ImpakuImpaku

Kyokushin

極真

Der härteste der grossen Karatestile: Vollkontakt ohne Schutzausrüstung, aber ohne Faustschläge zum Kopf. 1964 von Masutatsu Oyama begründet.

Wichtige Daten

HerkunftslandJapan
Gründungsjahr1964
RegionAsien
HauptfokusSchlagtechnik
KontaktstufeVollkontakt
Gürtelsystem30 Stufen

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieTraditionell
Entstehungszeit20. Jahrhundert

Training

BekleidungGi erforderlich
SparringVollkontakt
Rolle der WaffenOhne Waffen
Rolle der FormenFormen im Zentrum

Für wen

KinderprogrammeKindergruppen üblich
SeniorenfreundlichMit Anpassungen geeignet
Körperliche Anforderung5/5
Verletzungsrisiko3/5
Lernkurve3/5
Nutzen für Selbstverteidigung3/5
Fitness-Nutzen5/5

Organisation & Wettkampf

GraduierungssystemGürtel
WettkampfformatVollkontakt
GewichtsklassenJa
Olympischer StatusNicht olympisch
Geschätzte Praktizierende100 000–1 Mio.

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeZentral
TritteZentral
WürfeNicht verwendet
BodenkampfNicht verwendet
Hebel & HaltegriffeNicht verwendet
WaffenNicht verwendet

Kataloge & Datenbanken für Kyokushin

📜 Traditionelle Katas21 Einträge · über 3 Stile hinweg
👊 Technik-Datenbank148 Einträge · über 3 Stile hinweg
📖 Glossar112 Einträge · über 3 Stile hinweg
👥 Persönlichkeiten & Meister8 Einträge · über 3 Stile hinweg
🎬 Filme mit dieser Kampfkunst1 Einträge · über 3 Stile hinweg

Über Kyokushin

Kyokushin gründete Masutatsu Oyama 1964 als Antwort auf das, was er als Verweichlichung des Karate ansah. Oyama, ein koreanisch-japanischer Meister, setzte die eine Regel durch, die alles verändert: Gekämpft wird im Vollkontakt, ohne Handschuhe und ohne Schützer. Der Name bedeutet "Gemeinschaft der letzten Wahrheit" und verweist darauf, dass sich die Wahrheit über eine Technik erst im getroffenen Schlag zeigt. Die Regeln haben eine wesentliche Ausnahme — Handschläge zum Kopf sind verboten. Ohne sie wäre der Kampf ohne Handschuhe nicht tragbar. Fußtritte zum Kopf sind erlaubt und entscheiden den Kampf oft. Alles Übrige ist zulässig: gerade Schläge zum Körper, Tritte auf Oberschenkel und Rumpf, Knie je nach Organisation. Die Folge ist ein eigener Kampfstil. Die Kämpfer stehen nah, die Wechsel sind lang, und Widerstandsfähigkeit entscheidet ebenso wie Technik. Abhärtung von Körper und Beinen hat daher festen Platz im Training, ebenso der Bruchtest (Tameshiwari), der zur Prüfung gehört. Neben dem Sparring werden Kata und Grundtechnik geübt wie im traditionellen Karate — Kyokushin ist nicht nur Kampf. Nach Oyamas Tod 1994 zerfiel die Bewegung in mehrere Organisationen (IKO, IFK, Shinkyokushinkai und andere) mit eigenen Regeln und Prüfungsordnungen, die sich im Detail unterscheiden. Die Belastung ist hoch und der Einstieg meist hart; Vereine lösen das üblicherweise mit schrittweiser Heranführung an den Vollkontakt.

Stile & Zweige

Seidokaikan Karate正道会館

Vollkontakt-Karate, 1980 von Kazuyoshi Ishii begründet. Sein Hauptvermächtnis ist nicht die Technik, sondern das Turnier K-1, das 1993 die Stile gegeneinander stellte.

Kyokushin Budokai

Holländische hybride Kyokushin-Karate-Schule.

Satojuku Karate

Die Schule des Siegers des allerersten Kyokushin-Weltturniers von 1975, die auf präziser Knockdown-Technik beruht statt auf bloßem Durchhaltevermögen.

Ähnliche Stile

Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

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