Kinomichi
気の道Der Weg der Energie, 1979 in Paris von Ueshibas direktem Schüler Masamichi Noro geschaffen: gemeinsame Bewegung zu zweit ohne Angreifer und Verteidiger.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Über Kinomichi
Kinomichi ist eine aus dem Aikido hervorgegangene Disziplin, die 1979 in Paris von Masamichi Noro (geboren am 21. Januar 1935 in Aomori, gestorben am 15. März 2013) gegründet wurde. Noro wurde 1955 Uchi-deshi, also innerer Schüler, von Morihei Ueshiba, dem Begründer des Aikido, der ihn später zum offiziellen Delegierten für Europa und Afrika ernannte. Am 3. September 1961 kam er in Marseille an und war in den folgenden Jahren an der Gründung von mehr als zweihundert Dojos in ganz Europa und Afrika beteiligt. Der Wendepunkt kam am 4. Mai 1966, als Noro einen schweren Autounfall erlitt; eine Rückkehr zum harten, technischen Aikido war nicht mehr möglich, und er begann, nach einer Übungsform zu suchen, die nicht auf Kraft beruht. Das Ergebnis stellte er 1979 nach Rücksprache mit Kisshomaru Ueshiba, dem Sohn des Aikido-Begründers, vor und ließ es 1983 als „Methode Kinomichi Noro" eintragen. Der Name bedeutet wörtlich Weg der Energie, den Noro mit den drei Elementen ki (Energie), shin (Herz) und dō (Weg) erklärte. Vom Aikido unterscheidet sich Kinomichi dadurch, dass es keine Rollen von Angreifer und Verteidiger kennt: Beide Übenden führen die Bewegung gemeinsam, spiralförmig, mit Betonung auf Berührung, Atem und Verbindung, wobei es nicht darum geht, den Partner zu besiegen, sondern keinen von beiden zu verletzen. Geübt wird auch mit Holzwaffen, dem Bokken und dem Jō-Stab. In Frankreich ist Kinomichi seit 2001 vom Sportministerium anerkannt, gehört zum Verband FFAAA, und seit 2018 gibt es dafür ein staatliches Trainerdiplom.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
