Aikido
合気道Japanische Kunst der Würfe und Hebel, die Morihei Ueshiba aus dem Daito-ryu aiki-jujutsu entwickelte. Geübt wird vor allem in Partner-Kata, Wettkampf nur in einem Teil der Schulen.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Vergleiche
Kataloge & Datenbanken für Aikido
Über Aikido
Das Aikido entwickelte Morihei Ueshiba (1883–1969) Ende der zwanziger und in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts. Ab 1915 studierte er Daito-ryu aiki-jujutsu bei Sokaku Takeda, 1922 erhielt er von ihm die Lizenz kyoju dairi, und die offizielle Bindung an das Daito-ryu dauerte bis 1937. Seine Kunst lehrte er zunächst unter den Namen aiki-jujutsu, Ueshiba-ryu und aiki budo, den Namen Aikido nahm er 1942 an. Das Dojo Kobukan in Tokio gründete er im April 1931, nach dem Krieg wurde daraus das Hombu dojo der Stiftung Aikikai.
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Die Technik beruht auf den Prinzipien irimi (Eintreten) und tenkan (Drehung), auf Würfen wie shiho nage und kote gaeshi und auf den Hebeln ikkyo bis gokyo. Geübt wird im Stand, im Sitzen (suwari waza) und in der Position hanmi handachi, bei der der Angreifer steht und der Verteidiger sitzt. Atemi dient als Schlag auf eine verletzliche Stelle oder zur Ablenkung der Aufmerksamkeit vor dem Wurf. Ein großer Teil der technischen Struktur stammt aus dem Kenjutsu, und zu den traditionellen Hilfsmitteln gehören bokken, jo und tanto. Trainiert wird vor allem in Partner-Kata: uke greift an, tori führt die Technik aus, und die Rollen wechseln. Ukemi, also das Aufnehmen der Technik und das sichere Fallen, ist eine eigene Fertigkeit. Das Aikikai behielt das Training ohne Wettkampf bei, und das Yoshinkan von Gozo Shioda (1955) übt freies Randori üblicherweise nicht. Eine Ausnahme ist das Shodokan von Kenji Tomiki, das im tanto randori, im toshu randori und in einer bewerteten Partner-Kata antritt und in dem der Verteidiger im Randori Widerstand leistet. Die Ki Society von Koichi Tohei veranstaltet Wettkämpfe im taigi. Die Grade kyu und dan unterscheiden sich zwischen den Organisationen und sind nicht austauschbar, im Aikikai stellt die Stiftung Urkunden über Grade mit der Unterschrift des doshu aus. Die Studie von Zetaruk u. a. (British Journal of Sports Medicine, 2005) stellte bei 51 % von 47 Aikidoka eine Verletzung mit Trainingsausfall innerhalb eines Jahres fest, mit höherem Risiko für Kopf, Hals und obere Extremitäten als beim Karate.
Geschichte
Aikido entwickelte Morihei Ueshiba (1883–1969) Ende der zwanziger und in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts durch die Synthese früherer Studien. 1911 übte er Judo bei Kiyoichi Takagi, ab 1915 studierte er Daito-ryu Aiki-jujutsu bei Sokaku Takeda in Engaru auf Hokkaido. 1922 hielt sich Takeda etwa viereinhalb Monate bei Ueshiba in Ayabe auf und verlieh ihm am 15. September die Lizenz kyoju dairi. Takedas Schülerverzeichnisse (eimeiroku) führen Ueshiba bei 13 belegten Seminaren aus den Jahren 1915–1931, die offizielle Verbindung zu Daito-ryu dauerte bis 1937.
