Naha-te
那覇手Eine der drei okinawanischen Ortstraditionen, aus denen das Karate hervorging. Keine Schule mit Gründer; Gōjū-ryū und Uechi-ryū gehen daraus hervor.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Naha-te
Über Naha-te
Naha-te ist eine der drei okinawanischen Kampftraditionen, aus denen das Karate hervorging. Den Namen trägt es nach der Stadt Naha — einst dem Handelszentrum der Insel, heute der Hauptstadt der Präfektur. Die beiden anderen sind Shuri-te nach dem alten Königssitz und Tomari-te nach dem Dorf Tomari. Wesentlich ist, was Naha-te nicht ist. Es ist keine Schule, die jemand gegründet hätte, und hat weder Gründer noch Gründungsjahr. Es ist eine örtliche Tradition: die Summe dessen, was in jener Stadt geübt und weitergegeben wurde, bevor sich die okinawanische Praxis in benannte Schulen mit eigenen Lehrplänen teilte. Die Meister, die die Quellen mit den Traditionen verbinden, sind deren bedeutende Vertreter, nicht ihre Urheber — die Traditionen sind älter als jeder von ihnen. Der bekannteste Vertreter des Naha-te ist Higaonna Kanryō. Technisch wird Naha-te herkömmlich als der Strang mit tieferem Schwerpunkt, kürzerer Distanz und ausgeprägter Atemarbeit beschrieben, gegenüber dem als schneller und linearer geltenden Shuri-te. Diese Einteilung ist allerdings eine Vereinfachung späterer Autoren; die zeitgenössischen Quellen kannten eine solche Grenze nicht. Die Bedeutung des Naha-te liegt in dem, was aus ihm hervorging: Shōrei-ryū, Gōjū-ryū, Uechi-ryū, Ryūei-ryū und Shitō-ryū — ein beträchtlicher Teil des heutigen Weltkarate.
Ähnliche Stile
Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
