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Judo

柔道

Japanische Wurf- und Griffkunst, seit 1964 olympisch; ihr Gedanke ist es, die Kraft des Gegners statt der eigenen zu nutzen.

Wichtige Daten

Gründer
HerkunftslandJapan
Gründungsjahr1882
RegionAsien
HauptfokusGriffkampf
KontaktstufeVollkontakt
GürtelsystemGürtel

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieSportlich kodifiziert
Entstehungszeit19. Jahrhundert

Training

BekleidungGi erforderlich
SparringVollkontakt
Rolle der WaffenOhne Waffen
Rolle der FormenFormen optional
Übliche Häufigkeit2 × pro Woche
Erster Grad in4 Monaten

Für wen

Übliches Mindestalter5 Jahren
KinderprogrammeKinder sind die Hauptzielgruppe
SeniorenfreundlichMit Anpassungen geeignet
Körperliche Anforderung4/5
Verletzungsrisiko3/5
Lernkurve3/5
Nutzen für Selbstverteidigung3/5
Fitness-Nutzen4/5

Organisation & Wettkampf

GraduierungssystemGürtel
WettkampfformatPunktkampf
GewichtsklassenJa
Olympischer StatusAktuell olympisch
WeltverbandInternational Judo Federation (IJF)
Geschätzte Praktizierende1–10 Mio.

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeNicht verwendet
TritteNicht verwendet
WürfeZentral
BodenkampfZentral
Hebel & HaltegriffeBedeutend
WaffenNicht verwendet

Kataloge & Datenbanken für Judo

📜 Traditionelle Katas15 Einträge · über 3 Stile hinweg
👊 Technik-Datenbank24 Einträge · über 3 Stile hinweg
📖 Glossar83 Einträge · über 3 Stile hinweg
👥 Persönlichkeiten & Meister11 Einträge · über 3 Stile hinweg
🎬 Filme mit dieser Kampfkunst3 Einträge · über 3 Stile hinweg

Über Judo

Judo schuf Jigoro Kano 1882, indem er aus den Techniken der alten Jujutsu-Schulen jene auswählte, die sich gegen einen widerstehenden Partner voll üben lassen, und die gefährlichen ausschied. So entstand ein System, in dem man zu hundert Prozent trainieren kann, ohne sich ernsthaft zu verletzen — der Grund, warum sich Judo weltweit schneller verbreitete als seine Vorläufer. Grundlage ist der Wurf. Ziel ist es, den Gegner kontrolliert und wuchtig auf den Rücken zu bringen; ein solcher Wurf (Ippon) beendet den Kampf sofort. Misslingt der Wurf, geht es am Boden weiter (Ne-waza) — Haltegriffe, Würger und Armhebel. Tritte und Schläge kommen im Wettkampf gar nicht vor, sie existieren nur in den Formen (Kata). Judo ist seit 1964 olympisch (Frauen seit 1992) und besitzt eine der ausgereiftesten Wettkampfstrukturen überhaupt. Zugleich bewahrt es die erzieherische Dimension, die Kano betonte: Verhalten im Dojo, Verbeugungen, Fallschule ab der ersten Stunde. Für Anfänger ist Judo eine ausgezeichnete Grundlage. Es lehrt das Fallen — eine Fähigkeit, die auch außerhalb der Matte zählt — und vermittelt Erfahrung im Kampf gegen echten Widerstand. Die Belastung der Gelenke, vor allem Schultern und Ellbogen, ist real und macht sich mit dem Alter bemerkbar; ein guter Verein passt den Trainingsumfang daran an.

Stile & Zweige

Kosen Judo高専柔道

Ein durch Regeln bestimmter Zweig des Judo, um 1914 an japanischen Fachschulen entstanden. Ohne Begrenzung des Bodenkampfs verlagerte sich alles von den Würfen zum Newaza.

Kawaishi Judo川石柔道

Eine Lehrmethode des Judo für Europa: Techniken in nummerierten Reihen, in fester Abfolge. Von Mikinosuke Kawaishi, der 1935 nach Paris kam.

Kito-ryu起倒流

Eine japanische Jujutsu-Schule der frühen Edo-Zeit. Sie beruht auf Würfen und Gleichgewichtsbruch; aus ihr leitete Kano die Koshiki no kata ab.

Ähnliche Stile

Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

PehlwaniRingenGriechisch-Römisches RingenFreistilringenCatch WrestlingMalla-yuddha