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Aus Daito-ryu und der Lehre von Sokaku Takeda geht auch das koreanische Hapkido hervor. Sein Begründer Choi Yong-sool studierte nach eigener Erzählung etwa 30 Jahre bei Takeda, Takedas Aufzeichnungen bestätigen aber nur ein kürzeres Studium. Hebel am Handgelenk und am Ellbogen haben beide Künste gemeinsam, sie unterscheiden sich in der Philosophie und in der Ausführung der Techniken. Seine Kunst lehrte Ueshiba zunächst als Aiki-jujutsu, Ueshiba-ryu und Aiki budo. Den Namen Aikido nahm er 1942 an, als sich seine Gruppe dem Dai Nippon Butoku Kai anschloss. Das dojo Kobukan in Tokyo gründete er im April 1931, nach dem Krieg wurde daraus das Hombu dojo. Minoru Mochizuki, Schüler von Jigoro Kano und Gichin Funakoshi, war in den Jahren 1930–1931 uchi-deshi im Kobukan und eröffnete dann in Shizuoka das dojo Yoseikan. Nach dem Krieg besuchte Mochizuki 1951 Frankreich, Koichi Tohei gründete 1953 ein dojo auf Hawaii, und 1955 folgte das Vereinigte Königreich.
Technik
Die Technik beruht auf den Prinzipien irimi (Eintreten), tenkan (Drehung), atemi, kokyu-ho (Steuerung des Atems) und sankaku-ho (Dreiecksprinzip). Die Hebel bilden fünf Lehren, ikkyo bis gokyo, zu den grundlegenden Würfen gehören shiho nage (Wurf in vier Richtungen) und kote gaeshi (Rückführung des Unterarms). Geübt wird im Stand (tachi waza), im Sitzen (suwari waza) und in der Position hanmi handachi, bei der uke steht und tori sitzt. Atemi dient als Schlag auf eine verletzliche Stelle oder als Ablenkung der Aufmerksamkeit vor dem Wurf. Das Yoshinkan lehrt 6 kihon dosa (grundlegende Bewegungen) und rund 150 kihon waza (grundlegende Techniken). Randori gegen mehrere Angreifer wird für höhere Grade verlangt, im Shodokan findet es eins gegen eins statt, und beide Teilnehmer greifen an und kontern.
Training
Viele Dojo beginnen mit der Aufwärmübung junbi taiso mit Dehnen und Fallübungen. Dann überwiegt die Partner-Kata: uke greift an, tori führt die Technik aus, und die Rollen wechseln. Ukemi, das Aufnehmen der Technik und das sichere Fallen, ist eine eigene Fertigkeit. Der Schwerpunkt liegt eher auf Lockerheit, Beweglichkeit der Gelenke, Geschmeidigkeit und Ausdauer als auf Kraft. Das Maß des Widerstands unterscheidet sich je nach Schule. Kritiker weisen darauf hin, dass schwache Angriffe von uke zu bedingten Reaktionen von tori führen. Das Yoshinkan übt freies Randori üblicherweise nicht, im Shodokan leistet der Verteidiger im tanto randori Widerstand gegen ein Übungsmesser. Der Stil Iwama übt die Waffen aiki-ken und aiki-jo. Das Hombu dojo trainiert sieben Tage in der Woche, eine empfohlene Trainingshäufigkeit haben wir nicht gefunden.
Graduierungen und Fortschritt
Aikido kennt Schülergrade (Kyu) mit weißem Gürtel und Meistergrade (Dan) mit schwarzem Gürtel. Die Standards der Organisationen unterscheiden sich, die Grade sind daher nicht austauschbar, und manche Dojo legen ein Mindestalter für die Dan-Prüfung fest. Das Hombu dojo Aikikai prüft fünf Kyu-Grade und Dan-Grade 1 bis 4. Der 5. Kyu erfordert 30 Trainingstage, für den 1. Dan 70 Tage nach dem 1. Kyu und ein Mindestalter von 15 Jahren, für den 4. Dan ein Mindestalter von 22 Jahren. Die internationalen Vorschriften des Aikikai lassen Dan-Grade 1 bis 8 zu. Im Aikikai stellt die Stiftung mit Unterschrift des Doshu Urkunden über Grade und Instruktorentitel aus, und das Hombu zertifiziert auch die Grade anerkannter ausländischer Organisationen. Yoshinkan veranstaltet den elfmonatigen Intensivkurs Senshusei, in der Ki Society werden Schüler in Ki- und Aikido-Stunden beurteilt.
