Yiquan
意拳Die innere chinesische Kunst, die als einzige die Formen abschaffte. Grundlage ist regungsloses Stehen; Wang Xiangzhai hielt eingelernte Folgen für fesselnd.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Yiquan
Über Yiquan
Yiquan, später auch Dachengquan, begründete in den 1920er Jahren Wang Xiangzhai und tat dabei etwas, das in den chinesischen Künsten ohne Beispiel ist: Er schaffte die Formen ab. Wang kam aus dem Xingyiquan, kam aber zu dem Schluss, dass eingelernte Bewegungsfolgen den Übenden eher binden als lehren — man kann dann die Form, nicht den Kampf. Also strich er sie ganz und behielt nur, was er für das Wesentliche hielt. Grundlage des Trainings ist Zhan Zhuang, das Stehen wie ein Pfahl: Der Übende nimmt eine Haltung ein und verharrt lange Minuten regungslos. Äusserlich geschieht nichts, tatsächlich sucht man die Verbindung des ganzen Körpers, gleichmässige Spannung und die Fähigkeit, Struktur ohne überflüssige Muskelarbeit zu halten. Darauf folgt Shi Li, das Prüfen der Kraft in sehr langsamer Bewegung, und Mocabu, das Gehen in derselben Spannung. Erst am Ende kommen freie Bewegung und Kampf. Der Name Yiquan heisst Faust der Absicht. Der Stil gilt bis heute als langweilig anzusehen und fordernd, denn ohne Formen gibt es nichts vorzuführen.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
