Griechisch-Römisches Ringen
Ελληνορωμαϊκή πάληDer olympische Ringstil, bei dem nur der Oberkörper angegriffen werden darf; die Beine sind völlig aus dem Spiel. Trotz des Namens eine moderne französische Disziplin.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
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Über Griechisch-Römisches Ringen
Der griechisch-römische Ringkampf ist trotz seines Namens eine moderne Disziplin. Er entstand im Frankreich des 19. Jahrhunderts, als Zirkus- und Jahrmarktsringer Regeln für öffentliche Kämpfe suchten; der Name sollte durch den Verweis auf die Antike Prestige verleihen, mit dem antiken Ringen hat der Stil jedoch keine direkte Verbindung. Seit den ersten neuzeitlichen Olympischen Spielen 1896 in Athen steht er im Programm. Eine einzige definierende Regel verändert alles: **Griffe unterhalb der Gürtellinie und jeder Einsatz der Beine zum Angriff oder zur Verteidigung sind verboten**. Man darf den Gegner nicht am Bein fassen, ihn nicht fegen und sich mit dem Bein nicht gegen einen Wurf wehren. Die gesamte Arbeit wandert nach oben — in Griffe an Armen, Nacken und Rumpf. Das Ergebnis ist ein Ringen, das auf Würfen über den Oberkörper beruht. Der Suplex, der Wurf über den nach hinten gebogenen Körper, ist die optische Signatur und zugleich die anspruchsvollste Technik für Rückenkraft und sichere Ausführung. Entscheidend sind Clincharbeit, Drücken und die Fähigkeit, den Gegner so abgestützt zu halten, dass er keinen eigenen Griff ansetzen kann. Gekämpft wird in zwei Perioden zu drei Minuten. Gesiegt wird durch Schultersieg (Touché), nach Punkten für technische Aktionen oder durch technische Überlegenheit bei acht Punkten Unterschied. Die Belastung trifft vor allem Nacken, Schultern und Lendenwirbelsäule; wegen der Einseitigkeit wird oft mit dem Freistil ergänzt, der die Beine nutzt.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
