Kosen Judo
高専柔道Ein durch Regeln bestimmter Zweig des Judo, um 1914 an japanischen Fachschulen entstanden. Ohne Begrenzung des Bodenkampfs verlagerte sich alles von den Würfen zum Newaza.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Kosen Judo
Über Kosen Judo
Kosen-Judo ist keine eigene Kampfkunst, sondern ein durch Regeln bestimmter Zweig des Judo. Er entstand um 1914 an den japanischen höheren Fachschulen namens Kosen, die ein eigenes Turnier austrugen. Deren Regeln unterschieden sich vom Kodokan in einem einzigen, aber entscheidenden Punkt: Man durfte den Gegner auch ohne sauberen Wurf zu Boden ziehen, und der Bodenkampf lief danach ohne Zeitbegrenzung weiter. Die Folge war absehbar — die Schulen übten keine Würfe mehr und konzentrierten sich auf Newaza, also Haltegriffe, Würger und Hebel. So entstand ein System, das sich vom Sportjudo im Verhältnis unterscheidet, nicht im Inhalt: dieselben Techniken, ein anderer Schwerpunkt. Der Kodokan verbot diese Richtung nie förmlich, doch die Wettkampfregeln gingen den umgekehrten Weg. Die Tradition lebt heute im Turnier der sieben ehemaligen Kaiserlichen Universitäten fort. Bemerkenswert ist die Nähe zum brasilianischen Jiu-Jitsu — beide gehen auf dieselbe Kodokan-Grundlage zurück. Das Turnier der sieben Universitäten findet jährlich statt, und seine Regeln erlauben bis heute das Ziehen in die Guard, was das Sportjudo bestraft.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
