Kyushin-ryu Jujutsu
扱心流柔術Jūjutsu aus der Mitte des sechzehnten Jahrhunderts, bekannt für Schläge auf empfindliche Stellen und Wiederbelebungstechniken. Es hinterließ Spuren in Judo und Bartitsu.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Kyushin-ryu Jujutsu
Über Kyushin-ryu Jujutsu
Kyūshin-ryū ist eine japanische Schule des jūjutsu, die den Quellen zufolge um 1558 in Hikone von Inugami Nagakatsu gegründet wurde, mit vollem Namen Inugami Sakon-no-shokan Nagakatsu. Der Katalog nannte früher den Namen Inugai Garai und das Jahr 1530; beides war falsch und wurde nun korrigiert. Die Linie setzte sich fort über seinen Sohn Inugami Kyushinsai Nagatomo und seinen Enkel Inugami Gunbei Nagayasu, den ein Teil der Quellen als eigentlichen Urheber der Schule nennt. Technisch zeichnet sich Kyūshin-ryū durch die Betonung von atemi waza aus, Schlägen auf empfindliche Stellen, die in vielen jūjutsu-Schulen hinter Würfen und Hebeln zurücktreten. Damit hängt eine zweite Besonderheit zusammen: Neben Techniken, mit denen der Gegner kampfunfähig gemacht wird, lehrt die Schule kappō, auch katsu waza genannt, Wiederbelebungs- und Erste-Hilfe-Methoden. Beides gehört zusammen, denn wer lernt, wohin man schlägt, damit jemand liegen bleibt, sollte auch das Gegenteil beherrschen. Der bekannteste moderne Meister war Eguchi Yazo, der von 1845 bis 1924 lebte. Über ihn verläuft die Spur der Schule in zwei Richtungen: Kanō Jigorō wählte 1906 mehrere Techniken des Kyūshin-ryū für das moderne Judo aus, und der Engländer Edward William Barton-Wright, der bei Eguchi trainierte, nahm sie in sein Bartitsu auf. Die Schule selbst wird heute nur noch eng weitergegeben, vor allem über eine australische Linie.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
