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Kinomichi

気の道

Sanfte Disziplin aus dem Aikido, die Masamichi Noro 1979 in Paris verselbstständigte. Sie kennt weder dan-Grade noch Wettkämpfe.

Wichtige Daten

GründerMasamichi Noro
HerkunftslandFrankreich
Gründungsjahr1979
RegionEuropa
HauptfokusGriffkampf

Charakter & Herkunft

LinieModerne Synthese
Entstehungszeit20. Jahrhundert

Organisation & Wettkampf

Olympischer StatusNicht olympisch

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeNicht verwendet
TritteNicht verwendet
WürfeZentral
BodenkampfNicht verwendet
Hebel & HaltegriffeBedeutend
WaffenBedeutend

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Über Kinomichi

Kinomichi ist eine aus dem Aikido hervorgegangene Disziplin, die Masamichi Noro (1935–2013) 1979 in Paris verselbstständigte. Noro war ab 1955 innerer Schüler von Morihei Ueshiba, dem Begründer des Aikido, und reiste 1961 als Delegierter des Aikikai für Europa und Afrika aus. Am 3. September 1961 traf er in Marseille ein. Nach einem schweren Autounfall 1966 begann er während der Genesung, eine Methode zu entwickeln, die den Körper weniger belastet. 1979 machte er sich nach einem Gespräch mit Kisshomaru Ueshiba selbstständig und ließ 1983 den Namen KINOMICHI registrieren. Der Name setzt sich aus den Zeichen ki (Energie), no (von) und michi (Weg) zusammen. Geübt wird paarweise in den Rollen uke und tori, mit bloßen Händen und mit den Waffen jo und bokken, mit Schwerpunkt auf natürlicher Bewegung ohne unnötige Anspannung. Laut einer Übersichtsstudie von 2024 bezog Noro westliche Methoden wie die Feldenkrais-Methode oder die Eutonie ein. Kinomichi kennt keine dan- und kyu-Grade und keine Wettkämpfe, den Fortschritt kennzeichnen weiße Kleidung, das Zeichen mon und eine graue hakama. Therapeutische Wirkungen sind bislang wissenschaftlich nicht bestätigt. Seit 2013 leitet Noros Sohn Takeharu Noro das Kinomichi. In Frankreich gehört es sowohl zu den Strukturen des Verbands FFKDA als auch des Verbands FFAAA, der es seit 2026 im Namen trägt.

Geschichte

Masamichi Noro wurde am 21. Januar 1935 in Aomori geboren. 1955 begegnete er Morihei Ueshiba und studierte bei ihm als uchi-deshi im Aikikai Hombu Dojo in Tokio und in Iwama. 1961 reiste er auf Bitten von Morihei und Kisshomaru Ueshiba als Delegierter des Aikikai für Europa und Afrika aus und kam am 3. September 1961 in Marseille an. Den Titel shihan erhielt er 1963 vom Aikikai. Laut Aikido Journal blieb sein Pariser Institut Noro vom französischen Judoverband unabhängig. 1966 erlitt Noro einen schweren Autounfall und begann während der Genesung eine Methode zu entwickeln, aus der das Kinomichi hervorging. 1979 machte er sich nach einem Gespräch mit Kisshomaru Ueshiba selbstständig, und das Kinomichi gilt seither als eigenständige Kunst. Den Namen KINOMICHI ließ er 1983 registrieren, als er in Paris das Centre Masamichi Noro eröffnete, und 1991 gründete er mit seiner Frau Odyle Noro-Tavel das Centre International Noro Kinomichi. Er starb am 15. März 2013.

Was es unterscheidet

Vom Aikikai-Aikido, aus dem es hervorgeht, unterscheidet sich das Kinomichi vor allem dadurch, dass es keine dan- und kyu-Grade und keinen Wettkampf kennt. Es hat eigene Annäherungstechniken, und die Website der Bewegung vergleicht es mit Eutonie, Feldenkrais-Methode, taijiquan und qigong, mit weichem Kontakt zum Partner. Die Übersichtsstudie beschreibt das Kinomichi als Verbindung des Aikido mit europäischen therapeutischen und Körpermethoden. Die Rollen von uke und tori und die Arbeit mit den Waffen jo und bokken bleiben wie im Aikido. Einen Vergleich mit Yoshinkan, Tomiki-Aikido oder Iwama haben wir in den Quellen nicht gefunden.

Technik

Der Name setzt sich aus den Zeichen 氣 ki, Energie oder Lebensatem, 之 no, also von, und 道 michi, Weg, zusammen. Kinomichi wird paarweise mit bloßen Händen oder mit den Waffen jo und bokken geübt, im fortgeschrittenen Training auch mit tanto und tessen. Wie im Aikido unterscheidet man die Rollen von uke, der den Angriff aufnimmt, und tori, der die Technik ausführt. Der Schwerpunkt liegt auf natürlicher und wirksamer Bewegung ohne unnötige Anspannung. Das fortgeschrittene Programm besteht aus zehn Grundtechniken mit Variationen, die in sechzehn Kontaktformen vermittelt werden. Laut einer Übersichtsstudie von 2024 passte Noro das Aikido so an, dass es körperlich weniger anstrengend ist, und fügte therapeutische Übungen für Menschen mit Bewegungseinschränkungen hinzu. Die Studie fand neun westliche Methoden, die er in das Kinomichi einbezog, darunter die Alexander-Technik, die Feldenkrais-Methode, die Eutonie und die Mézières-Methode.

