Kyokushin
極真Vollkontakt-Stil des Karate, den Masutatsu Oyama entwickelte. Gekämpft wird ohne Handschuhe, Tritte zum Kopf sind erlaubt, Schläge mit Faust und Ellbogen zum Gesicht nicht.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Vergleiche
Kataloge & Datenbanken für Kyokushin
Über Kyokushin
Kyokushin ist ein Vollkontakt-Stil des Karate. Masutatsu Oyama (1923–1994), in Korea als Choi Yeong-eui geboren, lernte bei Gichin Funakoshi (Shotokan) und im Goju-ryu bei Gogen Yamaguchi und So Nei-chu. Das erste dojo eröffnete er 1953 in Tokio, den Namen Kyokushinkai, in etwa „höchste Wahrheit“, nahm er 1957 an, und im April 1964 gründete er die International Karate Organization (IKO) mit der Zentrale in Ikebukuro.
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Gekämpft wird nach den Regeln des knockdown-Karate: ohne Handschuhe, mit Tiefschutz, Frauen auch mit Schutz für Brust und Schienbeine. Schläge mit Faust und Ellbogen zu Gesicht und Hals sind verboten, Tritte zum Kopf, Knie und Tritte gegen die Beine erlaubt. Greifen, Clinch und Würfe erlauben die Regeln nicht. Der Kampf endet mit einem ippon für einen knockdown, sonst entscheiden die Kampfrichter, bei Unentschieden folgen Verlängerungen und je nach Organisation auch der Gewichtsunterschied oder die Zahl der gebrochenen Bretter (tameshiwari). Das Training besteht aus kihon, kata aus den Linien Shuri-te und Naha-te (Taikyoku, Pinan, Sanchin, Tensho und weitere) und kumite. Die Prüfung zum ersten dan im Kyokushin-kan verlangt zehn Kämpfe nacheinander (10-man kumite) oder ein Äquivalent. Kyokushin kennt auch das 100-man kumite, hundert Kämpfe nacheinander, das nach den Quellen nur wenige Menschen einschließlich Oyama vollendet haben. Nach Oyamas Tod 1994 spaltete sich das Kyokushin in eine Reihe von Organisationen (IKO von Shokei Matsui, WKO Shinkyokushinkai, IKO-3, KWO der Familie Oyama und weitere), die eigene Weltmeisterschaften veranstalten und eigene Ordnungen der Gürtel haben. Aus dem Kyokushin gingen die Stile Ashihara und Enshin sowie das Seidokaikan von Kazuyoshi Ishii hervor, der 1993 K-1 schuf. Die Studie von Piejko u. a. (2019, 61 Wettkämpfer) verzeichnete am häufigsten Prellungen (91 %) und Gelenkverletzungen (49 %).
Geschichte
Masutatsu Oyama wurde 1923 in Korea als Choi Yeong-eui geboren und starb im April 1994 in Tokio. Karate lernte er bei Gichin und Gigo Funakoshi (Shotokan), wobei die Quellen den Beginn auf 1943 oder 1946 legen, und im Goju-ryu bei Gogen Yamaguchi und So Nei-chu. Bei Kotaro Yoshida studierte er Daito-ryu aiki-jujutsu, das das Selbstverteidigungsprogramm Goshin Jitsu beeinflusste. Das Schild des Oyama Dojo hängte Oyama laut IKO im Mai 1954 in Mejiro in Tokio auf. Den Namen Kyokushinkai, ungefähr „höchste Wahrheit“, nahm er 1957 bei einer Zeremonie an und verlieh am 6. Dezember 1959 den ersten 1. dan. Die International Karate Organization (IKO) wurde laut ihrer Geschichte im Juni 1964 formell gegründet, als das Hauptquartier Honbu in Ikebukuro fertiggestellt war, einen Präsidenten ernannte sie bereits im April. Jon Bluming erhielt 1965 als erster Ausländer den 6. dan. Nach Oyamas Tod kam es zum Streit um die Nachfolge. Die IKO gibt an, Shokei Matsui sei nach Oyamas Willen ernannt worden, das Testament erklärte ein Gericht jedoch für ungültig. Ob 1995 ein Familiengericht in Tokio oder 1997 das oberste Gericht entschied, darüber gehen die Quellen auseinander. Kyokushin spaltete sich in eine Reihe von Organisationen.
