K-1 Kickboxen
Ein japanisches Kickbox-Format von 1993, in dem Vertreter verschiedener Schlagstile unter gemeinsamen Regeln antraten. Keine Kampfkunst, sondern eine Turniermarke.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für K-1 Kickboxen
Über K-1 Kickboxen
K-1 war keine Kampfkunst, sondern ein Wettkampfformat und eine Veranstaltermarke. Es entstand 1993 in Japan auf Anregung von Kazuyoshi Ishii, einem Seidokaikan-Karateka, der ein Turnier bauen wollte, in dem Vertreter verschiedener Schlagstile unter gemeinsamen Regeln antreten. Der Buchstabe K verweist auf Karate, Kickboxen, Kung-Fu und weitere K-Disziplinen. Die Regeln waren darauf angelegt, den Kampf in Bewegung zu halten. Erlaubt sind Faustschläge, Tritte und Knie; **Ellbogen sind verboten und der Clinch ist begrenzt** — der Ringrichter trennt ihn nach kurzer Zeit, wenn daraus keine sofortige Aktion folgt. Genau darin unterscheidet sich K-1 vom Muay Thai, von dem es sonst den Großteil der Technik übernimmt. Gekämpft wird über drei Runden zu drei Minuten mit möglicher Verlängerung. Das Format fand enormen Zuspruch. Grand-Prix-Turniere an einem Abend, internationale Besetzung und Namen wie Ernesto Hoost, Peter Aerts, Semmy Schilt oder Remy Bonjasky machten K-1 um die Jahrtausendwende zur meistgesehenen Schlagsportart der Welt. Die ursprüngliche Organisation geriet 2012 in finanzielle Schwierigkeiten, und die Marke wechselte seither mehrfach den Besitzer. Geblieben sind die Regeln: "K-1 Rules" sind heute der Standard, nach dem weltweit Kickboxen ausgetragen wird, und viele europäische Verbände nutzen sie unabhängig davon, wem der Name gehört.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
