Seidokaikan Karate
正道会館Vollkontakt-Karate aus Osaka, das laut der Schulwebsite Kazuyoshi Ishii gegründet hat. Laut Japan Times veranstaltete Ishii 1993 den ersten K-1 Grand Prix.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Seidokaikan Karate
Über Seidokaikan Karate
Seidokaikan, offiziell Shin Nihon karatedo renmei Seidokaikan, ist laut der Website der Schule eine Karate-Organisation mit Sitz in Osaka, und die Japan Times beschrieb sie 2001 als Osaka-Karateschule mit einem Netz von Dojo in Japan, der Schweiz, Polen, Deutschland und Amerika. Gegründet hat sie Kazuyoshi Ishii. Laut der japanischen Wikipedia machte sich Ishii im Juni 1980 von Ashiharas Schule unabhängig, gründete Seidokan und benannte es 1981 in Seidokaikan um. Die englische Wikipedia nennt 1981 als Gründungsjahr. Laut der japanischen Wikipedia trat Ishii 1969 in die Zweigstelle des Ashihara kaikan in Uwajima ein, die zur Kyokushin-Zweigstelle Shikoku gehörte, und wurde Schüler von Hideyuki Ashihara. Die Regeln des Seidokaikan entsprechen laut der japanischen Wikipedia dem Kyokushin, erlauben aber zusätzlich das Greifen mit einer Hand für bis zu einer Sekunde. Ab dem 7. Turnier All Japan, laut der englischen Wikipedia 1988, führte die Schule Kämpfe im Ring und in der Verlängerung Schläge ins Gesicht mit Handschuhen ein. Das Amateurturnier All Japan kehrte laut der englischen Wikipedia 1996 zu den traditionellen Vollkontaktregeln zurück. Die Japan Times schreibt, dass Ishii 1993 den ersten K-1 Grand Prix veranstaltete, und berichtete im Januar 2004, dass ihn das Bezirksgericht Tokio wegen Steuerhinterziehung zu 22 Monaten Haft verurteilte.
Geschichte
Kazuyoshi Ishii wurde laut der japanischen Wikipedia am 10. Juni 1953 in der Präfektur Ehime geboren und wurde im Januar 1969 Schüler von Hideyuki Ashihara in der Zweigstelle Uwajima. Die Zweigstelle Osaka des Ashihara-Dojo gründete er laut der japanischen Wikipedia 1975, die Website von Seidokaikan nennt das Jahr 1977. Die Website der Schule gibt weiter an, dass Ishii das Ashihara-Dojo nach Kobe, Kyoto, Nara, Shiga und Okayama ausweitete. Die Organisation entstand laut der japanischen Wikipedia 1980 im Osaker Stadtteil Nishinari-ku, und aus dem Ashihara-Dojo wechselten unter anderem Hiroaki Ninomiya, Takeo Nakayama, Hiramasa Maeda und Hirohisa Ito zu ihr. 1982 veranstaltete sie laut der englischen Wikipedia das 1. gesamtjapanische Knockdown Open mit mehr als 3.500 Zuschauern, und 1983 veröffentlichte Ishii das Handbuch Full Contact Seido Karate. 1990 stellte Seidokaikan laut der japanischen Wikipedia auf Aufforderung von Masutatsu Oyama Kämpfer für ein Kyokushin-Turnier auf, bei dem Nobuaki Kakuda den vierten Platz belegte. Im selben Jahr brach Kyokushin kaikan laut derselben Quelle die Beziehungen zu Seidokaikan ab, nachdem die Schule ohne Erlaubnis Andy Hug beim Karate World Cup gemeldet hatte.
Training
Der Einführungstext des Schulleiters auf der Website von Seidokaikan besagt, dass Karate den Körper stärkt, durch Atemübungen kokyuho auch die inneren Organe, und Höflichkeit und Etikette lehrt. Laut der Website der Schule lehrt die Zentrale neben Schlägen und Tritten auch Körperarbeit (tai sabaki) und Gleichgewichtsbruch-Techniken (kuzushi waza). Die Grappling-Klasse entstand laut der Website als Klasse juho mit der Begründung, dass, wer am Boden nichts ausrichten kann, keine Kampfkunst betreibt, und sieht den Bodenkampf als Fortsetzung des Karate. Die Zentrale bietet laut der Website Karate für Kinder ab fünf Jahren bis zur sechsten Klasse sowie für Jugendliche und Erwachsene an, dazu Kickboxen, Grappling und die Schlagschule Dageki no gakko für die Klassen 3 bis 9. Der Monatsbeitrag betrug laut der Website 2021 für Erwachsene 8.800 Yen, ohne Aufnahmegebühr und mit kostenlosem Karategi.