Für wen
Das Hombu dojo des Aikikai hat eine Frauen- und eine Kinderstunde, Alter und Inhalt haben wir nicht gefunden. Kinderprogramme und Wettkämpfe weiterer Schulen sowie eine Studie an Kindern haben wir ebenfalls nicht gefunden. Die Ki Society unterrichtet Schüler aller Altersgruppen. Zetaruk u. a. (British Journal of Sports Medicine, 2005) beobachteten 47 Aikidoka: Eine Verletzung mit Trainingsausfall binnen eines Jahres erlitten 51 % von ihnen, bei 114 Karateka des Shotokan in derselben Studie 30 %. Die Aikidoka hatten ein höheres Risiko für Kopf und Hals, obere Gliedmaßen und Weichteile. Das Risiko stieg mit dem Alter ab 18 Jahren, mit 3 und mehr Jahren Praxis und mit Training über 3 Stunden pro Woche. Die Autoren schließen, dass Kampfkünste für junge Sportler als sicher erscheinen, besonders für Anfänger. Saruhan und Bavli (2023) stellten bei 30 Anfängern nach 8 Wochen Aikido eine Verbesserung des statischen Gleichgewichts fest. Die Übersicht von Szabolcs u. a. (2017, 20 Artikel) nennt Vorteile für Beweglichkeit und Gleichgewicht, aber auch methodische Mängel.
Wettkampf
Das Aikikai behielt Ueshibas Training ohne Wettkampf bei, und das Yoshinkan meidet Wettkämpfe. Wettkämpfe führte das Shodokan des Judoka Kenji Tomiki ein, der die Techniken nach dem aufbaute, was im Judo funktionierte. Das Shodokan tritt im tanto randori an, in dem sich die Gegner mit einem Übungsmesser abwechseln, im toshu randori ohne Waffe und im embu, einer bewerteten Partner-Kata. Gewertet wird tanto tsukiari 1, yuko 1, waza-ari 2 und ippon 4. Die Wettkämpfe begannen 1967, und die Weltmeisterschaft findet alle zwei Jahre statt. Ein Teil der Aikidoka hält sie für einen Widerspruch zum Geist des Aikido. Die Ki Society tritt im taigi an, mit Bewertung von Rhythmus, Gleichgewicht und Einsatz des ki.
Ausrüstung
Geübt wird im keikogi (aikidogi), üblicherweise weiß, in der dicken Judo- oder der dünnen Karate-Baumwollvariante. Hakama tragen in vielen Schulen Inhaber eines Dan oder Ausbilder. Zu den traditionellen Hilfsmitteln gehören bokken (Holzschwert), jo (kurzer Stock) und tanto (Messer). Im Shodokan tanto randori benutzt der Angreifer ein Übungsmesser aus Gummi oder ein gepolstertes. Schutzausrüstung wird für das übliche Training nicht genannt.
Philosophie
Das erklärte Ziel des Aikido ist, sich selbst zu überwinden, nicht Gewalt zu pflegen. Ueshiba nannte dieses Prinzip masakatsu agatsu katsuhayabi. Im November 1919 trat er in Ayabe dem Omoto-kyo bei, und die Begegnung mit Onisaburo Deguchi eröffnete ihm den Zugang zu einflussreichen politischen und militärischen Kreisen. Den Begriff takemusu aiki inspirierte die Arbeit von Koun Nakanishi über kotodama, mit der sich Ueshiba nach dem Krieg in Iwama vertraut machte. Die Ki Society von Koichi Tohei geht von der Disziplin Shin Shin Toitsu-do aus und lehrt vier Prinzipien: One Point, Relax Completely, Keep Weight Underside und Extend Ki.
Stile und Schulen
Die meisten Aikido-Übenden trainieren im Rahmen der Stiftung Aikikai mit Sitz im Hombu dojo. Der japanische Staat erkannte sie am 9. Februar 1948 an, und seit dem 18. Januar 1999 wird sie vom dritten Doshu Moriteru Ueshiba geleitet. Aikikai ist der einzige Vertreter des Aikido im Japanischen Budo-Verband, neben den Verbänden für Judo, Kendo, Karate und andere.
