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Shibukawa-ryu Jujutsu

渋川流柔術

Jujutsu-Schule Shibukawa Bangoro Yoshikatas (1652-1704), Schüler des zweiten Sekiguchi-ryu-Oberhaupts, Edo-Dojo. Stammhaus erloschen, Hiroshima-Linie in Osaka, Nihon-Kobudo-Kyokai-Mitglied.

Wichtige Daten

GründerShibukawa Bangoro Yoshikata
HerkunftslandJapan
RegionAsien
HauptfokusGriffkampf
KontaktstufeLeichter Kontakt
GürtelsystemZertifikate

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieTraditionell
EntstehungszeitFrühe Neuzeit

Training

BekleidungGi erforderlich
SparringNur Partnerübungen
Rolle der WaffenWaffen optional
Rolle der FormenFormen im Zentrum

Für wen

KinderprogrammeKein Kindertraining
SeniorenfreundlichAuch für Senioren geeignet
Körperliche Anforderung2/5
Verletzungsrisiko2/5
Übertrag auf Selbstverteidigung3/5
Konditioneller Nutzen3/5
Wie wir die Skalen bewerten →

Organisation & Wettkampf

GraduierungenJa (Zertifikate)
WettkampfformatKeine Wettkämpfe
GewichtsklassenNein
Olympischer StatusNicht olympisch
Geschätzte PraktizierendeUnter 10 000

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeAm Rande
TritteNicht verwendet
WürfeZentral
BodenkampfNicht verwendet
Hebel & HaltegriffeZentral
WaffenAm Rande

Kataloge & Datenbanken für Shibukawa-ryu Jujutsu

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Über Shibukawa-ryu Jujutsu

Shibukawa-ryu ist eine japanische Jujutsu-Schule aus der frühen Edo-Zeit. Nach Nipponica, Daijisen und der Nihon Kobudo Kyokai gründete sie Shibukawa Bangoro Yoshikata (Lesung nach Nipponica, die Nihon Kobudo Kyokai schreibt seinen Namen mit anderen Zeichen ohne Lesung), ein gebürtiger Wakayamaer aus der Provinz Kii, der mit sechzehn Jahren zum zweiten Oberhaupt der Sekiguchi-ryu, Sekiguchi Ujinari, kam und mit 29 Jahren, 1680, die Lizenz der vollständigen Überlieferung erhielt. Nipponica nennt als Lebensdaten 1652 bis 1704, Heibonsha ergänzt, dass als Geburtsort auch die Provinz Yamato genannt wird. Laut Nipponica trat er auf Empfehlung des Lehrers in den Dienst des Herrn von Matsushiro in Shinshu, kam später nach Edo, eröffnete in Shiba das Dojo Bugido und führte fortan den Namen Shibukawa-ryu. Yamamoto 1981 in der Zeitschrift der Universität Tenri setzt einen halbjährigen Aufenthalt in Matsushiro und die Eröffnung des Dojo in Edo ins Jahr 1681 und den Bau eines neuen Dojo ins Jahr 1698, Nipponica spricht von tausend Schülern. Die Nihon Kobudo Kyokai schreibt, bei ihm hätten angeblich auch einige Daimyo lernen wollen, er trat aber in keinen Herrendienst und widmete sich der Ausbildung von Schülern. Ein Gründungsjahr der Schule nennt keine Quelle.

