durch Schultersieg, nach Punkten oder durch technische Überlegenheit bei zehn Punkten Unterschied. Der Freistil ist der direkteste Weg zu der Fähigkeit, die im MMA entscheidet — zu bestimmen, ob im Stand oder am Boden gekämpft wird. Die Belastung von Knien, Nacken und Schultern ist hoch und wächst mit dem Trainingsumfang.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
