Daito-ryu Aiki-jujutsu
大東流合気柔術Die Schule, aus der das Aikido hervorging. Die Familie Takeda führt sie ins 11. Jahrhundert zurück, öffentlich begründet hat sie aber erst Takeda Sokaku in den 1890ern.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
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Über Daito-ryu Aiki-jujutsu
Daito-ryu Aiki-Jujutsu ist die Schule, aus der das Aikido hervorging. Ihre eigene Geschichte ist kürzer, als die Überlieferung behauptet: Die Familie Takeda führt sie auf Minamoto no Yoshimitsu im 11. Jahrhundert zurück, nachweislich als öffentliche Kunst begründet hat sie aber erst Takeda Sokaku in den 1890er-Jahren. Sokaku war ein wandernder Lehrer in einer Zeit, in der es die Samuraischicht nicht mehr gab. Er reiste durch Japan, hielt kurze Intensivlehrgänge und führte sorgfältig Buch darüber, wen er unterrichtete — deshalb ist sein Wirken ungewöhnlich gut belegt. Zu seinen Schülern zählten Morihei Ueshiba, der Begründer des Aikido, und Choji Nakajima. Technisch arbeitet die Schule mit Hebeln auf Handgelenk, Ellbogen und Schulter, mit Würfen aus dem Brechen des Gleichgewichts und mit einem System von Griffen, die den Gegner an die eigene Struktur binden. Der zentrale Begriff aiki bedeutet, sich mit dem Angriff zu verbinden, statt ihn zu blocken. Das Programm umfasst Techniken im Sitzen (suwari waza), im Knien und im Stehen. Der Unterschied zum Aikido liegt in der Gewichtung. Daito-ryu behält Atemi, härtere Abschlüsse und schmerzhafte Kontrollpunkte und strebt Harmonie nicht als ethisches Ziel an. Wichtigste heutige Zweige sind Takumakai, Kodokai und Rokuhokai.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
