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Anko Itosu

糸洲安恒

Karate-Meister aus Shuri auf Okinawa, der ab 1901 Karate in die Schulen einführte, die fünf Pinan-Katas (Heian) schuf und 1908 die Zehn Grundsätze des Karate schrieb.

Auf einen Blick

Geburtsdatum1831
Sterbedatum11.3.1915
HerkunftslandJapanJapan
BerufBeamter
Auch bekannt alsIchiji Anko

Biografie

Anko Itosu war ein Karate-Meister aus Shuri auf Okinawa, der Schöpfer der Pinan-Katas und Autor des Briefes Zehn Grundsätze des Karate von 1908. Laut Wikipedia wurde er 1831 im Stadtteil Gibo in Shuri geboren, andere Quellen nennen 1830 oder 1832. Er starb 1915 in Shuri, Wikipedia nennt den 11. März, Tom Ross auf der Website Fightingarts den 26. Januar.

Er stammte aus dem niederen Adel Pechin und war in den chinesischen Klassikern und der Kalligrafie gebildet. Er wurde Beamter der Regierung von Ryukyu, laut Wikipedia Sekretär des letzten Königs bis zur Abschaffung des Königreichs 1879, was Ross als unbestätigt bezeichnet. Wer sein Hauptlehrer war, ist umstritten: Die Tradition nennt Sokon Matsumura, Choki Motobu schrieb 1932, er habe bei Nagahama aus Naha gelernt, und Gichin Funakoshi nannte Gusukuma aus Tomari.

Im Jahr 1901 begann er, an einer Grundschule in Shuri Karate zu unterrichten, und 1905 an der ersten Präfekturmittelschule und an der Präfekturlehrerschule. Für den Schulunterricht schuf er fünf Pinan-Katas, in Japan als Heian bekannt, die laut Kinjo ursprünglich Channan hießen. Laut Iwai schuf er möglicherweise auch Kusanku Sho und Passai Sho, und laut Kinjo und Murakami ergänzte er Naifanchi Nidan und Sandan. Im Oktober 1908 schrieb er den Brief an Tode Jukun, Zehn Grundsätze des Karate, gerichtet an das Bildungsministerium und das Kriegsministerium.

Zu seinen Schülern gehörten Gichin Funakoshi, Choki Motobu, Kenwa Mabuni, Chibana Choshin, Yabu Kentsu und Shinpan Shiroma. Fotografien von ihm sind nicht bekannt, und die erhaltenen Bilder sind laut Ross Komposite.

Frühe Jahre

Anko Itosu wurde laut Wikipedia 1831 im Stadtteil Gibo in Shuri geboren, der Hauptstadt des Königreichs Ryukyu. Andere Quellen nennen 1830 oder 1832. Er stammte aus dem niederen Adel Pechin und aus einer Familie mit dem Status Keimochi und erhielt eine Bildung in den chinesischen Klassikern und der Kalligrafie.

Laut Tom Ross legte er die Prüfungen für den Staatsdienst ab, wobei ihm sein enger Freund Anko Azato half, und wurde Beamter der Regierung von Ryukyu. Wikipedia gibt an, er sei bis zur Abschaffung des Königreichs durch Japan im Jahr 1879 Sekretär des letzten Königs gewesen, was Ross als unbestätigt bezeichnet.

Ausbildung und Lehrer

Laut Wikipedia war sein erster Lehrer der Todi-Meister Nagahama Chikudun Pechin und danach Sokon Matsumura. Die Quellen widersprechen sich jedoch. Choki Motobu schrieb 1932, Itosu habe Matsumura verlassen und bei Nagahama aus Naha gelernt, der ihn dann als seinen Schüler bezeichnete. Gichin Funakoshi gibt in seinen Büchern von 1925 und 1935 an, Itosu sei Gusukuma aus Tomari gefolgt, was Tom Ross für die wahrscheinlichste Deutung hält.

Die Schule Itosu-ryu nennt auch eine Ausbildung bei Kosaku Matsumora aus Tomari, einen unabhängigen Beleg haben wir nicht gefunden. Wir folgern, dass Itosu die Traditionen von Shuri und Tomari kannte, und die Katas Rohai und Wanshu, die er im Lehrplan hatte, gehören laut Ross zur Tradition von Tomari.

Beitrag und Neuerungen

Im Jahr 1901 begann er, an der Grundschule Shuri Jinjo Karate zu unterrichten, und 1905 an der ersten Präfekturmittelschule und an der Präfekturlehrerschule für Männer. Für den Schulunterricht schuf er fünf Pinan-Katas, auf Japanisch Heian. Laut Kinjo von 1956 hießen sie ursprünglich Channan, und Motobu gab 1934 an, Itosu habe seinen Schülern gesagt, der Name Pinan sei besser. Laut Iwai schuf er möglicherweise Kusanku Sho und Passai Sho und passte Kusanku Dai für den Sportunterricht an, und laut Kinjo und Murakami ergänzte er Naifanchi Nidan und Sandan.