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Laut Nipponica war der technische Inhalt größtenteils eine überarbeitete Sekiguchi-ryu, die Schule wurde aber durch die Betonung der inneren Arbeit des Geistes und eines festen Stands berühmt, und Osano 1991 ergänzt in einer begutachteten Zeitschrift, der Gründer habe die Schule für neu erklärt, aber nach der alten Weise der Sekiguchi-ryu gelehrt, und das Stammhaus habe den Namen Sekiguchi seito Shibukawa-ryu geführt. Yamamoto 1981 fasst die Merkmale der Schule als yawara, nicht Festnahme, Verzicht auf auffällige Techniken und gleiche Betonung von Speer, Iai und Schwertkunst wie von Jujutsu zusammen und gliedert den Lehrplan in acht Gruppen, von Formen im Sitzen ohne Waffe über Formen gegen bewaffnete Gegner und Ringen im Griff bis zu Iai, Schwertkunst und Speer. Das vierte Oberhaupt, Shibukawa Bangoro Tokihide (1720 bis 1797), vollendete die Schule laut Nipponica in Theorie und System, Heibonsha nennt ihn den Erneuerer der Schule, und Green zitiert den Gründer zu einem Jujutsu, das auf der Lehre des Buchs der Wandlungen beruht. Das Stammhaus in Edo erbte laut Osano 1991 den Namen Bangoro, und Osano schreibt weiter, seine Tradition und der Zweig in der Provinz Kai seien in der Taisho-Zeit erloschen, während Yamamoto 1981 jedoch ein neuntes Oberhaupt, geboren 1900, nennt, das nach 1945 nicht mehr lehrte. Es lebt eine Linie, die laut Nihon Kobudo Kyokai ein Vasall der Herrschaft Hiroshima weitergab und die in der Meiji-Zeit einer ihrer Lehrer nach Osaka brachte, wo heute ihr zwölfter Lehrer als Mitglied der Nihon Kobudo Kyokai wirkt, und Osano 1991 bestätigt, dass die Hiroshima-Tradition bis heute besteht. In Hiroshima führt die Nihon Kobudo Kyokai Shibukawa Ichi-ryu als eigenständige Schule, die laut Morimoto 2015 am Ende des Shogunats Shuto Kuranoshin Mitsutoki aus drei Schulen einschließlich Shibukawa-ryu gründete.

Geschichte

Der Gründer Shibukawa Bangoro Yoshikata (Lesung nach Nipponica) wurde laut Nipponica und Daijisen 1652 in Wakayama in der Provinz Kii geboren, Heibonsha nennt als mögliches Geburtsland auch die Provinz Yamato, und Yamamoto 1981 schreibt in der Zeitschrift der Universität Tenri, nach einer Schrift über den Gründer sei er am 8. Juli 1652 in Kii in der Familie Shidara geboren. Mit sechzehn Jahren kam er zum zweiten Oberhaupt der Sekiguchi-ryu, Sekiguchi Ujinari (Yamamoto: im Jahr 1667), und erhielt mit 29 Jahren, 1680, die Lizenz der vollständigen Überlieferung. Laut dem biografischen Wörterbuch Kodansha eröffnete er in Wakayama ein Dojo und ging in der Tenna-Ära nach Edo. Nipponica gibt an, er sei auf Empfehlung des Lehrers in den Dienst des Herrn von Matsushiro in Shinshu getreten, später nach Edo zurückgekehrt, habe in Shiba das Dojo Bugido eröffnet und den Namen Shibukawa-ryu geführt, Yamamoto setzt 1681 einen halbjährigen Aufenthalt in Matsushiro und danach die Eröffnung des Dojo in Edo an, den Dienst bei einem anderen Herrn ab 1685, die Zuflucht bei einem Schüler nach dem großen Brand von Edo 1695 und den Bau eines neuen Dojo in Shiba 1698, Nipponica spricht von tausend Schülern. Die Nihon Kobudo Kyokai schreibt, bei ihm hätten angeblich auch Daimyo lernen wollen, er trat jedoch in keinen Dienst. Er starb am 7. Mai 1704 mit 53 Jahren und wurde laut Yamamoto im Tempel Sengaku-ji begraben. Osano 1991 schreibt in einer begutachteten Zeitschrift, der Gründer habe die Schule für neu erklärt, aber nach der alten Weise der Sekiguchi-ryu gelehrt, und eine Schrift von 1714 zähle ihn laut Yamamoto noch zur Sekiguchi-ryu. Ein Gründungsjahr der Schule nennt keine Quelle.