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Aus den Schülern Ueshibas gingen eigenständige Richtungen hervor. Shioda Gozo, der ab 1932 etwa acht Jahre bei Ueshiba trainiert hatte, gründete 1955 Yoshinkan. 1957 schuf er das Programm Senshusei für die Tokioter Polizei und 1990 einen internationalen Kurs für Instruktoren. Tomiki Kenji, ein Schüler von Jigoro Kano, eröffnete im Juli 1967 das Dojo Shodokan, das erste ausschließlich für Aikido bestimmte. Seine Richtung führte Wettkämpfe ein, bei denen man laut Britannica Punkte durch schnelles Berühren des Gegners mit einem Gummi- oder Holzmesser erzielt und der Gegner versucht, den Angreifer zu entwaffnen. Tohei Koichi trennte sich 1974 von Kisshomaru Ueshiba in der Auslegung des Aikido, verließ den Aikikai und gründete Shinshin Toitsu Aikido. Saito Morihiro leitete von 1969 bis zu seinem Tod im Jahr 2002 das Dojo in Iwama mit dem Aiki-Schrein und lehrte dort neben Techniken ohne Waffe auch das Schwert aiki-ken und den Stock aiki-jo, seit 2003 verwaltet das Hombu dojo das Dojo direkt. Mochizuki Minoru, den 1930 Jigoro Kano selbst zu Ueshiba geschickt hatte, verband im Yoseikan budo Judo, Jujutsu, Aikido, Karate und Katori Shinto-ryu. In Frankreich schuf 1979 der Ueshiba-Schüler Masamichi Noro das Kinomichi mit weicherer und fließenderer Bewegung.
Heute
Die Stiftung Aikikai leitet die Familie Ueshiba. Zweiter doshu war Kisshomaru Ueshiba (1969–1999), seit 1999 ist Moriteru Ueshiba doshu. Die IAF entstand 1976 als Dachorganisation, aus jedem Land hat sie nur ein vom Hombu anerkanntes Mitglied. Eigenständige Schulen sind Yoseikan (Minoru Mochizuki, 1931), Yoshinkan (Gozo Shioda, 1955) mit dem Verband IYAF (1990) und Shodokan (1967), das sich 2012 in JAA und SAF teilte. Die Ki Society leitete Koichi Tohei seit 1971, das Aikikai verließ er 1974. Die Linie Iwama von Morihiro Saito verließ das Aikikai nie. Der Kurs Senshusei des Yoshinkan, 1957 geschaffen, dauert 11 Monate, und die Studenten trainieren darin mit der Tokioter Bereitschaftspolizei. Der Film Above the Law (1988) mit Steven Seagal gilt als der erste amerikanische Film mit Aikido in den Kampfszenen, Seagals Angaben zum Studium bei Ueshiba sind umstritten.
In der Kultur
Die japanische Regierung zeichnete Ueshiba Morihei 1960 mit der Medaille mit Purpurband und 1964 mit dem Orden der Aufgehenden Sonne aus. In Iwama in der Präfektur Ibaraki steht der 1943 erbaute Aiki-Schrein. Aikido gehört zu den neun modernen Budo, auf die sich die Budo-Charta bezieht, die der Japanische Budo-Verband am 10. Oktober 2008 herausgegeben hat. Die Charta bezeichnet Budo als Weg der Selbstvervollkommnung. In die westliche Popkultur führte das Aikido der Film Above the Law von 1988 ein, das Debüt von Steven Seagal, in dessen Abspann Seagal als Aikido-Choreograf genannt wird. Roger Ebert erwähnte in seiner Kritik Seagals sechsten Dan im Aikido, übernahm die Angabe aber aus dem Pressematerial des Studios.
