Schachboxen
Ein Sport mit abwechselnden Runden Boxen und Schach. Gewonnen wird durch Matt, K.o., Zeitüberschreitung am Brett oder nach Punkten.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Über Schachboxen
Schachboxen ist ein Sport, in dem sich Boxrunden und Schachrunden abwechseln. Die Idee stammt aus dem Comic Froid Équateur des französischen Autors Enki Bilal von 1992, in dem eine Schachbox-Weltmeisterschaft stattfindet; Bilals Fassung ließ die Gegner allerdings erst einen ganzen Boxkampf austragen und danach ans Brett treten, was sich in der Praxis als undurchführbar erwies. In eine Wettkampfform brachte ihn der niederländische Performancekünstler Iepe Rubingh, der die Runden abwechseln ließ. Der erste Wettbewerb fand 2003 in Berlin statt, und im selben Jahr gewann Rubingh in Amsterdam die erste Weltmeisterschaft gegen Jean Louis Veenstra. Kurz darauf gründete er in Berlin die World Chess Boxing Organisation (WCBO), die der führende Amateurverband blieb; 2013 kam in London die World Chess Boxing Association (WCBA) von Tim Woolgar hinzu, nachdem sich beide über die Vereinheitlichung des Sports nicht einigen konnten. Ein Kampf umfasst elf abwechselnde Runden, er beginnt und endet mit Schach – also sechs Schach- und fünf Boxrunden. Jede Runde dauert drei Minuten, dazwischen liegt in der Regel eine Minute Pause. Am Brett hat jeder Spieler insgesamt neun Minuten im Blitzmodus. Gewonnen wird durch Matt, K.o. oder technischen K.o., Zeitüberschreitung am Brett, Aufgabe in einer der beiden Disziplinen oder Disqualifikation. Endet die Partie vor der letzten Runde remis, entscheidet eine zusätzliche Boxrunde nach Punkten.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