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Der Gründer hatte keinen eigenen Sohn und adoptierte den Schüler, den späteren Shibukawa Tomoemon Tanechika (Lesung nach Nipponica), das zweite Oberhaupt, Osano 1991 nennt die einflussreiche Ansicht, es habe sich um zwei verschiedene Personen gehandelt. Im Jahr 1711 nahmen Schüler laut Yamamoto an einem Kampf mit einer anderen Schule teil und das zweite Oberhaupt wurde dafür in Gewahrsam genommen, und nach Yamamotos Einschätzung entstand daraus das Verbot von Kämpfen mit anderen Schulen, und in der Kyoho-Ära wurde es nach Kurume eingeladen, um die Sekiguchi-ryu zu lehren. Das dritte Oberhaupt Shibukawa Bangoro Sukenori (Lesung nach Kodansha, 1690 bis 1763), ein Adoptivsohn, studierte die Militärwissenschaft der Naganuma-ryu, hatte laut Nipponica unter den Daimyo viele Schüler, schrieb eine Schrift über Jujutsu und verlegte das Dojo nach Azabu. Das vierte Oberhaupt Shibukawa Bangoro Tokihide (1720 bis 1797) wurde laut Yamamoto 1981 als Lehrer in die Domäne Kurume eingeladen, hinterließ Schriften über Jujutsu und vollendete die Schule laut Nipponica in Theorie und System, Heibonsha nennt ihn den Erneuerer der Schule. Yamamoto nennt weiter das fünfte bis neunte Oberhaupt, das achte erhielt 1924 den Titel Hanshi im Judo, das neunte, geboren 1900, übernahm danach die Leitung, hatte keinen Nachfolger und hörte nach 1945 auf zu üben und zu lehren, weil die Zeit des Jujutsu angeblich vorbei sei, ließ zuvor aber die Familienrollen abschreiben und 1934 eine der Schriften in einen Sammelband über Budo aufnehmen. Osano 1991 schreibt, die Tradition des Stammhauses und der Zweig in der Provinz Kai, den ein in Kofu dienender Schüler des Gründers in der Kyoho-Ära dorthin brachte, seien in der Taisho-Zeit erloschen. Die Hiroshima-Linie gab laut Nihon Kobudo Kyokai ein Vasall der Herrschaft Hiroshima weiter, der beim Gründer wiederholt übte, Morimoto 2004 belegt in einer begutachteten Zeitschrift jedoch, dass dieser Mann 1800 sein Amt aufgab, also kein Schüler des ersten oder zweiten Oberhaupts gewesen sein kann und sein Lehrer wohl das dritte Oberhaupt war, und gibt an, dass die Shibukawa-ryu in der Herrschaft Hiroshima eine verhältnismäßig starke Schule mit in Reis bezahlten Lehrern war, und Morimoto 2015 ergänzt, dass sie in Hiroshima auch von Bürgern gelernt wurde. In der Meiji-Zeit kam laut Nihon Kobudo Kyokai einer der Hiroshima-Lehrer nach Osaka und eröffnete das Dojo Seishinkan im Stadtteil Kunijima, von dort sprosste die Schule in Osaka, und nach fünf weiteren Generationen übernahm der elfte Lehrer die Leitung, der heutige zwölfte Lehrer steht im Kopf der Website der Nihon Kobudo Kyokai. Die japanische Wikipedia ergänzt, nach dem Krieg habe man laut einer Anordnung der Besatzungsverwaltung nicht üben dürfen, und das neunte Oberhaupt der Osaka-Linie habe mit seiner Frau heimlich nachts geübt. Yamamoto 1981 weist darauf hin, dass der erste Jujutsu-Lehrer der Tokioter Polizei zu Beginn der Meiji-Zeit den Namen Sekiguchi-ryu angab (die japanische Wikipedia nennt ihn einen Schüler des siebten Oberhaupts der Familie Shibukawa), und erklärt das damit, dass außerhalb des Stammhauses unter dem Namen Sekiguchi-ryu gelehrt wurde.

