Film
Fist of Fury
Originaltitel: Jingwu men精武門
1972Hongkong107 Min.Action
Hongkonger Film von Lo Wei aus dem Jahr 1972: Bruce Lee spielt Chen Zhen, Schüler der Shanghaier Jingwu-Schule, der nach dem Tod seines Meisters mit einem japanischen Dojo aneinandergerät.
Fist of Fury (精武門, Jingwu Men) ist ein Hongkonger Actionfilm aus dem Jahr 1972, den Regisseur Lo Wei für das Studio Golden Harvest des Produzenten Raymond Chow drehte. Die Hauptrolle des Chen Zhen spielt Bruce Lee. In den USA lief der Film unter dem Titel The Chinese Connection. Die Handlung beginnt 1908 in Shanghai. Chen Zhen kehrt an die Jingwu-Schule zurück und erfährt, dass sein Meister Huo Yuanjia gestorben ist. Ein japanisches Dojo im Viertel Hongkou verspottet die Schüler mit einem Schild mit der Aufschrift Kranker Mann Ostasiens, und Chen antwortet darauf, indem er in das Dojo eindringt. Chen Zhen ist eine für den Film erfundene Figur; Huo Yuanjia und der von ihm gegründete Verband Jingwu sind real. Die Kämpfe stellen Chen gegen die Schüler und den Meister des japanischen Dojos. Bruce Lee, Praktiker des Wing Chun und Begründer des Jeet Kune Do, wird zugleich als Urheber der Kampfchoreografie genannt. Zwischen Lee und Lo Wei kam es zu einem Wortgefecht, das laut Wikipedia dazu führte, dass Lee seinen nächsten Film selbst inszenierte. Wegen des antijapanischen Inhalts ließ Raymond Chow die japanische Fassung zensieren. Auf den Film folgten Fortsetzungen und Neuverfilmungen: New Fist of Fury (1976) mit Jackie Chan, Fist of Fury II (1977), Fist of Fury III und Last Fist of Fury (beide 1979), Fist of Fury 1991, das freie Remake Fist of Legend (1994) mit Jet Li, die Fernsehserie Fist of Fury (1995) mit Donnie Yen und Legend of the Fist: The Return of Chen Zhen (2010).
Kampfkünste im Werk
Kampfchoreografie
Die Quellen gehen bei der Urheberschaft der Kampfszenen auseinander: Englischsprachige nennen Bruce Lee als Urheber der Kampfchoreografie, chinesischsprachige nennen als Leiter der Kampfszenen Han Ying-chieh, der im Film zugleich den Verwalter Feng spielt. Es kann sich um unterschiedliche Auffassungen derselben Rollen handeln; wie sie die Arbeit aufteilten, konnten wir nicht belegen. Die Kämpfe sind laut Wikipedia für ihre Zeit recht realistisch und setzen Zeitlupe nur maßvoll ein. Gedreht wurde ohne Synchronton, Dialoge und Geräusche wurden nachsynchronisiert. Im Schlusskampf sprang Jackie Chan beim Sprungtritt für Chikara Hashimoto ein; Lam Ching-ying, Yuen Biao und Corey Yuen treten in kleineren Rollen als Schüler auf.
Wirklichkeit und Fiktion
Huo Yuanjia (1868–1910) stammte aus Jinghai bei Tianjin und lernte von seinem Vater Huo Endi Mizongyi. In den Jahren 1909–1910 gründete er mit Nong Jinsun in Shanghai den Verband Jingwu (Chin Woo), laut Wikipedia die erste zivile Kampfkunstorganisation Chinas, die nicht an einen einzigen Stil gebunden war. Er starb am 14. September 1910 in Shanghai. Die Todesursache ist umstritten: Der Historiker Chen Gongzhe nennt Bluthusten, ein Teil der Führung von Jingwu spekulierte über eine Vergiftung durch die Japaner. Die 1989 geborgenen sterblichen Überreste enthielten Arsen, das die traditionelle chinesische Medizin als Heilmittel verwendete, sodass eine absichtliche Vergiftung nicht bewiesen werden kann. Chens Rache fügte erst der Film hinzu. Das Schild, das Hunden und Chinesen den Zutritt zu einem Shanghaier Park verbietet, hält Wikipedia für historisch belegt, über seinen genauen Wortlaut wird jedoch in der Fachwelt diskutiert; die Szene am Parkeingang wurde im Garten Luís de Camões in Macau gedreht.
Personen und Kampfkünste
- Huo Yuanjiareale Person, von der das Werk handelt· Mizongyi (übt die kunst selbst aus)
- Lo WeiRegie
- Han Ying-chiehAction-Regie
- Bruce LeeKampfchoreografie· Jeet Kune Do (übt die kunst selbst aus)
- Bruce LeeDarsteller — als Chen Zhen· Jeet Kune Do (übt die kunst selbst aus)
Weitere Titel
- 精武門 (Verleihtitel, HK)
- Jingwu Men (Umschrift, HK)
- The Chinese Connection (Verleihtitel, US)
- Fist of Fury: The Chinese Connection (Alternativtitel, HK)
Produktion
Golden Harvest