Im Oktober 1908 schrieb er den Brief an Tode Jukun, Zehn Grundsätze des Karate, gerichtet an das Bildungsministerium und das Kriegsministerium. Er empfiehlt darin, Karate an Grundschulen einzuführen, Lehrer auszubilden und täglich einhundert bis zweihundert Schläge mit jeder Hand auf das Makiwara zu üben. Die Grundsätze erschienen 1938 im Buch Karate-do Taikan von Genwa Nakasone im Druck. Ross weist darauf hin, dass sich die englischen Übersetzungen in Teilen deutlich unterscheiden.

Philosophie und Prinzipien

Im Brief von 1908 schreibt Itosu, dass Karate nicht aus dem Buddhismus oder Konfuzianismus hervorgegangen sei und dass man es in kurzer Zeit nicht ausreichend erlernen könne. Er empfahl darin tägliches Training und den Karate-Unterricht in Schulen. Den Wortlaut kennen wir aus der englischen Übersetzung von Patrick McCarthy, das japanische Original haben wir nicht gesehen.

Legenden und belegte Fakten

Die Tradition bezeichnet Itosu als den Hauptschüler von Sokon Matsumura, was Tom Ross unter Verweis auf Motobu und Funakoshi für ungenau oder übertrieben hält. Nach einer Legende lernte Itosu Naifanchi von einem chinesischen Matrosen, der in Tomari gestrandet war, Murakami gibt dagegen an, dass ihn Matsumura lehrte.

Die verbreitete Geschichte von einer an die Wand gebundenen Sandale anstelle des Makiwara stammt laut Wikipedia aus einer einzigen Quelle. Über die Kata Channan wird als über eine verlorene Kata von Itosu geschrieben, Swift folgert aus schriftlichen Quellen, dass sie ein Vorläufer der Pinan und eine allmähliche Entwicklung war. Fotografien von Itosu sind nicht bekannt, und die kursierenden Bilder sind laut Ross Komposite.

Vermächtnis

Zu seinen Schülern gehörten laut Wikipedia Yabu Kentsu, Hanashiro Chomo, Gichin Funakoshi, Kenwa Mabuni, Chibana Choshin, Choki Motobu, Moden Yabiku, Anbun Tokuda und Kanken Toyama. Über sie gelangten die Pinan-Katas in das Shotokan, das Shito-ryu und andere Stile. Wikipedia gibt an, dass ihn viele für den Vater des modernen Karate halten, dieser Titel wird aber auch Funakoshi gegeben.

Laut Ross gewann Karate nach Vorführungen für die Marine im Jahr 1912 als Training für junge Männer Aufmerksamkeit. Itosu starb 1915 in Shuri, Wikipedia nennt den 11. März, Ross den 26. Januar. Seinen Namen trägt der Stil Itosu-ryu, der laut der eigenen Website über Kenwa Mabuni und Ryusho Sakagami weitergegeben wurde.

Lehrer, Schüler und Familie

Lehrer
Schüler

Assoziierte Kampfkünste

KarateVerfasser der Quelle→

Okinawanische Schlagkunst, im 20. Jahrhundert zu japanischem Budo und olympischem Sport geformt. Sie ruht auf Kata sowie Hand- und Fußtechniken.

Shuri-teMeister→

Historische Strömung des Okinawa-Karate aus der Königsstadt Shuri, verbunden mit Matsumura Sokon und Itosu Anko. Aus ihr gingen Kobayashi-ryu, Shorin-ryu und Japans Shotokan hervor.

Kata und Formen

Bassai Sho· SchöpferHeian Godan· SchöpferHeian Nidan· SchöpferHeian Sandan· SchöpferHeian Shodan· SchöpferHeian Yondan· SchöpferKanku Sho· SchöpferBassai Dai· überarbeitetGojushiho Dai· überarbeitetGojushiho Sho· überarbeitetRohai· überarbeitetTekki Sandan· überarbeitetChinte· weitergegebenEnpi· weitergegebenJion· weitergegebenJitte· weitergegebenTekki Shodan· weitergegeben

Zitate

Karate stammt nicht vom Buddhismus oder Konfuzianismus ab.

Karate did not descend from Buddhism or Confucianism.

Zugeschrieben

Karate lässt sich in kurzer Zeit nicht ausreichend erlernen.

Karate cannot be adequately learned in a short time.

Zugeschrieben