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London Prize Ring

Regeln des englischen Boxens mit bloßen Fäusten von 1838, 1853 revidiert. Die Runde endete mit einem Sturz, die Rundenzahl war unbegrenzt, der letzte Titelkampf danach fand 1889 statt.

Wichtige Daten

HerkunftslandVereinigtes Königreich
Gründungsjahr1838
RegionEuropa
HauptfokusSchlagtechnik
KontaktstufeVollkontakt

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieSportlich kodifiziert
Entstehungszeit19. Jahrhundert

Organisation & Wettkampf

Olympischer StatusNicht olympisch

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeZentral
TritteNicht verwendet
WürfeBedeutend
BodenkampfAm Rande
Hebel & HaltegriffeNicht verwendet
WaffenNicht verwendet

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Über London Prize Ring

London Prize Ring Rules sind die Regeln des englischen Boxens mit bloßen Fäusten, die laut Encyclopaedia Britannica ab 1838 galten und 1853 überarbeitet wurden. Sie ersetzten die Regeln aus Broughtons Amphitheater von 1743, die laut dem Buch Fistiana (1841) bis 1838 galten. Zur Änderung führte laut Fistiana der tödliche Kampf zwischen Owen Swift und Brighton Bill am 13. März 1838. Der Ring war nach den Regeln von 1838 ein Quadrat mit 24 Fuß Seitenlänge, begrenzt von acht Pfählen und doppelten Seilen, in der Mitte lag eine Linie namens scratch. Die Runde endete, wenn einer der Kämpfer am Boden lag, und nach 30 Sekunden musste er ohne Hilfe innerhalb von acht Sekunden zur Linie gehen, sonst verlor er. Anzahl und Dauer der Runden begrenzten die Regeln laut Green nicht. Fouls waren unter anderem Kopfstoß, Schlag auf den am Boden Liegenden, Tiefschlag, Augenausstechen, Beißen und Treten. Die Profis lehnten laut Britannica die Queensberry-Regeln von 1867 zunächst ab, und den letzten Meisterschaftskampf im Schwergewicht nach den Londoner Regeln gewann 1889 John L. Sullivan gegen Jake Kilrain in 75 Runden.

Geschichte

Fistiana berichtet, dass nach den alten Broughton-Regeln die Sekundanten erschöpfte Kämpfer zur Linie tragen durften, und nennt das als Ursache für das tödliche Ende des Kampfes von 1838. Die Chronologie im selben Buch führt zum 26. August 1743 Broughtons sieben Regeln an, die ihr zufolge Kapitän Godfrey niederschrieb, während Green Broughtons Regeln ins Jahr 1741 setzt. London Prize Ring Rules gab laut Green die Pugilists Protective Association heraus, Revisionen folgten 1853 und 1866. Miles druckte in Pugilistica die Rules of the Ring in der Revision der Pugilistic Association ab, die laut ihm eine Generalversammlung einstimmig annahm, und der Kampf Sayers gegen Heenan wurde laut ihm nach den neuen Regeln von 1853 ausgetragen.

Was es unterscheidet

Broughtons Regeln sahen laut Pancratia von 1812 ein mit Kreide gezeichnetes Quadrat von einem Yard Seitenlänge in der Mitte der Bühne und eine halbe Minute vor, innerhalb der der Sekundant den Mann nach einem Sturz heranführen musste. Miles gibt an, dass nach dem Kampf Swifts mit Brighton Bill das Tragen der Kämpfer zur Linie abgeschafft wurde. Die Queensberry-Regeln führten laut Britannica gepolsterte Handschuhe, Dreiminutenrunden mit einer Minute Pause, zehn Sekunden zum Aufstehen ohne Hilfe und ein Verbot des Kampfes im Clinch ein, Green datiert sie auf 1866 und gibt an, dass sie zwölf Punkte hatten.

