Sokaku Takeda
Japanischer Meister aus der Domäne Aizu, Begründer des Daito-ryu Aiki-Jujutsu und Lehrer von Morihei Ueshiba, Choi Yong-sool und Ryuho Okuyama.
Auf einen Blick
JapanBiografie
Sokaku Takeda war ein japanischer Kampfkunstmeister und Begründer der Schule Daito-ryu Aiki-Jujutsu. Er wurde am 10. Oktober 1859 in der Domäne Aizu, im heutigen Präfektur Fukushima, geboren und starb am 25. April 1943.
Sein Vater Takeda Sokichi war ein Samurai-Bauer und örtlicher Kampfkunstlehrer, von dem er seine erste Ausbildung erhielt. Seine Mutter Tomi Kurokochi war die Tochter des Speer- und Schwertmeisters Dengoro Kurokochi. Er kam mit den Lehren der Schulen Hozoin-ryu und Ono-ha Itto-ryu in Berührung. Der Überlieferung nach war er auch Schüler von Kenkichi Sakakibara, zeitgenössische Belege bestätigen dies jedoch nicht.
Nach der Abschaffung des Samurai-Standes und dem Verbot des Schwerttragens konzentrierte er sich auf waffenlose Techniken. Seine Kunst nannte er zunächst Daito-ryu Jujutsu, später Daito-ryu Aiki-Jujutsu. Er reiste durch Japan und hielt Seminare für Armeeoffiziere, Polizisten und Kampfkunstinteressierte ab; über die Teilnahme und die Gebühren der Teilnehmer führte er genaue Aufzeichnungen.
Zu seinen Schülern zählten Morihei Ueshiba, Takuma Hisa, Masao Tonedate, Yukiyoshi Sagawa, Kodo Horikawa, Hosaku Matsuda, Tomekichi Yamamoto und Ryuho Okuyama. Er adoptierte den koreanischen Schüler Choi Yong-sool, der später Hapkido begründete. Sein Sohn Tokimune Takeda übernahm nach ihm die Schule Daitokan auf Hokkaido.