Ashihara Karate
芦原空手Vollkontakt-Karate, 1980 von Hideyuki Ashihara begründet. Statt Schlagabtausch umgeht es den Angriff im Kreis und trifft von der Flanke oder von hinten — Sabaki genannt.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Ashihara Karate
Über Ashihara Karate
Ashihara-Karate gründete 1980 Hideyuki Ashihara (1944–1995), nachdem er Kyokushin verlassen hatte, wo er einer der anerkannten Instruktoren gewesen war. Der Bruch war nicht persönlich, sondern technisch. Kyokushin kämpft frontal: Zwei Gegner stehen einander gegenüber und tauschen Schläge, bis einer nachgibt. Ashihara hielt dieses Modell für unnötig teuer und baute seinen Stil auf das gegenteilige Prinzip, Sabaki genannt. Der Gedanke ist einfach und im Kampf schwer: Statt den Angriff zu blocken oder zu erwidern, umgeht ihn der Übende im Kreis und gelangt an die Flanke oder in den Rücken des Gegners, von wo dieser nicht antworten kann. Die Schläge gehen dann in die ungedeckte Seite. Die Regeln blieben die des Kyokushin — Vollkontakt, ohne Schutz, ohne Faustschläge zum Kopf —, der Stil ist also ebenso hart, nur anders geführt. Die Kata schrieb Ashihara neu und benannte sie nach Zweck: Shoshin, Kihon, Nage, Kumite und Jissen no Kata; sie sind so gebaut, dass sich Sabaki darin unmittelbar üben lässt. Aus derselben Wurzel entstand Joko Ninomiyas Enshin-Karate. Nach Ashiharas Tod 1995 spaltete sich die Organisation in mehrere Zweige; am stärksten ist der Stil heute in Japan, Russland und Nordeuropa.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