Technik

Die Regeln von 1838 verlangten laut Fistiana einen ehrlichen Stehkampf und verboten Kopfstoß, Schlag auf den Liegenden, Tiefschlag, Greifen unter der Taille oder am Oberschenkel im Clinch, Augenausstechen, Reißen am Fleisch mit Fingern oder Nägeln, Beißen, Treten und das Fallenlassen der Knie auf den Liegenden. Wer sich absichtlich ohne Schlag hinlegte, verlor, außer beim Herauswinden aus einem Griff. Der revidierte Text bei Miles verbot, Stein, Stock oder Kolophonium in der Hand zu halten und den Gegner an den Seilen einzuklemmen, und wer vor einem Angriff aus dem Ring floh, verlor.

Training

Fistiana schreibt, das Ziel des Trainings eines Boxers sei, Kraft, Beweglichkeit, Atem und die Fähigkeit zu steigern, Anstrengung und Schläge auszuhalten, also das, was bottom hieß. Broughton kündigte laut ihr im Februar 1747 im Daily Advertiser eine Akademie am Haymarket an, wo Boxen mit Hilfsmitteln namens mufflers gelehrt wurde, die vor einem Veilchen, einem gebrochenen Kiefer und Nasenbluten schützen sollten. Green gibt an, dass Broughton seine Unterrichtsstunden Vorlesungen nannte.

Wettkampf

Den Kampf nach den Regeln von 1838 leiteten zwei umpires und ein Ringrichter, den sie wählten und dessen Entscheidung endgültig war. Jeder Boxer hatte ein Tuch seiner Farbe, die Tücher wurden an einen Pfahl gebunden und der Sieger nahm sie als Trophäe mit. Niemand außer den Richtern und dem Personal durfte näher als zehn Fuß am Ring stehen. Der revidierte Text bei Miles erlaubte nur Spikes in Schuhen, die von der Pugilistic Association genehmigt waren, und verhängte gegen Sekundanten für das Nähertreten während der Runde 5 Schilling Strafe. Gewichtsklassen wurden laut Green in den 1850er Jahren eingeführt, Schwergewicht über 156 Pfund, Mittelgewicht 134 bis 156 und Leichtgewicht unter 134 Pfund.

Heute

Die Mississippi Encyclopedia gibt an, dass der Kampf Sullivans mit Kilrain am 8. Juli 1889 in Richburg in Mississippi 75 Runden nach den London Prize Ring Rules dauerte und die Runden mit einem Niederschlag endeten, weil die Dreiminutenrunde noch nicht eingeführt war. Britannica schreibt, dass die Queensberry-Regeln zuerst von jüngeren Boxern übernommen wurden und dass Kämpfe mit Handschuhen auch Jem Mace populär machte. Green bezeichnet die Queensberry-Regeln als Grundlage des heutigen Boxens. Eine Organisation, die heute nach den London Prize Ring Rules kämpft, konnten wir nicht finden.

Wissenswertes

Ungar gibt bei Broughtons Regeln an, dass die Boxer 30 Sekunden hatten, um in die Mitte des Rings zur Linie zurückzukehren, daher stammt die englische Redensart up to scratch. Die Regeln von 1838 schrieben laut Fistiana vor, dass sich ihnen auch Bühnenkämpfe so weit wie möglich anpassen.

Häufige Fragen

Wodurch unterschieden sich die London Prize Ring Rules von den Queensberry-Regeln?

Laut Britannica führten die Queensberry-Regeln gepolsterte Handschuhe, Dreiminutenrunden mit einer Minute Pause, zehn Sekunden zum Aufstehen und ein Verbot des Kampfes im Clinch ein. Nach den Londoner Regeln endete die Runde mit einem Sturz und die Rundenzahl war unbegrenzt.

Warum entstanden die London Prize Ring Rules?

Fistiana gibt an, dass der tödliche Kampf zwischen Owen Swift und Brighton Bill im März 1838 zu ihnen führte. Nach den alten Broughton-Regeln durften die Sekundanten erschöpfte Kämpfer zur Linie tragen.

Wann wurde zuletzt nach den London Prize Ring Rules gekämpft?

Britannica nennt als letzten Meisterschaftskampf im Schwergewicht den von 1889, als John L. Sullivan Jake Kilrain in 75 Runden besiegte.

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