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Boxen

Kampf allein mit den Fäusten in Handschuhen, in Gewichtsklassen und Runden — der älteste kodifizierte Kampfsport.

Wichtige Daten

HerkunftslandVereinigtes Königreich
Gründungsjahr1867
RegionEuropa
HauptfokusSchlagtechnik
KontaktstufeVollkontakt
GürtelsystemKeine Graduierungen

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieSportlich kodifiziert
Entstehungszeit19. Jahrhundert

Training

BekleidungShorts und Schützer
SparringVollkontakt
Rolle der WaffenOhne Waffen
Rolle der FormenOhne Formen
Übliche Häufigkeit3 × pro Woche

Für wen

Übliches Mindestalter9 Jahren
KinderprogrammeKindergruppen üblich
SeniorenfreundlichMit Anpassungen geeignet
Körperliche Anforderung5/5
Verletzungsrisiko4/5
Lernkurve2/5
Nutzen für Selbstverteidigung3/5
Fitness-Nutzen5/5

Organisation & Wettkampf

GraduierungssystemKeine Graduierungen
WettkampfformatVollkontakt
GewichtsklassenJa
Olympischer StatusAktuell olympisch
WeltverbandWorld Boxing (uznaná MOV); profesionální box řídí sankční organizace WBA, WBC, IBF a WBO
Geschätzte PraktizierendeÜber 10 Mio.

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeZentral
TritteNicht verwendet
WürfeNicht verwendet
BodenkampfNicht verwendet
Hebel & HaltegriffeNicht verwendet
WaffenNicht verwendet

Kataloge & Datenbanken für Boxen

📖 Glossar5 Einträge · über 3 Stile hinweg
👥 Persönlichkeiten & Meister6 Einträge · über 3 Stile hinweg
🎬 Filme mit dieser Kampfkunst5 Einträge · über 3 Stile hinweg

Über Boxen

Boxen ist der älteste der modernen Kampfsportarten und der einzige, der ausschließlich auf den Fäusten beruht. Faustkampf kannten schon Griechenland und Rom, die heutige Form stammt jedoch aus England des 18. und 19. Jahrhunderts: zuerst Broughtons Regeln von 1743, dann die London-Prize-Ring-Regeln und schließlich die Queensberry-Regeln von 1867 mit Handschuhen, Dreiminutenrunden und dem Anzählen bis zehn. Technisch ist Boxen schmal und gerade deshalb tief. Es gibt fünf Schläge — Jab, Cross, Haken, Aufwärtshaken und im weiteren Sinn den Overhand — und alle Kunst liegt darin, wie sie sich mit Beinarbeit, Deckung und Timing verbinden. Abtauchen, Deckung, Oberkörperarbeit und Rhythmus werden ebenso lange geübt wie die Schläge selbst. Das Training hat eine feste Form: Seilspringen, Schattenboxen, Pratzen, Sack, Sparring. Der konditionelle Anteil ist hoch, weil sich Runden wiederholen und die Ermüdung entscheidet. Das Amateurboxen (seit 1904 olympisch) nutzt kürzere Runden, in manchen Kategorien Kopfschutz und eine Wertung nach Treffern; das Profiboxen geht über eine längere Distanz mit anderer Taktik. Das schwerste Risiko sind wiederholte Gehirnerschütterungen — weshalb sich Regeln und ärztliche Aufsicht in den letzten Jahren ändern.

Stile & Zweige

Profiboxen

Der Profiboxkreis: längere Kämpfe, kein Kopfschutz und Titel von vier grossen Verbänden. Vom Amateurboxen unterscheidet er sich in der Taktik, nicht in der Technik.

London Prize Ring

Die Regeln des Faustkampfs im Prize Ring von 1838. Eine Runde endete mit einem Niederschlag, die Rundenzahl war unbegrenzt.

Olympisches Boxen

Die olympische Amateurform des Boxens, seit 1904 im Programm. Kürzere Kämpfe, Schutzausrüstung und eine andere Wertung als im Profiboxen.

Ähnliche Stile

Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

SchachboxenGuruli BikiIrisches Bare-Knuckle-BoxenMusangwe (Faustkampf der Venda)MoraingyDambe