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Shorinji-ryu Kenkokan

少林寺流拳行館

Japanisches Karate von Kori Hisataka aus dem Jahr 1945: senkrechte Faust, Fersentritt und Vollkontaktkampf in Schutzausrüstung.

Wichtige Daten

HerkunftslandJapan
Gründungsjahr1945
RegionAsien
HauptfokusSchlagtechnik
KontaktstufeLeichter Kontakt
Gürtelsystem20 Stufen

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieTraditionell
Entstehungszeit20. Jahrhundert

Training

BekleidungTraditionelle Kleidung
SparringNur Partnerübungen
Rolle der WaffenWaffen optional
Rolle der FormenFormen im Zentrum

Für wen

KinderprogrammeKein Kindertraining
SeniorenfreundlichAuch für Senioren geeignet
Körperliche Anforderung2/5
Verletzungsrisiko2/5
Lernkurve5/5
Nutzen für Selbstverteidigung2/5
Fitness-Nutzen3/5

Organisation & Wettkampf

GraduierungssystemZertifikate
WettkampfformatKeine Wettkämpfe
GewichtsklassenNein
Olympischer StatusNicht olympisch
Geschätzte PraktizierendeUnter 10 000

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeZentral
TritteBedeutend
WürfeAm Rande
BodenkampfNicht verwendet
Hebel & HaltegriffeAm Rande
WaffenNicht verwendet

Kataloge & Datenbanken für Shorinji-ryu Kenkokan

📜 Traditionelle Katas5 Einträge
👊 Technik-Datenbank22 Einträge
📖 Glossar66 Einträge
👥 Persönlichkeiten & Meister1 Einträge

Über Shorinji-ryu Kenkokan

Shorinji-ryu Kenkokan ist eine Karateschule, die Kori Hisataka (1907-1988) kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, im Jahr 1945, gegründet hat. Hisataka lernte okinawanisches Karate bei Chotoku Kyan und Sanda Kanagusuku und trainierte gleichzeitig Judo im Kodokan, wo er nach nur einem Jahr Training den vierten Dan erreichte — diese doppelte Prägung ist der Schule bis heute anzumerken. Von den meisten okinawanischen Linien unterscheidet sich Kenkokan durch drei Merkmale, die Hisataka bewusst einführte. Das erste ist die senkrechte Faust (tate ken) anstelle der üblichen Faust mit nach unten gedrehter Handfläche; das zweite ist ein Tritt, der mit der Ferse statt mit dem Fußrücken oder dem Fußballen ausgeführt wird; das dritte ist der Grundsatz, dass ein Schlag vom ganzen Körper getragen wird und die Bewegung beim Auftreffen nicht endet, sondern weitergeführt wird. Das auffälligste Merkmal der Schule ist jedoch die Art des Kämpfens. Neben dem abgesprochenen yakusoku kumite wird in Schutzausrüstung trainiert, die volle Treffer erlaubt, ohne die Technik im letzten Moment abbremsen zu müssen — ein Kompromiss, der im traditionellen Karate sonst üblich ist. Hisataka zog sich 1974 zurück, und die Leitung übernahm sein Sohn Masayuki Hisataka (geboren 1940), der die Schule ins Ausland ausdehnte. Aus der ursprünglichen Linie spalteten sich nach und nach mehrere eigenständige Organisationen ab: Kenyukai Watanabe-Ha, Genbukan, Kenryukan, Kentokukan und Koshinkai. Kenkokan ist heute daher keine einzelne Organisation, sondern eine Familie von Zweigen mit einer gemeinsamen technischen Grundlage.

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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

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