Kun Khmer
ប្រដាល់សេរីKambodschanisches Ringboxen mit Ellbogen und Knie. Es gehört zur selben Familie wie Muay Thai und Lethwei; der Streit um den Ursprung ist ungeklärt.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Kun Khmer
Über Kun Khmer
Kun Khmer, mit vollem Namen Pradal Serey, ist das kambodschanische Ringboxen von Ellbogen und Knie. Es gehört zur selben Familie wie das thailändische Muay Thai, das birmanische Lethwei und das laotische Muay Lao — die Stile ähneln einander, und ihr Verhältnis ist umstritten. Im technischen Repertoire überwiegt der Ellbogen. Der kambodschanische Stil ist dafür bekannt, wie hoch er ihn stellt: Die meisten Kämpfe entscheidet der Ellbogen, nicht der Tritt oder das Knie, was dem Kampf eine andere Dynamik gibt als der thailändischen Variante. Vor dem Kampf tanzt der Kämpfer den Kun Kru, eine Verbeugung vor dem Lehrer und den Geistern des Ortes, begleitet vom traditionellen Sarama-Ensemble aus Oboe, Trommeln und Becken. Die Musik läuft während des ganzen Kampfes und wird mit ihm schneller. Kambodscha stützt seinen Anspruch auf historische Priorität auf die Reliefs von Angkor, auf denen Figuren in Kampfhaltungen erscheinen. Thailand leitet seine Geschichte eigenständig her, und der Streit um den Ursprung ist bis heute lebendig — 2023 boykottierte Thailand bei den Südostasienspielen in Phnom Penh den Wettbewerb, weil der Sport dort unter dem Namen Kun Khmer ausgetragen wurde. Enzyklopädisch ist fair zu sagen: Einen eindeutigen Prioritätsbeweis hat keine Seite. Die Reliefs belegen Kampfkünste in der Region, keine Linie zum heutigen Sport.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