Was es unterscheidet

Von der Mutterschule Sekiguchi-ryu unterscheidet sich die Shibukawa-ryu laut Nipponica nur teilweise, der größte Teil des Inhalts ist eine überarbeitete Sekiguchi-ryu und die Schule zeichnete sich durch die Betonung der Arbeit des Geistes und eines festen Stands aus, Osano 1991 schreibt, der Gründer habe nach der alten Weise der Sekiguchi-ryu gelehrt und das Stammhaus den Namen Sekiguchi seito Shibukawa-ryu geführt, Yamamoto 1981 ergänzt, außerhalb des Stammhauses sei unter dem Namen Sekiguchi-ryu gelehrt worden, und die japanische Wikipedia schreibt, die Shibukawa-ryu werde mit der Mutterschule oft verwechselt. Shibukawa Ichi-ryu führt die Nihon Kobudo Kyokai als eigenständige Schule in Hiroshima: Laut Nihon Kobudo Kyokai und Morimoto 2015 gründete sie am Ende des Shogunats Shuto Kuranoshin Mitsutoki (Lesung nach Morimoto, 1809 bis 1897) aus drei Schulen, Shibukawa-ryu, Namba Ippo-ryu und Asayama Ichiden-ryu, nach mündlicher Überlieferung entstand der Name durch Verkürzung der Namen aller drei Schulen, und Morimoto bezeichnet sie als eine von der Shibukawa-ryu verschiedene Schule. Die Nihon Kobudo Shinkokai führt nur die Shibukawa Ichi-ryu. Green zählt Shibukawa zu den noch bestehenden und beliebten Jujutsu-Schulen neben Takenouchi, Kito, Sekiguchi und Oguri.

Technik

Nipponica gibt an, der technische Inhalt der Schule sei größtenteils eine überarbeitete Sekiguchi-ryu gewesen, die Schule sei aber durch die Betonung der Arbeit des Geistes und eines festen Stands berühmt geworden. Yamamoto 1981 fasst die technischen Merkmale nach eigener Einschätzung so zusammen: Die Schule ist yawara, nicht Festnahme, verzichtet auf auffällige Techniken und legt Wert auf praktische Unterweisung und mit Blick auf den echten Kampf gleiche Betonung auf Speer, Iai und Schwertkunst wie auf Jujutsu. Nach dem Technikverzeichnis, das Sekiguchi Ujinari dem Gründer 1680 übergab, gliedert Yamamoto die Technik in 20 Formen der Einführungsreihe, 16 Formen gegen bewaffnete Gegner im Sitzen, 7 Haltetechniken, 6 Formen im Stehen, 10 Formen des Ringens im Griff, 11 Iai-Formen und 10 Schwertformen, dazu Ergänzungsübungen, und fasst das technische System in acht Gruppen zusammen: Formen im Sitzen ohne Waffe, Halten im Sitzen, Formen im Sitzen gegen einen Gegner mit scharfer Waffe, Formen im Stehen einschließlich Formen im Gehen, Ringen im Griff und aus Sicht der Schlacht Iai, Schwertkunst und Speer. Neben den Formen gab es laut derselben Quelle eine Reihe von Übungen mit Wettbewerbscharakter, etwa Brustschieben oder Gürtelziehen, die ergänzen, was die Form nicht bietet, oder prüfen, ob man den Gegner überwältigen kann. Die Schrift des vierten Oberhaupts gliedert nach Yamamoto den Lehrplan des Jujutsu in drei Teile und nennt als Hauptgrundsätze des Trainings drei Grundsätze für die Übung und drei für das tägliche Bemühen.