Was es unterscheidet
Kyokushin gehört zum knockdown-Karate, also zu den Vollkontaktstilen. Das Sportkarate des Karate-Weltverbands (WKF) beruht auf kontrollierter Berührung. Nach dessen Regeln darf ein Schlag zum Kopf die Haut nur leicht berühren, ein Treffer zählt, wenn er bis 5 cm vor dem Ziel gestoppt wird, und die Punkte werden addiert, wobei ein Kick zum Kopf drei und ein Kick zum Körper zwei Punkte bringt. WKF-Wettkämpfer tragen Handschuhe, Schienbein- und Fußschützer, einen Zahnschutz und einen Körperschutz. Im Kyokushin wird nur ein Treffer mit sichtbarer Wirkung gewertet, und es wird ohne Handschuhe gekämpft.
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Die IKO-Regeln vom November 2023 verbieten Faust- oder Ellbogenschläge ins Gesicht und gegen den Hals, Kopfstöße, Schläge in die Leiste, gegen die Wirbelsäule und von vorn gegen das Knie, Greifen, Festhalten, Würfe und Drücken gegen Gesicht oder Hals. Tritte zum Kopf sind nicht verboten. Ein ippon wird für einen sauberen Treffer vergeben, nach dem der Gegner 3 Sekunden oder länger am Boden bleibt oder den Kampfgeist verliert. Die Regeln unterscheiden sich zwischen den Kyokushin-Organisationen. Bei Unentschieden gibt die IKO dem leichteren Kämpfer den Vorzug, wenn der Unterschied 10 kg oder mehr beträgt, während der tschechische Zweig der World Kyokushinkaikan die Grenze bei 5 kg ansetzt. Laut dem tschechischen Zweig wird in der Hauptkategorie nur mit Tiefschutz und freiwilligem Zahnschutz gekämpft, Frauen haben einen verpflichtenden Brustschutz, und Junioren, Kinder und masters nutzen nach Bedarf Schienbeinschützer, Handschuhe und Helm. Neben dem Vollkontakt gibt die IKO heute eigene Regeln für semi-contact kumite und kata heraus.
Technik
Im Wettkampf wird Kyokushin als knockdown-Karate im Stand und ohne Handschuhe geübt. Die WKO-Regeln (11. Weltmeisterschaft) verbieten Schläge mit Hand und Ellbogen zu Gesicht und Hals, auch mit leichter Berührung, ferner Tiefschläge in den Schritt und den Unterleib, Kopfstöße, Schläge von hinten und auf einen am Boden Liegenden, Tritte gegen das Kniegelenk, Würfe, Greifen, Schieben und Umklammern. Tritte zum Kopf sind nicht verboten, erlaubt sind Faustschläge zum Körper, Knie und Tritte gegen die Innen- und Außenseite der Beine. Clinch und Griffe erlauben die Grundregeln nicht, die abgeleiteten Stile Ashihara und Enshin erlauben einen einhändigen Griff zum Wurf. Der Lehrplan des Kyokushin-kan (2008) beginnt im 10. und 9. kyu mit den Techniken seiken chudan tsuki, seiken ago uchi, uraken ganmen uchi und mae geri, höhere Grade ergänzen mawashi geri, yoko geri und ushiro geri.
Training
Das Training besteht aus kihon, kata, kumite und tameshiwari (Brechen von Brettern). Die kata stammen aus zwei Linien: Taikyoku, Pinan, Kanku und Sushiho aus der Linie Shuri-te, aus dem Shotokan übernommen, wo Pinan als Heian gelesen werden und Sushiho dem veränderten Gojushiho entspricht, sowie Gekisai, Sanchin, Tensho, Saifa, Seienchin, Seipai und Yantsu aus der Linie Naha-te und dem Goju-ryu. Die kata Garyu schuf Oyama, Bassai und Tekki wurden Ende der fünfziger Jahre weggelassen. Beim tameshiwari brechen die Wettkämpfer nach den Regeln der WKO Bretter aus Kryptomerie von 33 × 21 × 2,4 cm mit vier Techniken in der Reihenfolge seiken, sokuto, enpi und shuto, und das Brett muss beim ersten Schlag zerbrechen. Den Aufbau einer üblichen Trainingsstunde und ihren Konditionsteil haben wir in den Quellen nicht gefunden.
Graduierungen und Fortschritt
Kyokushin kennt Schülergrade (kyu) und Meistergrade (dan) bis zum 10. dan. Reihenfolge und Farben der Gürtel unterscheiden sich je nach Organisation, oft reichen sie vom weißen Gürtel des 11. kyu über Orange, Blau, Gelb, Grün und Braun bis zu Schwarz, die dan werden durch einen bis zehn goldene Streifen gekennzeichnet. Eine gegenseitige Anerkennung der Grade zwischen den Organisationen haben wir nicht gefunden. Kyokushin-kan (Vorschriften von 2008) verlangt für den 1. dan das 10-man kumite, also zehn Kämpfe hintereinander, oder ein Äquivalent, für den 2. dan das Zerbrechen von zwei Brettern mit vier Techniken. Das 100-man kumite besteht aus 100 Kämpfen hintereinander gegen frische Gegner, dauert etwa 2,5 bis 4 Stunden, und der Herausforderer muss mindestens die Hälfte gewinnen. Die IKO nennt in ihrer Übersicht als Ersten Howard Collins im Dezember 1972, danach Miura Miyuki im April 1973 und Shokei Matsui 1986. Oyama und Steve Arneil nennt sie darunter nicht. Dass Oyama es dreimal in drei Tagen absolviert habe, bezeichnen ehemalige Schüler als undurchführbar.
