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Film

Tai Chi Master

Originaltitel: Taiji Zhang Sanfeng太極張三豐

1993Hongkong96 Min.Action

Hongkonger Film von Yuen Woo-ping aus dem Jahr 1993 mit Jet Li: Ein verstoßener Shaolin-Mönch wird darin zu Zhang Sanfeng, der Legende nach Schöpfer des taijiquan.

Tai Chi Master (chinesisch 太極張三豐, in Pinyin Tàijí Zhāng Sānfēng) ist ein Hongkonger Film aus dem Jahr 1993. Regie führte Yuen Woo-ping, produziert wurde er von Eastern Production, und er dauert 96 Minuten. Die Hauptrollen spielen Jet Li und Michelle Yeoh. Auf dem westlichen Markt erschien er auch unter dem Titel Twin Warriors. Zwei Shaolin-Mönche werden aus dem Tempel verstoßen. In der Außenwelt trennen sich ihre Wege: Der eine tritt in die Armee eines korrupten Gouverneurs ein, der andere hilft den Rebellen. Die Hauptfigur Zhang Junbao wird im Film zu Zhang Sanfeng. Taiji entsteht im Film als eigene Erfindung der Hauptfigur. Der Film greift damit die überlieferte Legende auf, nach der Zhang Sanfeng das taijiquan geschaffen hat. Es ist eine Legende, keine belegte Geschichte: Die erste belegte Zuschreibung der „inneren“ taoistischen Kampfkunst an Zhang Sanfeng ist erst ein Epitaph, das Huang Zongxi 1669 für Wang Zhengnan verfasste. Der Forscher Stanley Henning kritisierte in seiner Studie Ignorance, Legend and Taijiquan die Vorstellung, Zhang Sanfeng habe das taiji geschaffen, und zog auch in Zweifel, ob er überhaupt existiert hat. Das taijiquan führt hier ein echter Praktiker vor. Jet Li ist ein ausgebildeter Wushu-Sportler, vierfacher nationaler Meister, und zu den Stilen, die er trainierte, gehört auch das taijiquan. Michelle Yeoh hatte ursprünglich eine Ballettausbildung. Der Film hat eine lose Fortsetzung, Tai Chi Boxer aus dem Jahr 1996. Mit dem Film Tai Chi aus dem Jahr 2012, in dem Jet Li Yang Luchan spielt, hat er nichts zu tun.

Kampfkünste im Werk

Shaolin QuanZentralTai ChiZentral

Kampfchoreografie

Wer im Film die Kampfchoreografie leitete, haben wir in den Quellen nicht gefunden; belegt ist die Regie von Yuen Woo-ping, dem Sohn des Kampfkunstfilm-Schauspielers Yuen Siu-tien, der ein Jahr an der China Drama Academy studierte. Jet Li begann mit acht Jahren, wushu zu trainieren, kam 1974 in das Pekinger Wushu-Team und war von 1975 bis 1979 viermal Gesamtsieger der nationalen Meisterschaft. Zu den Stilen, die er trainierte, gehören changquan, taijiquan, baguazhang und xingyiquan. Michelle Yeoh widmete sich ab dem Alter von vier Jahren dem Ballett und studierte es in England an der Hammond School; ein Kampfkunsttraining vor ihrem Filmdebüt 1985 haben wir in den Quellen nicht gefunden.

Wirklichkeit und Fiktion

Die Legende, die der Film verarbeitet, erzählt, dass Zhang Sanfeng beobachtete, wie ein Vogel eine Schlange angriff, daraus eine Reihe von 75 taiji-Bewegungen entwickelte und sich im Wudang-Gebirge niederließ. Der Film macht daraus eine Geschichte, in der ein junger, aus dem Shaolin-Tempel verstoßener Mann das taiji erfindet. Die belegten Angaben zu Zhang Sanfeng sind dürftig und widersprüchlich. Die Geschichte der Ming (Ming shi) nennt seine Geburt in Liaoning am Ende der Song-Dynastie und ein Alter von 212 Jahren; die Daten seines Lebens stehen nicht fest. Kaiser Tianshun (regierte 1457–1464) fand ihn laut derselben Quelle nicht, verlieh ihm aber den Titel zhenren, taoistischer Unsterblicher. Schriftlich mit dem taijiquan verbindet ihn erst ein Text von 1669, etwa drei Jahrhunderte nach seiner mutmaßlichen Lebenszeit.

Personen und Kampfkünste

Weitere Titel

  • Tàijí Zhāng Sānfēng (Umschrift, CN)
  • Twin Warriors (Alternativtitel, en)
  • Twice Deadly (Alternativtitel, IN)

Produktion

Eastern Production

Weitere Quellen zum Thema (5)
  1. en.wikipedia.org/wiki/Jet_Li
  2. en.wikipedia.org/wiki/Michelle_Yeoh
  3. en.wikipedia.org/wiki/Yuen_Woo-ping
  4. en.wikipedia.org/wiki/Zhang_Sanfeng
  5. en.wikipedia.org/wiki/Tai_Chi_Master_(film)