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Tsunetane Oda

小田常胤

Japanischer Judoka (1892–1955), Verfechter des Bodenkampfes Ne-waza, der den Kodokan kritisierte und an der Wiege des sogenannten Kosen-Judo stand.

Auf einen Blick

Geburtsdatum10.3.1892
Sterbedatum11.2.1955
HerkunftslandJapanJapan
Auch bekannt alsJoin

Biografie

Tsunetane Oda war ein japanischer Judoka, der den Bodenkampf Ne-waza propagierte und mit der Entstehung des sogenannten Kosen-Judo in Verbindung gebracht wird. Laut der japanischen Wikipedia wurde er am 10. März 1892 im Dorf Funatsu in der Präfektur Yamanashi geboren und starb am 11. Februar 1955. Die Schriftzeichen seines Namens werden manchmal fälschlich als Join gelesen.

Mit Judo begann er laut der englischen Wikipedia 1909 in Numazu, und am 24. Juli 1910 trat er in den Kodokan ein. Den ersten Dan erlangte er laut der japanischen Wikipedia am 13. Juli 1912, die englische nennt das Jahr 1911. Nach dem Studium an der Kokugakuin-Universität unterrichtete er Judo an der Siebten Höheren Schule in Kagoshima.

Im Januar 1918 begann er, die Mannschaft der Zweiten Höheren Schule in Sendai zu trainieren, und im April führte er sie zu einem Wettkampf gegen die Erste Höhere Schule. Laut einer Studie von Tetsuya Nakajima von 2014 kritisierte er dabei öffentlich Kano und verteidigte Ne-waza als vollwertiges Kampfmittel. Kano war mit einer solchen Betonung des Bodenkampfes nicht zufrieden, und der Kodokan änderte 1924 die Kampfrichterregeln, um Ne-waza einzuschränken. Mit Hajime Isogai entwickelte er das Judo der Schulen Koto senmon gakko, heute als Kosen-Judo bekannt.

Er schrieb die Bücher Judo wa kou shite kate (1920) und Judo taikan (1929). Laut einer Studie von Masaharu Fujioka von 1988 hielt er Wurf und Ne-waza für gleichwertig und einander stützend. Sein System des Bodenkampfes hieß Tsunetane-ryu. Ein Zitat aus seinen Büchern konnten wir im Original nicht überprüfen.

Frühe Jahre

Tsunetane Oda wurde laut der japanischen Wikipedia am 10. März 1892 im Dorf Funatsu im Landkreis Minamitsuru in der Präfektur Yamanashi geboren. Die Schriftzeichen seines Namens 常胤 werden Tsunetane gelesen, einige Quellen nennen jedoch die falsche Lesung Join. Mit Judo begann er laut der englischen Wikipedia 1909 im Alter von siebzehn Jahren an einer Schule in Numazu. Er starb am 11. Februar 1955 im Alter von 62 Jahren, die japanische Wikipedia beruft sich auf einen Nachruf in der Zeitschrift Judo vom März 1955.

Ausbildung und Lehrer

In den Kodokan trat er laut der japanischen Wikipedia am 24. Juli 1910 ein und erlangte den ersten Dan am 13. Juli 1912, die englische Wikipedia nennt das Jahr 1911. Einen offiziellen Eintrag des Kodokan haben wir nicht gefunden. Die englische Wikipedia nennt als seine Lehrer Kotaro Okano, Jigoro Kano und Kyuzo Mifune sowie einen neunten Dan, beides ohne Quelle. Die Kokugakuin-Universität schloss er laut der japanischen Wikipedia im März 1917 ab und unterrichtete danach Judo an der Siebten Höheren Schule in Kagoshima.

Beitrag und Neuerungen

Nach Sendai kam er am 7. Januar 1918, um die Judomannschaft der Zweiten Höheren Schule zu trainieren, und am 7. April 1918 führte er sie zu einem Wettkampf gegen die Mannschaft der Ersten Höheren Schule. Laut einer Studie von Tetsuya Nakajima aus dem Jahr 2014 kritisierte er dabei öffentlich Kano und verteidigte Ne-waza als vollwertiges Kampfmittel. Die Studie sieht in seiner Kritik die erste öffentliche Herausforderung des Kodokan durch das studentische Judo. Im Juli 1921 führte er die Mannschaft der Vierten Höheren Schule in Kanazawa beim landesweiten Turnier der Schulen Koto senmon gakko. Mit Hajime Isogai entwickelte er ein auf Ne-waza ausgerichtetes Judo, heute als Kosen-Judo bekannt. Er schrieb die Bücher Judo wa kou shite kate (1920) und Judo taikan (1929).

Legenden und belegte Fakten

Das Jahr des ersten Dan weicht ab, die japanische Wikipedia nennt den 13. Juli 1912, die englische das Jahr 1911. Auch das Jahr des Abschlusses an der Kokugakuin geben die Quellen als 1917, 1914 oder 1918 an. Die japanische Wikipedia bringt sein Dojo Shoshikan im Tokioter Shinbashi mit dem Jahr 1924 in Verbindung, als er sich dort niederließ, das Gründungsjahr des Dojo haben wir jedoch nicht gefunden. Laut einer Studie von Masaharu Fujioka aus dem Jahr 1988 hielt Oda Wurf und Ne-waza für gleichwertig und den Streit um ihre Rangfolge für zweitrangig.

Vermächtnis

Laut der Studie von Nakajima war Kano mit dem intensiven Einsatz von Ne-waza nicht zufrieden, und der Kodokan änderte 1924 die Kampfrichterregeln, um den Bodenkampf einzuschränken. Kano und der Kodokan kritisierten die Kosen-Turniere und den Wettkampf der vier kaiserlichen Universitäten gerade wegen übermäßigen Ne-waza. Laut der japanischen Wikipedia baute er ein eigenes, von den alten Jujutsu-Schulen unabhängiges System des Bodenkampfes auf, das Tsunetane-ryu genannt wurde. Toshikazu Okada veröffentlichte 2010 ein Buch über ihn, Tsunetane-ryu judo ne-waza.

Lehrer, Schüler und Familie

Lehrer

Assoziierte Kampfkünste

Kosen JudoVerfasser der Quelle→

Judo japanischer höherer Schulen und Universitäten mit unbeschränktem Übergang zum Bodenkampf. Das erste Turnier fand 1914 in Kyoto statt, heute setzt es Nanatei fort.

JudoBedeutende Persönlichkeit→

Japanische Wurf- und Griffkunst, seit 1964 olympisch; ihr Gedanke ist es, die Kraft des Gegners statt der eigenen zu nutzen.