Brasilianisches Jiu-Jitsu
Jiu-Jitsu BrasileiroBrasilianische Bodenkampfkunst auf Basis von Hebeln und Würgetechniken; sie erlaubt es, einen stärkeren Gegner durch Technik zu kontrollieren.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Brasilianisches Jiu-Jitsu
Über Brasilianisches Jiu-Jitsu
Das brasilianische Jiu-Jitsu entstand in den 1920er Jahren in Brasilien, als die Familie Gracie das Judo und Jujutsu umarbeitete, das der japanische Meister Mitsuyo Maeda ins Land gebracht hatte. Der entscheidende Schritt lag nicht in den Techniken, sondern in der Gewichtung: Die Gracies bauten das System um den Bodenkampf und um die Idee, dass ein kleinerer, schwächerer Mensch einen größeren kontrollieren kann. Die Logik ist einfach. Am Boden verlieren Kraft und Reichweite einen Teil ihres Vorteils, weil die Position entscheidet. BJJ lehrt daher eine Hierarchie von Positionen — von der Guard über die Half Guard, die Seitkontrolle, den Rückenkontrolle bis zur Mount — und erst aus der überlegenen Position folgen die Abschlüsse: Würger und Hebel auf Ellbogen, Schulter und Knie. Trainiert wird im Kimono (Gi) und ohne (No-Gi); Griffe am Stoff verändern das Spiel so stark, dass beide Varianten getrennt geübt werden. Kern der Stunde ist das Sparring mit vollem Widerstand ("Rollen"), sicher gerade deshalb, weil jederzeit abgeklopft werden kann. Das ist der größte praktische Vorzug: harter Widerstand ohne wiederholte Kopftreffer. Die Gürtel sind weiß, blau, violett, braun und schwarz, mit Streifen dazwischen; der Weg ist langsam, ein schwarzer Gürtel bedeutet meist zehn Jahre oder mehr. Die Wettkampfszene ist breit (IBJJF und andere), und BJJ ist zugleich eine der drei Säulen des modernen MMA.
Stile & Zweige
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
