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Kosen Judo

高専柔道

Ein durch Regeln bestimmter Zweig des Judo, um 1914 an japanischen Fachschulen entstanden. Ohne Begrenzung des Bodenkampfs verlagerte sich alles von den Würfen zum Newaza.

Wichtige Daten

Meister & Persönlichkeiten
HerkunftslandJapan
Gründungsjahr1914
RegionAsien
HauptfokusGriffkampf
KontaktstufeVollkontakt
Gürtelsystem9 Stufen

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieSportlich kodifiziert
Entstehungszeit20. Jahrhundert

Training

BekleidungGi erforderlich
SparringVollkontakt
Rolle der WaffenOhne Waffen
Rolle der FormenFormen optional

Für wen

KinderprogrammeKindergruppen selten
SeniorenfreundlichMit Anpassungen geeignet
Körperliche Anforderung4/5
Verletzungsrisiko3/5
Lernkurve4/5
Nutzen für Selbstverteidigung3/5
Fitness-Nutzen4/5

Organisation & Wettkampf

GraduierungssystemGürtel
WettkampfformatAufgabegriffe
GewichtsklassenJa
Olympischer StatusNicht olympisch
Geschätzte PraktizierendeUnter 10 000

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeNicht verwendet
TritteNicht verwendet
WürfeBedeutend
BodenkampfZentral
Hebel & HaltegriffeZentral
WaffenNicht verwendet

Kataloge & Datenbanken für Kosen Judo

📜 Traditionelle Katas5 Einträge
👊 Technik-Datenbank6 Einträge
📖 Glossar83 Einträge
👥 Persönlichkeiten & Meister2 Einträge

Über Kosen Judo

Kosen-Judo ist keine eigene Kampfkunst, sondern ein durch Regeln bestimmter Zweig des Judo. Er entstand um 1914 an den japanischen höheren Fachschulen namens Kosen, die ein eigenes Turnier austrugen. Deren Regeln unterschieden sich vom Kodokan in einem einzigen, aber entscheidenden Punkt: Man durfte den Gegner auch ohne sauberen Wurf zu Boden ziehen, und der Bodenkampf lief danach ohne Zeitbegrenzung weiter. Die Folge war absehbar — die Schulen übten keine Würfe mehr und konzentrierten sich auf Newaza, also Haltegriffe, Würger und Hebel. So entstand ein System, das sich vom Sportjudo im Verhältnis unterscheidet, nicht im Inhalt: dieselben Techniken, ein anderer Schwerpunkt. Der Kodokan verbot diese Richtung nie förmlich, doch die Wettkampfregeln gingen den umgekehrten Weg. Die Tradition lebt heute im Turnier der sieben ehemaligen Kaiserlichen Universitäten fort. Bemerkenswert ist die Nähe zum brasilianischen Jiu-Jitsu — beide gehen auf dieselbe Kodokan-Grundlage zurück. Das Turnier der sieben Universitäten findet jährlich statt, und seine Regeln erlauben bis heute das Ziehen in die Guard, was das Sportjudo bestraft.

Ähnliche Stile

Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

Brasilianisches Jiu-JitsuLuta LivreSubmission Grappling (No-Gi)Gracie Jiu-JitsuLuta Livre EsportivaCatch Wrestling