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Osano 1991 beschreibt das Formenverzeichnis des Zweigs aus der Provinz Kai mit fünfzehn nummerierten Reihen, von 16 Einführungsformen über 10 Kogusoku-Formen, 14 innere Formen, 25 Übungsformen und 13 Schwertformen bis zu 20 Formen der Geheimlehre und Wurfklingen, und eine Kenpo-Rolle mit 70 Techniken, die ihm zufolge der Gründer selbst weitergab. Morimoto 2004 nennt aus der Hiroshima-Familie vier Rollen mit Namen von Formen, einem Bild des menschlichen Körpers mit Vitalpunkten, Beschwörungsformeln und Grundsätzen für Jujutsu, Schwertkunst und Stock. Die Nihon Kobudo Kyokai zitiert einen Grundsatz der heutigen Osaka-Linie, dass Jujutsu die Mutter aller Kampfkünste mit Waffen sei, und zeigt eine Form mit dem Kurzschwert, Kusarigama und Würfe im freien Üben, und die japanische Wikipedia ergänzt, dass sich die Osaka-Linie unter dem Einfluss anderer Hiroshima-Schulen eigenständig entwickelte und neben Jujutsu Fesseln, Stock, Schwertkunst einschließlich zweier Schwerter, Iai, Naginata, Kurzschwert, Jutte, Eisenfächer und Kusarigama führt. Green zitiert den Gründer, dass der Wandel der Kraft von Weichheit und Nachgiebigkeit abhängt und die Schule auf der Lehre des Buchs der Wandlungen steht.

Training

Yamamoto 1981 folgert, dass zuerst die 20 Formen der Einführungsreihe ohne Waffe gelernt, wiederholt geübt und je nach Fortschritt des Schülers erst danach Formen gegen bewaffnete Gegner und weitere gelehrt wurden. Der Gründer legte laut einer Schrift über seine Aussprüche das Training als fünfjährigen Weg fest: im ersten Jahr Mängel beseitigen, im zweiten die Regungen des Geistes beruhigen, im dritten die Knochen festigen, im vierten, dass dem ganzen Körper keine böse Kraft schadet, und im fünften mutig sein. Yamamoto zitiert auch die Schrift eines Schülers des zweiten Oberhaupts, nach der von vielen hundert Mitschülern nur sechs oder sieben den Kern der Schule begriffen, weil sie lernten durchzuhalten und sich nicht überwältigen zu lassen, nicht einen Weg zu siegen, und die meisten das Training auf halbem Weg aufgaben. Die heutige Osaka-Linie trainiert laut Nihon Kobudo Kyokai jeden Sonntag vormittags und nachmittags in Osaka, besucht jedes Jahr zum Trainingsbeginn den Schrein im Stadtteil Kunijima als Ort der Osaka-Überlieferung und nimmt an Vorführungen in Osaka und Hiroshima teil, die Schule schreibt auf ihrer Website, dass sie keine Oberschüler und Jüngere unterrichtet.

Graduierungen und Fortschritt

Der Gründer erhielt laut Nipponica mit 29 Jahren die Lizenz der vollständigen Überlieferung der Sekiguchi-ryu, und Yamamoto 1981 nennt als Überlieferungsbelege ein Verzeichnis der Jujutsu-Techniken und die Lizenz gokui kaiden. Osano 1991 beschreibt für den Zweig in der Provinz Kai ein Formenverzeichnis und eine Kenpo-Rolle, wobei das Stammhaus 1855 seinen Schüler nach Kai schickte und dieser dort in sieben Tagen alle Formen außer den zwanzig Formen der Geheimlehre lernte. Morimoto 2004 nennt bei der Hiroshima-Familie Rollen von 1910 mit Beschwörungsformeln und mit einem Bild des Körpers samt Vitalpunkten, ein Formenverzeichnis von 1911 und eine Grundsatzrolle von 1915. Die japanische Wikipedia führt bei der Osaka-Linie ein System von sieben Rollen an, von der halben Überlieferung über Technikverzeichnisse bis zur Geheimlehre und vollständigen Überlieferung.

