Hapkido
합기도Koreanische Kunst, die Hebel und Würfe mit einem reichen Trittrepertoire verbindet; auf Selbstverteidigung statt Wettkampf ausgerichtet.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Hapkido
Über Hapkido
Hapkido ist ein koreanisches Selbstverteidigungssystem, das Hebel und Würfe mit Schlägen und Tritten verbindet. Sein Begründer Choi Yong-sul lernte in Japan Daito-ryu Aiki-Jujutsu und begann nach seiner Rückkehr nach Korea 1948 eine eigene Fassung zu lehren; seine Schüler fügten die koreanische Tritttechnik hinzu und vollendeten das System. Der Name teilt die Schriftzeichen mit dem japanischen Aikido, das Ergebnis ist aber eine andere Kunst. Drei Prinzipien fassen die Arbeitsweise zusammen. Hwa (Wasser) heißt, der Kraft nicht frontal zu begegnen, sondern sie zu umfließen. Won (Kreis) besagt, dass ein Angriff nicht gestoppt, sondern in einen Bogen geführt wird, in dem er die Richtung verliert. Yu (Fluss) verlangt ununterbrochene Bewegung — die Technik soll sich entfalten, bevor der Gegner sein Gleichgewicht neu ordnen kann. Der Umfang ist groß: Hebel auf Handgelenk, Ellbogen und Schulter, Würfe und Fußfeger, Würger, Faust- und Handkantenschläge, hohe wie tiefe Tritte. Fortgeschrittene Lehrpläne ergänzen Stock, Kurzstock (Dan Bong), Schwert und Seil. Diese Breite ist zugleich die Schwäche — alles ordentlich abzudecken dauert Jahre, und viele Vereine kürzen zwangsläufig irgendwo. Eine einheitliche internationale Organisation gibt es nicht, zahlreiche Verbände führen eigene Lehrpläne und Gürtel. Hapkido hat keine starke Wettkampfszene, also gilt dasselbe wie bei anderen Selbstverteidigungssystemen: Entscheidend ist, ob im Verein auch gegen widerstehende Partner geübt wird oder nur in abgesprochener Form.
Stile & Zweige
Modernes koreanisches umfassendes Kampfsystem.
Koreanischer innerer Zweig des Hapkido von Myung Jae-nam: Kreis, Fließen und Herz, mit zwölf Grundtechniken.
Ein 1983 von Ji Han-jae gegründeter Zweig des Hapkido. Gegenüber dem Hauptstrom fügt er Meditation, Ki-Arbeit und ein eigenes System von Tritten hinzu.
Ähnliche Stile
Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
