Shorinji-ryu Kenkokan
少林寺流拳行館Japanisches Karate von Kori Hisataka aus dem Jahr 1945: senkrechte Faust, Fersentritt und Vollkontaktkampf in Schutzausrüstung.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
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Über Shorinji-ryu Kenkokan
Shorinji-ryu Kenkokan ist eine Karateschule, die Kori Hisataka (1907-1988) kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, im Jahr 1945, gegründet hat. Hisataka lernte okinawanisches Karate bei Chotoku Kyan und Sanda Kanagusuku und trainierte gleichzeitig Judo im Kodokan, wo er nach nur einem Jahr Training den vierten Dan erreichte — diese doppelte Prägung ist der Schule bis heute anzumerken. Von den meisten okinawanischen Linien unterscheidet sich Kenkokan durch drei Merkmale, die Hisataka bewusst einführte. Das erste ist die senkrechte Faust (tate ken) anstelle der üblichen Faust mit nach unten gedrehter Handfläche; das zweite ist ein Tritt, der mit der Ferse statt mit dem Fußrücken oder dem Fußballen ausgeführt wird; das dritte ist der Grundsatz, dass ein Schlag vom ganzen Körper getragen wird und die Bewegung beim Auftreffen nicht endet, sondern weitergeführt wird. Das auffälligste Merkmal der Schule ist jedoch die Art des Kämpfens. Neben dem abgesprochenen yakusoku kumite wird in Schutzausrüstung trainiert, die volle Treffer erlaubt, ohne die Technik im letzten Moment abbremsen zu müssen — ein Kompromiss, der im traditionellen Karate sonst üblich ist. Hisataka zog sich 1974 zurück, und die Leitung übernahm sein Sohn Masayuki Hisataka (geboren 1940), der die Schule ins Ausland ausdehnte. Aus der ursprünglichen Linie spalteten sich nach und nach mehrere eigenständige Organisationen ab: Kenyukai Watanabe-Ha, Genbukan, Kenryukan, Kentokukan und Koshinkai. Kenkokan ist heute daher keine einzelne Organisation, sondern eine Familie von Zweigen mit einer gemeinsamen technischen Grundlage.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
