Filme mit Kung Fu
Kung Fu: 20 Filme. Davon: tragendes Thema (18), deutlich präsent (2). Der älteste ist Fist of Fury (1972), der neueste Ip Man 4: The Finale (2019).
← Zurück zur KampfkunstHier wird Wing Chun gegen Karate in der Version eines Marine-Ausbilders gestellt. Der Kampf auf dem Tisch gegen einen Tai-Chi-Meister zeigt den Unterschied zwischen hartem und weichem Umgang mit Kraft.
Ip Man 32015 · Wilson YipDer Kampf im engen Aufzug ist die meistzitierte Szene der Reihe — genau die Distanz, für die Wing Chun gebaut ist. Mike Tyson tritt als Gegner auf und boxt, statt Wing Chun zu zeigen.
The Grandmaster2013 · Wong Kar-waiDer einzige Ip-Man-Film, der neben Wing Chun auch Baguazhang und Xingyiquan als eigenständige Schulen zeigt. Yuen Woo-pings Choreografie baut auf den Unterschieden der Stile auf, nicht auf Effekt.
The Karate Kid2010 · Harald ZwartTrotz des Titels wird im Film kein Karate, sondern chinesisches Kung-Fu geübt — der häufigste Irrtum zu diesem Film. In manchen Märkten lief er deshalb als The Kung Fu Kid.
Ip Man 22010 · Wilson YipDas Duell auf dem runden Tisch zeigt Wing Chun auf engstem Raum, wo Beinarbeit und Stabilität entscheiden. Der Schlusskampf gegen den Boxer ist eine dramaturgische Erfindung, kein belegtes Ereignis.
Ip Man2008 · Wilson YipKampfchoreografie von Sammo Hung. Kettenschläge und Nahdistanzarbeit sind erkennbar Wing Chun, doch der Ip Man des Films ist eine Figur, kein Dokument — das Duell mit dem japanischen General hat nie stattgefunden.
Fearless2006 · Ronny YuDer letzte Film, in dem Jet Li traditionelles Wushu zeigt. Huo Yuanjia und die Jingwu-Schule sind historisch, die Umstände seines Todes werden jedoch bis heute unterschiedlich gedeutet, und der Film wählt eine Version.
Kung Fu Hustle2004 · Stephen ChowEine Parodie, die zugleich als Stilüberblick dient: Hung Gar, Tai Chi, Xingyi und die legendäre Buddha-Handfläche kommen vor. Choreografie von Yuen Woo-ping und Sammo Hung — die Übertreibung ist Absicht, die Stile stimmen jedoch.
Hero2002 · Zhang YimouDie Kämpfe sind eher Bilder eines Gedankens als reale Technik — das im Kopf ausgetragene Duell über dem Brettspiel sagt es offen. Kalligrafie und Schwertkunst werden als eine Disziplin behandelt, was der chinesischen Tradition entspricht.
Crouching Tiger, Hidden Dragon2000 · Ang LeeDer Film, der Wuxia dem westlichen Publikum öffnete und einen Oscar gewann. Yuen Woo-ping choreografiert die Jian-Schwertkämpfe; das Fliegen über Dächer ist Genrekonvention des Wuxia, kein trainierter Stil.
Drunken Master II1994 · Lau Kar-leungDer Kampf im Stahlwerk gilt weithin als Jackie Chans beste Kampfszene. Das gezeigte Hung Gar entspricht dem, was Wong Fei-hung tatsächlich lehrte — anders als in den meisten Filmen über ihn.
Tai Chi Master1993 · Yuen Woo-pingEiner der wenigen Filme, die Tai Chi als Kampfkunst zeigen und nicht bloß als Morgengymnastik im Park. Das Prinzip, die Kraft des Gegners umzuleiten statt zu stoppen, wird anschaulich vorgeführt.
