Kito-ryu
起倒流Eine japanische Jujutsu-Schule der frühen Edo-Zeit. Sie beruht auf Würfen und Gleichgewichtsbruch; aus ihr leitete Kano die Koshiki no kata ab.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
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Über Kito-ryu
Kito-ryu ist eine japanische Jujutsu-Schule aus der frühen Edo-Zeit, also dem 17. Jahrhundert. Die Quellen nennen Fukuno Shichiroemon als Gründer, und neben ihm erscheint der Name Terada als Mitbegründer; das genaue Gründungsjahr ist nicht belegt, und diese Seite lässt es daher weg. Die Angabe 1650 und der zuvor hier stehende Name ließen sich nicht bestätigen. Der Name der Schule bedeutet „Schule von Aufstieg und Fall“. Das ist keine Zierde, sondern benennt das Prinzip, auf dem sie beruht. Kito-ryu arbeitet nicht Kraft gegen Kraft, sondern über den Bruch des Gleichgewichts – im Japanischen Kuzushi no ri. Der Gegner wird zuerst in eine Lage gebracht, in der er nicht mehr stehen kann, und erst dann kommt der Wurf. Der Lehrplan enthält Schläge, Würfe, Hebel und Würgetechniken, doch der Schwerpunkt liegt bei Würfen und Fegern. Ein erheblicher Teil der Techniken ist für den Kampf in voller Rüstung gebaut, was auch ihre Form erklärt: In der Rüstung lohnt es nicht, auf kleine Ziele zu zielen oder am Kleidungsgriff zu arbeiten, wohl aber, den Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen. Die Bedeutung der Schule übersteigt die Zahl ihrer heutigen Übenden bei weitem. Jigoro Kano studierte Kito-ryu und leitete daraus einen Teil der Grundsätze des modernen Judo ab; unmittelbar erhalten ist die Koshiki no kata.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
