Shuri-te
首里手Die historische okinawanische Kunst der leeren Hand aus der Königsstadt Shuri, Vorläufer des Shotokan. Die Dreiteilung ist eine spätere Einteilung der Forschung.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
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Über Shuri-te
Shuri-te ist eine der drei historischen okinawanischen Künste der leeren Hand, benannt nach Shuri, der Königsstadt der Ryukyu-Inseln. Daneben unterscheidet man Naha-te aus der Hafenstadt und Tomari-te aus dem Fischerviertel. Diese Einteilung ist allerdings eine spätere Klassifikation der Forschung, keine Bezeichnung, die die damaligen Meister verwendet hätten. Zu ihrer Zeit sprach man schlicht von te, der Hand; Unterschiede verliefen eher zwischen einzelnen Lehrern als zwischen benannten Schulen. Shuri war Sitz des Hofes, also gehörte Shuri-te der Pechin-Schicht — dem niederen Adel und den königlichen Beamten. Das erklärt seinen Charakter: leichte Stände, Arbeit auf größerer Distanz, gerade und schnelle Schläge und eine Bewegung, die einen Angriff lieber verfehlen lässt, als ihn zu stoppen. Schlüsselnamen sind Sokon Matsumura, Leibwächter dreier Könige, und sein Schüler Anko Itosu. Itosu ist ein Wendepunkt der Karategeschichte: Zwischen 1901 und 1905 setzte er die Einführung in okinawanische Schulen durch, entschärfte gefährliche Techniken und stellte die fünf Pinan-Kata als vereinfachten Einstieg für Kinder zusammen. Aus Shuri-te gingen Shorin-ryu und über Gichin Funakoshi das japanische Shotokan hervor; auch das Shito-ryu trägt seine Handschrift.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
