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Irisches Bare-Knuckle-Boxen

Die irische Tradition des Faustkampfs ohne Handschuhe, belegt im Prize Ring des 19. Jahrhunderts und bis heute als unorganisierter Brauch der Travellers lebendig.

Wichtige Daten

HerkunftslandIrland
RegionEuropa
HauptfokusSchlagtechnik
KontaktstufeVollkontakt

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, informell
LinieVolkstümlich

Organisation & Wettkampf

Olympischer StatusNicht olympisch

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeZentral
TritteNicht verwendet
WürfeNicht verwendet
BodenkampfNicht verwendet
Hebel & HaltegriffeNicht verwendet
WaffenNicht verwendet

Kataloge & Datenbanken für Irisches Bare-Knuckle-Boxen

👥 Persönlichkeiten & Meister1 Einträge

Über Irisches Bare-Knuckle-Boxen

Der irische Faustkampf ohne Handschuhe hat weder Gründer noch datierbaren Anfang, und die zuweilen genannte Jahreszahl 1700 stützt sich auf nichts. Der belegte Markstein liegt erst in der Zeit des Prize Ring: Am 13. November 1815 schlug Dan Donnelly auf der Ebene des Curragh of Kildare den Engländer George Cooper; die Stelle wurde zu Donnelly's Hollow und erhielt später ein Denkmal. Donnelly war der erste irische Sportler von landesweitem Ruf, und seine Kämpfe leben bis heute in Balladen fort. Hier ist eine Unterscheidung nötig, weil drei verschiedene Dinge oft zu einem verwoben werden. Dornálaíocht ist der Faustkampf; Coraíocht ist das irische Ringen, vor allem der Stil Collar and Elbow, also eine Ringdisziplin mit Beinstellern, Würfen und Griffen und kein Boxen; Bataireacht ist der Stockkampf, verbunden mit dem Shillelagh und mit den Straßenschlachten der sogenannten Fraktionen im 18. Jahrhundert. Ältere Übersichten führen zusätzlich Speachóireacht, das Treten, auf. Technisch unterscheidet sich der Kampf ohne Handschuhe vom modernen Boxen dadurch, dass die Hände ungeschützt sind. Die Führhand wird weiter vom Körper entfernt gehalten, der Nachdruck liegt auf dem Decken mit dem Unterarm und auf der Beinarbeit statt auf dem Verstecken hinter Handschuhen, und die Schläge zielen dorthin, wo die Knöchel nicht brechen. Heute hat der irische Faustkampf weder Verband noch Wettkampfsystem. Am sichtbarsten überlebt er als Brauch der Irish Travellers, wo der sogenannte Fair Fight Streitigkeiten zwischen Familien nach ungeschriebenen Regeln und vor Zeugen austrägt.

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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

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