Yoshinkan Aikido
養神館合気道Die härtere und genauere Aikido-Linie, 1955 von Gozo Shioda begründet. Als einzige Aikido-Fassung gelangte sie in die Polizeiausbildung in Tokio.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Yoshinkan Aikido
Über Yoshinkan Aikido
Yoshinkan ist die Aikido-Linie, die Gozo Shioda (1915–1994), einer der ältesten Vorkriegsschüler Morihei Ueshibas, 1955 begründete. Sie entstand aus einer konkreten Uneinigkeit darüber, was Aikido sein soll. Ueshiba bewegte sich in den Nachkriegsjahren zu einer weicheren, geistiger gestimmten Auffassung; Shioda blieb bei dem, was er in den 1930er Jahren gelernt hatte, also bei hartem, genauem und klar umgrenztem Training. Yoshinkan wirkt darum anders als das meiste Aikido: tiefere und stabilere Stellungen, kürzere und geradere Bewegungen, Techniken in Teilen und in genau vorgeschriebener Form geübt, bevor sie zusammengefügt werden. Grundlage sind sechs Bewegungen namens Kihon Dosa, die vom ersten Tag an das ganze Übungsleben hindurch wiederholt werden und aus denen alles Weitere abgeleitet wird. Die praktische Folge ist bemerkenswert: Gerade diese Genauigkeit machte Yoshinkan zur einzigen von der Polizei übernommenen Aikido-Fassung. Die Tokioter Polizei nahm es in die Ausbildung auf, unter anderem übt es die weibliche Bereitschaftseinheit. Der einjährige Senshusei-Kurs gilt als eine der härtesten Ausbildungen im japanischen Budo.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
