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Shorei-ryu

Ein Ordnungsbegriff, keine Schule. Die Karate-Einteilung in kraftvolles Shorei und leichtes Shorin verwendete Funakoshi, doch die Quellen sind uneins, was sie genau meint.

Wichtige Daten

HerkunftslandJapan
RegionAsien
HauptfokusSchlagtechnik
KontaktstufeVollkontakt
GürtelsystemKeine Graduierungen

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieTraditionell
Entstehungszeit19. Jahrhundert

Training

BekleidungGi erforderlich
SparringMittlerer Kontakt
Rolle der WaffenWaffen optional
Rolle der FormenFormen im Zentrum

Für wen

KinderprogrammeKindergruppen üblich
SeniorenfreundlichMit Anpassungen geeignet
Körperliche Anforderung3/5
Verletzungsrisiko2/5
Übertrag auf Selbstverteidigung3/5
Konditioneller Nutzen4/5
Wie wir die Skalen bewerten →

Organisation & Wettkampf

GraduierungenNein
WettkampfformatPunktkampf
GewichtsklassenJa
Olympischer StatusNicht olympisch
Geschätzte PraktizierendeUnter 10 000

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeZentral
TritteBedeutend
WürfeAm Rande
BodenkampfNicht verwendet
Hebel & HaltegriffeAm Rande
WaffenNicht verwendet

Kataloge & Datenbanken für Shorei-ryu

👊 Technik-Datenbank1 Einträge
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📖 Glossar30 Einträge
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Über Shorei-ryu

Shorei-ryu ist keine Schule mit belegter Linie, sondern ein Einordnungsbegriff. Der Okinawa-Verband für traditionelles Karate schreibt, Karate teile sich grob in Shorei-ryu und Shorin-ryu, der Begründer des Shorei sei angeblich kräftig gewesen, der des Shorin schlank, Itosu Anko habe Shorei-ryu vertreten und Asato Anko Shorin-ryu, und Itosus Stil sei zu sechs Zehnteln von Naha geprägt gewesen, weil Naha Shorei war. Funakoshi Gichin teilt in Karate-do kyohan (1935) auf diese Weise kata ein, nicht Schulen oder Gebiete. Zu Shorei-ryu zählt er Tekki, Jutte, Hangetsu und Jion, Formen, die Kraft und Muskeln entwickeln und bei einem kräftigen Mann eindrucksvoll wirken, zu Shorin-ryu Heian, Bassai, Kanku, Empi und Gankaku, leicht und schnell wie der Flug eines Falken. Beide Seiten hätten Schwächen und Stärken, keine sei besser. Sanchin, Seisan und Naha-te erwähnt er in dieser Einteilung nicht. In der englischen Übersetzung von Itosus zehn Artikeln von 1908 steht, in alter Zeit seien aus China zwei Schulen des Karate gekommen, Shorin und Shorei, doch diese Übersetzung haben wir nur von einer Website ohne Quellenangabe. Funakoshi hat den Begriff also nicht eingeführt, sondern nur verwendet.

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Die Enzyklopädie Martial Arts of the World (Green 2001) führt an, Shuri-te sei informell als Shorin-ryu und Naha-te als Shorei-ryu bekannt gewesen, dem widerspricht aber Funakoshis Zuordnung der kata Tekki (Naihanchi) und Jion aus dem Shuri-Lehrplan zu Shorei sowie der Verband selbst, der Itosu aus Shuri als Vertreter des Shorei nennt. Die offiziellen Quellen Okinawas (Präfektur, Kabinettsbüro (Okinawa-Politik) und Okinawa-Karate-Informationszentrum) verwenden Shorei-ryu nicht als Namen einer Linie oder Schule. Eine Herleitung des Namens vom Tempel Shorei-ji haben wir in den Quellen nicht gefunden, Funakoshi erklärt nur Shorin vom Shaolin-Tempel. Laut der englischen Wikipedia verwendete der amerikanische Pionier Robert Trias für seine Schule Namen wie Goju-Shorei-ryu und ab 1964 Shuri-ryu. Higaonna Kanryo ist der Erneuerer von Naha-te, nicht der Begründer von Shorei-ryu.

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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

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