ImpakuImpaku

Shuri-te

首里手

Die historische okinawanische Kunst der leeren Hand aus der Königsstadt Shuri, Vorläufer des Shotokan. Die Dreiteilung ist eine spätere Einteilung der Forschung.

Wichtige Daten

Meister & Persönlichkeiten
HerkunftslandJapan
RegionAsien
HauptfokusSchlagtechnik
KontaktstufeHalbkontakt
Gürtelsystem20 Stufen

Charakter & Herkunft

StatusHistorisch
LinieTraditionell
EntstehungszeitFrühe Neuzeit

Training

BekleidungKeine besondere Kleidung
Rolle der WaffenWaffen optional
Rolle der FormenFormen im Zentrum

Für wen

KinderprogrammeKein Kindertraining
Körperliche Anforderung3/5
Verletzungsrisiko2/5
Lernkurve4/5
Nutzen für Selbstverteidigung3/5
Fitness-Nutzen3/5

Organisation & Wettkampf

GraduierungssystemKeine Graduierungen
WettkampfformatKeine Wettkämpfe
GewichtsklassenNein
Olympischer StatusNicht olympisch
Geschätzte PraktizierendeUnter 10 000

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeZentral
TritteBedeutend
WürfeAm Rande
BodenkampfNicht verwendet
Hebel & HaltegriffeAm Rande
WaffenAm Rande

Kataloge & Datenbanken für Shuri-te

👊 Technik-Datenbank16 Einträge
📖 Glossar66 Einträge
👥 Persönlichkeiten & Meister3 Einträge

Über Shuri-te

Shuri-te ist eine der drei historischen okinawanischen Künste der leeren Hand, benannt nach Shuri, der Königsstadt der Ryukyu-Inseln. Daneben unterscheidet man Naha-te aus der Hafenstadt und Tomari-te aus dem Fischerviertel. Diese Einteilung ist allerdings eine spätere Klassifikation der Forschung, keine Bezeichnung, die die damaligen Meister verwendet hätten. Zu ihrer Zeit sprach man schlicht von te, der Hand; Unterschiede verliefen eher zwischen einzelnen Lehrern als zwischen benannten Schulen. Shuri war Sitz des Hofes, also gehörte Shuri-te der Pechin-Schicht — dem niederen Adel und den königlichen Beamten. Das erklärt seinen Charakter: leichte Stände, Arbeit auf größerer Distanz, gerade und schnelle Schläge und eine Bewegung, die einen Angriff lieber verfehlen lässt, als ihn zu stoppen. Schlüsselnamen sind Sokon Matsumura, Leibwächter dreier Könige, und sein Schüler Anko Itosu. Itosu ist ein Wendepunkt der Karategeschichte: Zwischen 1901 und 1905 setzte er die Einführung in okinawanische Schulen durch, entschärfte gefährliche Techniken und stellte die fünf Pinan-Kata als vereinfachten Einstieg für Kinder zusammen. Aus Shuri-te gingen Shorin-ryu und über Gichin Funakoshi das japanische Shotokan hervor; auch das Shito-ryu trägt seine Handschrift.

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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

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