Training

Laut der Bewegung steht Kinomichi Frauen und Männern jeden Alters ohne Vorkenntnisse offen, und man kann jederzeit beginnen. Anfänger trainieren in Weiß. Nach den Grundlagen erhalten sie ein mon auf dem Jackenrücken, später eine graue gestreifte hakama und schließlich ein zweites mon auf der hakama. Die Bewegung nennt als Durchschnitt 1 bis 4 Jahre bis zum mon, 2 bis 6 bis zur hakama und 3 bis 8 bis zur hakama mit mon. Für den Fortschritt ist der Hauptlehrer des Dojo, der dojocho, verantwortlich.

Graduierungen und Fortschritt

Kinomichi verwendet weder dan- noch kyu-Grade, das Fortschrittssystem hat Noro selbst festgelegt. Das Centre International Noro Kinomichi erkennt keine Organisationen an, die auf Wettkampf sowie kyu- und dan-Graden beruhen. Das technische Programm besteht aus aufeinanderfolgenden Initiationen, von der Arbeit an Gleichgewicht und Geschmeidigkeit bis zur fortgeschrittenen Unterscheidung der Technik, wobei die Website der Bewegung einmal sechs, anderswo sieben nennt. Wer die Bewegung mit gutem Herzen führen kann, tritt in die Phase Kishindo ein. Die Lehrertitel lauten sensei, fukushidoin (Instruktor in Ausbildung), shidoin und shihan. Das internationale Lehrdiplom verleiht das Centre hakama-Trägern nach seiner Ausbildung, und die Lehrer bilden sich jährlich bei Takeharu Noro weiter.

Heute

Seit 2013 leitet der zweite soke, Takeharu Noro, das Kinomichi, den sein Vater 2008 zum Nachfolger bestimmt hatte. Er steht dem Centre International Noro Kinomichi und dem Pariser Korindo Dojo vor. Kinomichi ist eine internationale Marke der Familie Noro. Außerhalb Frankreichs verbreitete es sich laut der Übersichtsstudie in den neunziger Jahren und im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts. In Frankreich hat das Kinomichi einen Platz in den Verbänden. Die Bewegung nennt eine Mitgliedschaft im Verband FFKDA, und die Satzung des Verbands FFAAA von 2026 führt das Kinomichi direkt im Namen und räumt ihm zwei Vertreter im Verbandsausschuss ein. Die Bewegung gibt auch an, das französische Sportministerium habe das Kinomichi 2001 als sportliche Tätigkeit anerkannt, eine unabhängige Bestätigung haben wir nicht gefunden.

Wissenswertes

Bei dem Unfall 1966 erlitt Noro laut der Übersichtsstudie mehrfache Brüche des Brustkorbs und eine durchstoßene Lunge, war mehrere Tage bewusstlos, und sein linker Arm war gelähmt. Fast vier Monate verbrachte er im Krankenhaus und machte Rehabilitationsübungen mit dem Aikido-Meister Katsuaki Asai. 1969 lernte er Karlfried Graf Dürckheim kennen, den die Bewegung als seinen westlichen geistigen Vater bezeichnet. Die therapeutischen Wirkungen des Kinomichi bleiben unbewiesen. Eine systematische Übersicht von 2024 fand unter 118 Treffern nur sieben Buchkapitel aus den Jahren 1992 bis 2014 und keine wissenschaftliche Studie und rief zu experimenteller Forschung auf.

Häufige Fragen

Wer hat das Kinomichi gegründet, und wann?

Das Kinomichi schuf in Paris Masamichi Noro, ein Schüler des Aikido-Begründers. Zur eigenständigen Kunst wurde es 1979 nach seinem Gespräch mit Kisshomaru Ueshiba, den Namen KINOMICHI ließ Noro 1983 registrieren.

Wodurch unterscheidet sich das Kinomichi vom Aikido?

Das Kinomichi geht von Aikido-Techniken aus, hat aber eigene Annäherungstechniken, kennt weder dan- noch kyu-Grade und keinen Wettkampf. Noro verband es mit europäischen therapeutischen und Körpermethoden.

Können auch Anfänger oder ältere Menschen Kinomichi üben?

Laut der Bewegung steht das Kinomichi Frauen und Männern jeden Alters ohne Vorkenntnisse offen. Die therapeutischen Wirkungen bezeichnete eine Übersichtsstudie von 2024 jedoch als bislang unbewiesen.

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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

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