Für wen
Kinderregeln der IKO oder WKO, ab welchem Alter gekämpft wird, was Kindern verboten ist und wie lang die Runde ist, haben wir nicht gefunden. Kinder tragen im kumite oft einen Kopfschutz, Organisation und Alter nennt die Quelle aber nicht. Eine Studie zum Kyokushin bei Kindern und eine Stellungnahme von Ärzten haben wir nicht gefunden. Nach den WKO-Regeln kämpfen Männer 3 Minuten mit bis zu drei Verlängerungen von je 2 Minuten, Frauen ab dem Viertelfinale 2 Minuten mit zwei Verlängerungen und mit Pflichtschutz für Brust, Schritt und Schienbeine. Piejko, Mosler und Grzebisz (Biomedical Journal of Scientific and Technical Research, 2019) befragten 61 polnische Elitewettkämpfer (40 Männer, 21 Frauen): Sie meldeten 548 Verletzungen, am häufigsten Prellungen (91 %) und Gelenkverletzungen (49 %), Brüche und Verstauchungen je 7 %. Eine schwere oder dauerhafte Verletzung gaben 35 % der Männer und 12 % der Frauen an. Die Autoren weisen darauf hin, dass sich die Ergebnisse nicht über die Wettkämpfer hinaus verallgemeinern lassen. Gegenanzeigen haben wir nicht gefunden.
Wettkampf
Ein Kampf bei Weltturnieren dauert 3 Minuten. Ein ippon beendet den Kampf und wird laut WKO für einen knockdown von mehr als 3 Sekunden vergeben, nach den IKO-Regeln von 2023 für einen knockdown von 3 Sekunden und mehr oder für die Weigerung des Gegners weiterzukämpfen, zwei waza-ari zählen als ippon. Ohne knockdown entscheiden die Kampfrichter, laut WKO müssen mindestens drei von fünf zustimmen. Bei Unentschieden gibt es höchstens drei Verlängerungen zu je 2 Minuten, danach gewinnt laut WKO der leichtere Kämpfer (Unterschied über 10 kg bei Männern, über 8 kg bei Frauen), bei gleichem Gewicht wer im tameshiwari mehr Bretter zerbrochen hat. Die IKO entscheidet nach Gewicht und Brettern schon nach zwei Verlängerungen, mit einer Gewichtsgrenze von 10 kg Unterschied. Das erste World Open fand vom 1. bis 3. November 1975 statt, die IKO unter Oyama richtete die Ausgaben 1975, 1979, 1984, 1987 und 1991 aus. Nach der Spaltung veranstalten IKO, WKO, IKO-3 und weitere Organisationen eigene Weltmeisterschaften, etwa alle vier Jahre.
Ausrüstung
Gekämpft wird ohne Handschuhe. Nach den WKO-Regeln haben Männer einen Pflicht-Tiefschutz und einen wahlweisen Zahnschutz, Frauen Pflichtschutz für Brust, Schritt und Schienbeine. Handschuhe und Kopfschutz regeln die WKO-Regeln nicht, bei Weltturnieren wird mit bloßen Fäusten und ohne Schutz außer für Schritt und Zähne gekämpft. Handschuhe und Schienbeinschützer werden in manchen Situationen außerhalb von Turnieren verwendet, Kinder tragen im kumite oft einen Kopfschutz. Geübt wird im gi.
Heute
Die wichtigsten Organisationen des Kyokushin sind heute die IKO (Shokei Matsui), die WKO Shinkyokushinkai (Kenji Midori), die IKO-3 (Matsushima), die IKO-4 (Tezuka), die All Japan Kyokushin Union und die KWO der Familie Oyama. Früher verließen die Organisation Jon Bluming (1980) und Steve Arneil, der 1991 die IFK gründete. Aus dem Kyokushin gingen die Stile Ashihara, Enshin, Seido juku, Shidokan und das Seidokaikan von Kazuyoshi Ishii (1981) hervor, aus dessen Umfeld 1993 K-1 entstand. Azuma Takashi, der 1972 zum Kyokushin kam, eröffnete am 17. Februar 1981 in der Präfektur Miyagi das Daido Juku, seit 2001 unter dem Namen kudo, mit Schlägen zum Kopf im Helm, Würfen, Würgen und Hebeln.