Wissenswertes
Britannica übersetzt Aikido als Weg der Harmonisierung der Energie. Ueshiba Morihei wurde am 14. Dezember 1883 im heutigen Tanabe in der Präfektur Wakayama geboren und starb am 26. April 1969. Bevor er 1942 den Namen Aikido annahm, unterrichtete er im Dojo Kobukan unter dem Namen aiki budo. Tohei Koichi erhielt laut Ki Society 1969 den zehnten Dan. Nach Mochizuki, der Aikido 1951 in Frankreich vorführte, kam 1952 Tadashi Abe vom Hombu dojo nach Europa und 1964 Nobuyoshi Tamura. Ueshiba selbst besuchte 1961 Hawaii zur Eröffnung des Honolulu Aikikai. Der Japanische Aikido-Verband entstand 1976, und im selben Jahr fand in Tokio der erste Kongress der Internationalen Aikido-Föderation statt. Der Aikikai ist seit 2012 eine gemeinnützige Stiftung. Der Verband Shodokan veranstaltet das Kansai Aikido Tournament, dessen 51. Ausgabe für den 15. November 2026 geplant ist.
Stile & Zweige
Aikido-Linie, 1955 von Gozo Shioda gegründet. Techniken werden zerlegt im gezählten Rhythmus geübt, seit 1957 läuft der Kurs senshusei für die Polizei Tokios.
Die einzige Aikido-Linie mit Wettkampf. Kenji Tomiki war Schüler Ueshibas und Kanos und übertrug den Judo-Grundsatz, dass Technik eine messbare Prüfung braucht.
Serbisches, vom Aikido abgeleitetes Selbstverteidigungssystem, das Ljubomir Vračarević 1993 schuf. Es streicht die Philosophie und ergänzt Schläge auf empfindliche Punkte.
Aikido-Linie aus Iwama, verbunden mit Morihiro Saito. Sie trainiert Techniken ohne Waffen, Schwert und Stock als ein Ganzes.
Aikido-Stil, den Tohei Koichi 1974 nach seinem Weggang vom Aikikai begründete. Er beruht auf den vier Grundsätzen zur Vereinigung von Geist und Körper und auf dem ki test.
Sanfte Disziplin aus dem Aikido, die Masamichi Noro 1979 in Paris verselbstständigte. Sie kennt weder dan-Grade noch Wettkämpfe.
Ein zusammengesetzter Stil von Minoru Mochizuki, Schüler von Kano und Ueshiba, mit einem dojo in Shizuoka seit 1931. Er verbindet Aikido, Judo, Karate und Waffen.
Häufige Fragen
Was ist Aikido?
Aikido ist eine japanische Kampfkunst, die Ueshiba Morihei geschaffen hat. Britannica beschreibt es als Selbstverteidigungssystem, das mit Jujutsu und Judo verwandt ist, Hebel und Würfe einsetzt und die Kraft des Angreifers gegen ihn selbst richtet, um den Gegner zu überwältigen, nicht zu verstümmeln.
Was bedeutet das Wort Aikido?
Britannica übersetzt Aikido als Weg der Harmonisierung von Energie. Den Begriff aiki führte Ueshiba Morihei 1922 als Wesen der Kampfkünste ein, der Name Aikido wurde 1942 angenommen.
Welche Grade gibt es im Aikido?
Aikido hat Schülergrade, die kyu, und Meistergrade, die dan. Das Hombu dojo Aikikai prüft fünf kyu und dan 1 bis 4, für den 1. dan sind ein Alter von mindestens 15 Jahren und 70 Trainingstage nach dem 1. kyu nötig. Die internationalen Vorschriften des Aikikai lassen dan 1 bis 8 zu.
Welche japanischen Kampfkünste gibt es?
Die Japanische Budo-Vereinigung zählt neun Künste zum modernen Budo: Judo, Kendo, Kyudo, Sumo, Karatedo, Aikido, Shorinji Kempo, Naginata und Jukendo. Das Aikido vertritt in ihr die Aikikai-Stiftung.
Gibt es im Aikido Wettkämpfe?
Die Aikikai-Stiftung gibt an, dass es im Aikido keine Turniere oder Wettkämpfe gibt, die Überlegenheit bestimmen würden. Wettkämpfe veranstaltet die Richtung des Tomiki-Aikido, zum Beispiel der Verband Shodokan mit dem Kansai Aikido Tournament oder die World Sports Aikido Federation mit dem Wettkampf tanto randori, in dem ein Gegner mit einem Schaumstoffmesser angreift.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.