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Luta Livre Esportiva

Sportlicher Zweig des brasilianischen Luta livre: Greifkampf ohne Kimono, entschieden durch Aufgabe oder Position, Schläge sind ausgeschlossen.

Wichtige Daten

HerkunftslandBrasilien
RegionSüdamerika
HauptfokusGriffkampf
KontaktstufeVollkontakt
Gürtelsystem7 Stufen

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieSportlich kodifiziert
Entstehungszeit20. Jahrhundert

Organisation & Wettkampf

Olympischer StatusNicht olympisch

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeNicht verwendet
TritteNicht verwendet
WürfeBedeutend
BodenkampfZentral
Hebel & HaltegriffeZentral
WaffenNicht verwendet

Kataloge & Datenbanken für Luta Livre Esportiva

👥 Persönlichkeiten & Meister3 Einträge · über 1 Stile hinweg

Über Luta Livre Esportiva

Luta livre esportiva ist der sportliche, rein greiferische Zweig des brasilianischen Luta livre: Es wird ohne Kimono gekämpft, gewonnen wird durch Aufgabe oder Punkte für Position, Schläge sind ausgeschlossen. Die Wurzeln reichen zu Euclydes Hatem, genannt Tatu (16. September 1914, Rio de Janeiro – 26. September 1984), der ab seinem vierzehnten Lebensjahr Catch Wrestling in der Associação Cristã de Moços bei Orlando Americo da Silva, genannt Dudú, lernte — bei demselben Lehrer, bei dem auch die Gebrüder Gracie trainierten. Hatem verband Catch, griechisch-römisches Ringen und eigene Anpassungen zu einem System, das er laut der englischen Wikipedia bereits 1927 in Rio zu unterrichten begann, während andere Quellen den Beginn seiner Lehrtätigkeit erst in die 1950er Jahre legen; das genaue Entstehungsdatum des sportlichen Zweigs lässt sich nicht belegen, weshalb das Jahresfeld im Datensatz leer bleibt. 1942 besiegte er George Gracie in der zweiten Runde durch einen Würgegriff von hinten — ein zeitgenössisches Foto einer Americana-Hebel aus der ersten Runde erweckt bis heute den irrigen Eindruck, so sei der Kampf ausgegangen. Zu einem Duell mit Hélio Gracie kam es nie, weil Gracie auf dem Kimono bestand und Hatem ihn ablehnte. Ein theoretisches Gerüst gab dem Stil in den 1970er Jahren der Ingenieur Roberto Leitão mit seiner „Theorie des Grapplings". Die Rivalität mit dem brasilianischen Jiu-Jitsu gipfelte 1991 im Turnier Desafio, bei dem Luta livre alle drei Kämpfe verlor, und der Stil blieb lange praktisch nur in Rio und Manaus verbreitet. Dennoch gingen aus ihm Kämpfer wie Marco Ruas oder Eugenio Tadeu hervor, und seine Technik des Kampfes ohne Kimono setzte sich im MMA durch. Die sportliche Form wird heute von der 2017 gegründeten Confederação Brasileira de Luta Livre Esportiva betreut, und die Zahl der Schulen wächst vor allem in Europa.

Stile & Zweige

Luta Livre Vale Tudo

Vollkontakt-Kampfzweig der Luta Livre mit Schlägen und Tritten.

Ähnliche Stile

Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

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