Heute

Eine lebendige Linie der Shibukawa-ryu wirkt laut Nihon Kobudo Kyokai in Osaka, wo der zwölfte Lehrer sie im Dojo Seishinkan leitet, jeden Sonntag trainiert wird und die Schule an Vorführungen der Nihon Kobudo Kyokai in Osaka und Hiroshima teilnimmt. Osano 1991 bestätigt, dass die Hiroshima-Tradition und die der Linie aus Kumamoto bis heute bestehen, und die japanische Wikipedia nennt in Osaka neben dem Seishinkan auch einen Verein, den ein Inhaber der Lizenz der vollständigen Überlieferung gründete. Die Traditionen des Stammhauses in Edo und des Zweigs in der Provinz Kai erloschen laut Osano in der Taisho-Zeit. Die Nihon Kobudo Shinkokai führt Shibukawa-ryu nicht gesondert, nur die Shibukawa Ichi-ryu aus Hiroshima, deren Vertreter im Dojo Kan'okan in Hatsukaichi lehrt. Einen Artikel über die Schule haben weder Kotobank unter der älteren Schreibweise des Namens noch der Führer koryu.com noch die englische Wikipedia.

Wissenswertes

Yamamoto 1981 zitiert eine Schrift eines Schülers des Gründers, nach der fünf starke Männer, ausgewählt, um den Gründer zu prüfen, und neben ihm stehend, umfielen, sobald er die Arme schwang, und einen sieben sun dicken Stein, den die Schüler mit der Faust nicht zerschlagen konnten, nahm der Gründer in die Hände, verdrehte ihn und der Stein zerfiel. Die japanische Wikipedia gibt an, der Gründer sei angeblich 6 shaku 2 sun groß gewesen, also deutlich größer als der damalige Durchschnitt. Heibonsha schreibt, wer die Schule übernahm, nahm den Namen Bangoro an, und Yamamoto 1981 gibt an, dass die Schüler 1711 an einem Kampf mit einer anderen Schule teilnahmen, wofür das zweite Oberhaupt in Gewahrsam genommen wurde, und schließt, dass daraus das Verbot von Kämpfen mit anderen Schulen hervorging. Der Gründer ist laut Yamamoto im Tempel Sengaku-ji begraben, bekannt aus der Geschichte der treuen Samurai von Ako.

Häufige Fragen

Besteht die Shibukawa-ryu noch?

Ja, aber nicht das Stammhaus aus Edo, das laut Osano 1991 in der Taisho-Zeit erlosch und dessen neuntes Oberhaupt laut Yamamoto 1981 nach 1945 nicht mehr lehrte. Die Hiroshima-Linie, die in der Meiji-Zeit nach Osaka kam, lebt, und die Nihon Kobudo Kyokai führt sie als Mitglied mit dem zwölften Lehrer.

Was unterscheidet Shibukawa-ryu von Sekiguchi-ryu?

Wenig. Der Gründer war Schüler des zweiten Sekiguchi-ryu-Oberhaupts, laut Nipponica ist der Inhalt größtenteils eine überarbeitete Sekiguchi-ryu, und Osano 1991 schreibt, das Stammhaus führte den Namen Sekiguchi seito Shibukawa-ryu. Die Schule zeichnete sich laut Nipponica durch Betonung der Arbeit des Geistes und eines festen Stands aus.

Ist Shibukawa Ichi-ryu dasselbe wie Shibukawa-ryu?

Nein. Shibukawa Ichi-ryu führt die Nihon Kobudo Kyokai als eigenständige Schule in Hiroshima, die laut Morimoto 2015 am Ende des Shogunats Shuto Kuranoshin Mitsutoki aus drei Schulen gründete, Shibukawa-ryu, Namba Ippo-ryu und Asayama Ichiden-ryu. Die Nihon Kobudo Shinkokai führt nur sie.

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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

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