Wettkampf
Laut der Website von Seidokaikan führte die Schule ab dem 7. gesamtjapanischen Turnier Kämpfe im Ring und in der Verlängerung Faustschläge ins Gesicht mit Handschuhen ein, weil sich nach Ansicht der Schule bei der Kraft die Technik der Gesichtsschläge nicht vermeiden lässt. Die japanische Wikipedia gibt an, dass ab der 15. Austragung Ring und Handschuhe abgeschafft wurden. 1991 fand laut der englischen Wikipedia der 1. Karate World Cup als Profiturnier im Boxring mit bezahlten Kämpfern statt. Bei Gleichstand waren in der Verlängerung Schläge ins Gesicht mit Boxhandschuhen erlaubt, dann Kickboxen, und zuletzt entschied tameshiwari. Die letzte Austragung fand 1995 statt. Der erste K-1 Grand Prix fand laut der japanischen Wikipedia am 30. April 1993 in der Yoyogi-Halle mit acht Kämpfern aus aller Welt statt. Die Website der Schule gibt an, dass ihn Branko Cikatic gewann, der im Finale Ernesto Hoost besiegte. Seit 1999 veranstaltet Seidokaikan laut der japanischen Wikipedia jeden September in Osaka ein gesamtjapanisches Turnier nach Gewichtsklassen und ein Turnier ohne Gewichtsklassen.
Heute
Die Zentrale des Seidokaikan befindet sich laut der Website der Schule in Osaka an der Station Tenma und wird von der Gesellschaft Kabushiki kaisha Seido betrieben, die Kazuyoshi Ishii vertritt. Als Instruktoren der Zentrale nennt die Website Shihan Nobuaki Kakuda und Shihan Hidefumi Minatoya. Als Hauptmotto gibt die Schule die Erziehung von Menschen an, die ihre Eltern zu ehren vermögen, oya koko, und das heutige Seidokaikan beschreibt sie als Karate für alle. Laut der japanischen Wikipedia ist Seidokaikan eine anerkannte Mitgliedsorganisation des Gesamtjapanischen Karateverbands JKF, und die Zentrale führt auch einen Profikurs, Jiu-Jitsu und Kickboxen. Im Jahr 2015 wurde es laut derselben Quelle zu einer befreundeten Organisation des von Shokei Matsui geleiteten Kyokushin kaikan. Die Meisterschaft KARATE ALL JAPAN 2022 fand laut der Website der Schule in der Edion Arena Osaka auf neun Kampfflächen mit mehr als sechzig Kategorien statt.
Wissenswertes
Laut der Japan Times verurteilte ihn das Bezirksgericht Tokio im Januar 2004 zu 22 Monaten Haft wegen der Hinterziehung von 300 Millionen Yen an Körperschaftsteuer. Die japanische Wikipedia gibt an, das Urteil sei 2006 rechtskräftig geworden und Ishii 2008 freigelassen worden. Die Website des Seidokaikan gibt an, K-1 sei seit 1996 zur besten Sendezeit von Fuji TV ausgestrahlt worden, später von Nippon TV und TBS, und 1997 hätten Turniere in drei Dome-Stadien stattgefunden. Im Jahr 2002 produzierte Ishii laut der Website mit PRIDE die Veranstaltung Dynamite!, bei der Hidehiko Yoshida und Bob Sapp debütierten. Zu den bekannten Kämpfern der Schule zählt die japanische Wikipedia Takeo Nakayama, Masaaki Satake, Andy Hug und Nobuaki Kakuda, die englische Wikipedia nennt zusätzlich Musashi, Adam Watt und Sam Greco.
Häufige Fragen
Wer hat den Seidokaikan gegründet?
Kazuyoshi Ishii. Laut der japanischen Wikipedia machte er sich im Juni 1980 von Ashiharas Schule unabhängig, gründete Seidokan und benannte es 1981 in Seidokaikan um.
Wie hängen Seidokaikan und das Turnier K-1 zusammen?
Laut Japan Times veranstaltete Kazuyoshi Ishii, der Gründer des Seidokaikan, 1993 den ersten K-1 Grand Prix, und das Ziel von K-1 verbindet sie mit der Grundidee des Seidokaikan.
Erlaubt der Seidokaikan Schläge zum Kopf?
Das Amateurturnier All Japan kehrte laut Wikipedia 1996 zu den Vollkontaktregeln ohne Faustschläge zum Kopf zurück. Früher waren in der Verlängerung Schläge ins Gesicht mit Handschuhen erlaubt.
Ähnliche Stile
Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.