Shorin-ryu Seibukan
少林流聖武館Eine okinawanische Schule von 1962, die die Linie Chotoku Kyans am treuesten hält. Sie brachte keine neue Lehre, sondern bewahrt das Vorkriegs-Karate.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Shorin-ryu Seibukan
Über Shorin-ryu Seibukan
Shorin-ryu Seibukan ist eine okinawanische Karateschule, die Zenryo Shimabukuro, der von 1906 bis 1969 lebte, 1962 in Yonabaru auf Okinawa eröffnete. Shimabukuro war der vorderste Schüler Chotoku Kyans, bei dem er rund zehn Jahre übte, und seine Schule gehört zu den treuesten Trägern der Kyan-Linie. Genau das ist ihr bestimmender Zug: Seibukan brachte keine neue Lehre, sondern hält die Gestalt des Karate so, wie Kyan sie lehrte, was sie zu einem der wenigen festen Punkte für den Vergleich macht, wie okinawanisches Karate vor seiner Nachkriegswandlung aussah. Der Stil heißt auch Sukunaihayashi, die okinawanische Lesung der Zeichen für Shorin. Technisch hält er an natürlichen hohen Ständen, kurzer Distanz und sparsamer Bewegung fest; er arbeitet nicht mit weitem Ausholen und nicht mit den tiefen Ständen, die mit dem japanischen Turnwesen ins Karate kamen. Der Name Seibukan bedeutet etwa Schule der heiligen Kunst. Nach seinem Tod 1969 übernahm sein Sohn Zenpo Shimabukuro die Leitung. Die Katalogangabe, die Zenpo als Gründer nennt, ist falsch — Gründer war sein Vater Zenryo.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