Iron Monkey1993 · Yuen Woo-pingDas Duell auf brennenden Pfählen ist eine der meistzitierten Drahtszenen überhaupt. Donnie Yen zeigt Tritte nördlicher Stile gegen südliche Handarbeit — ein bewusst gesetzter Kontrast.
Pushing Hands1991 · Ang LeeEin Familiendrama, kein Actionfilm — doch die Szene, in der acht Menschen den Meister nicht wegschieben können, ist die beste filmische Darstellung des Tuishou-Prinzips und der Verwurzelung.
Once Upon a Time in China1991 · Tsui HarkDer Leiterkampf zählt zu den technisch anspruchsvollsten Szenen des Hongkong-Kinos. Wong Fei-hung war ein realer Hung-Gar-Meister und Arzt der traditionellen Medizin, der Film ist aber Historiendrama, keine Biografie.
Shaolin Temple1982 · Chang Hsin-yenJet Lis Debüt, gedreht mit Mitgliedern der chinesischen Wushu-Nationalmannschaft. Die Formen sind Wettkampf-Taolu, keine traditionelle Klosterpraxis — ein Unterschied, den der Film nicht macht, der für das Verständnis des modernen Wushu aber zentral ist.
The 36th Chamber of Shaolin1978 · Lau Kar-leungDer einflussreichste Film über das Shaolin-Training überhaupt — die Kammerstruktur prägte, wie die Welt sich das Klostertraining vorstellt. San Te ist frei einem historischen Mönch nachgebildet, die Kammern sind jedoch eine Filmerfindung.
Drunken Master1978 · Yuen Woo-pingDer Film, der die Kung-Fu-Komödie begründete und Jackie Chan zum Star machte. Zui Quan ist ein realer Stil — das Taumeln ist Täuschung, der Schwerpunkt wird tatsächlich präzise kontrolliert.
The Grandmaster2013 · Wong Kar-waiDer einzige Ip-Man-Film, der neben Wing Chun auch Baguazhang und Xingyiquan als eigenständige Schulen zeigt. Yuen Woo-pings Choreografie baut auf den Unterschieden der Stile auf, nicht auf Effekt.
The Grandmaster2013 · Wong Kar-waiDer einzige Ip-Man-Film, der neben Wing Chun auch Baguazhang und Xingyiquan als eigenständige Schulen zeigt. Yuen Woo-pings Choreografie baut auf den Unterschieden der Stile auf, nicht auf Effekt.
Fearless2006 · Ronny YuDer letzte Film, in dem Jet Li traditionelles Wushu zeigt. Huo Yuanjia und die Jingwu-Schule sind historisch, die Umstände seines Todes werden jedoch bis heute unterschiedlich gedeutet, und der Film wählt eine Version.
Kill Bill: Volume 12003 · Quentin TarantinoTarantino mischt bewusst Hongkonger Kung-Fu, japanischen Samuraifilm und Spaghettiwestern. Das Schwert von Hattori Hanzō verweist auf eine reale historische Figur — einen Ninja der Edo-Zeit —, doch der Schwertkampf selbst ist Stilisierung, kein Kenjutsu.
Drunken Master II1994 · Lau Kar-leungDer Kampf im Stahlwerk gilt weithin als Jackie Chans beste Kampfszene. Das gezeigte Hung Gar entspricht dem, was Wong Fei-hung tatsächlich lehrte — anders als in den meisten Filmen über ihn.
Tai Chi Master1993 · Yuen Woo-pingEiner der wenigen Filme, die Tai Chi als Kampfkunst zeigen und nicht bloß als Morgengymnastik im Park. Das Prinzip, die Kraft des Gegners umzuleiten statt zu stoppen, wird anschaulich vorgeführt.
Fist of Fury1972 · Lo WeiDie Nunchaku-Szene dieses Films machte die Waffe weltweit bekannt — westliches Publikum kannte sie zuvor nicht. Die Jingwu-Schule (Chin Woo) existierte wirklich, die Handlung ist jedoch fiktiv.