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Im Lumpinee-Stadion verlor Kenji Kurosaki durch einen K.o. mit dem Ellbogen, und Kyokushin gewann die Kämpfe gegen Muay Thai mit 2:1, die Quellen nennen den 12. Februar 1963 oder Februar 1964. Kurosaki stellte dann das Kyokushin ohne Schläge ins Gesicht in Frage und gründete das Mejiro Gym, in dem Toshio Fujiwara 1978 als erster Ausländer den Rajadamnern-Titel gewann. 1966 verbrachte Kurosaki elf Monate in den Niederlanden bei Jon Bluming, sein Schüler Jan Plas eröffnete 1978 das Mejiro Gym in Amsterdam, und von dort verbreitete sich das holländische Kickboxen, das ein Teil der Autoren als Mix aus Kyokushin, japanischem Kickboxen und Muay Thai beschreibt. Andy Hug, ursprünglich aus dem Kyokushin, gewann 1996 den K-1 Grand Prix. Gerard Gordeau trat bei UFC 1 (1993) an, Dolph Lundgren war 1980 und 1981 Europameister.
Wissenswertes
Laut IKO siegte Oyama 1947 bei der ersten Nachkriegsausgabe der All Japan Karate Championship in Kyoto. Erster Präsident der IKO wurde im April 1964 Sato Eisaku, damals Minister ohne Geschäftsbereich. Die erste Open All Japan Karate Championship fand im September 1969 im Tokyo Gymnasium statt, es siegte Yamazaki Teruyoshi, und laut IKO kamen 7000 Zuschauer. Die erste Weltmeisterschaft folgte im November 1975, es siegte Sato Katsuaki, und seitdem findet sie alle vier Jahre statt. Die erste Frauen-Weltmeisterschaft der IKO fand im Januar 1996 in New York statt, und erster Weltmeister der IKO, der kein Japaner war, wurde 1999 Francisco Filho. Über Oyama erschien im Wochenmagazin Shonen Magazine von Januar 1971 bis 1977 der Manga Karate Baka Ichidai. Es folgten Filme mit Sonny Chiba, Kenka Karate Kyokushinken (1975) und Karate Baka Ichidai (1977). 1988 schrieb Oyama laut IKO an den Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees, Samaranch, und schlug vor, dass Karate, Kung-Fu und Taekwondo bei den Olympischen Spielen Demonstrationssportarten sein sollten. Die IKO-Regeln wurden im April 2016 überarbeitet, und im März 2023 kam ihnen ein Abschnitt über Verteidigungstechniken hinzu.
Stile & Zweige
Vollkontakt-Karate aus Osaka, das laut der Schulwebsite Kazuyoshi Ishii gegründet hat. Laut Japan Times veranstaltete Ishii 1993 den ersten K-1 Grand Prix.
Stil von Jon Bluming, der laut seiner Organisation IBK Vollkontakt-Karate Kyokushin mit Würfen und Bodenkampf verbindet. Heute trägt er den Namen All-Round Fighting.
Japanische Karateschule, die laut Wikipedia 1977 Katsuaki Sato gründete, der 1975 das erste offene Weltturnier im kyokushin gewann.
Häufige Fragen
Was ist Kyokushin-Karate?
Kyokushin ist ein Vollkontakt-Karatestil, den Oyama Masutatsu gegründet hat. In der wichtigsten Wettkampfkategorie wird ohne Handschuhe und ohne Schutzausrüstung außer Tiefschutz und Zahnschutz gekämpft. Handschläge zum Kopf sind verboten, Tritte zum Kopf erlaubt.
Wer hat Kyokushin gegründet?
Kyokushin gründete Oyama Masutatsu, geboren am 4. Juni 1923. Laut IKO hängte er im Mai 1954 in Mejiro in Tokio das Schild des Oyama Dojo auf, und im Juni 1964 wurde nach Fertigstellung der Zentrale die International Karate Organization formell gegründet.
Welche Gürtel gibt es im Kyokushin?
Das Gürtelsystem unterscheidet sich je nach Organisation. Der tschechische Zweig der World Kyokushinkaikan führt Grade vom 10. kyu (orangefarbener Gürtel) über Blau, Gelb, Grün und Braun bis zum 1. dan (schwarzer Gürtel), zwischen den Farben gibt es Grade mit Streifen. Laut IKO beginnt der Schüler mit dem weißen Gürtel, und Prüfungen finden drei- bis viermal im Jahr statt.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.