Wudangquan
武當拳Sammelbezeichnung für die inneren Künste um das Wudang-Gebirge und den Daoismus. Die Trennung äussere-innere ist ein Konstrukt des 17. Jahrhunderts, keine alte Einteilung.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Wudangquan
Über Wudangquan
Wudangquan ist kein einzelner Stil, sondern eine Sammelbezeichnung für die sogenannten inneren Künste, die mit dem Wudang-Gebirge in der Provinz Hubei und mit der daoistischen Überlieferung verbunden werden. Meist zählt man dazu Taijiquan, Xingyiquan und Baguazhang. Die Tradition schreibt ihre Entstehung dem daoistischen Mönch Zhang Sanfeng zu, den angeblich ein Kampf zwischen Schlange und Kranich inspirierte. Die belegte Geschichte sieht anders aus: Die Trennung in äussere Shaolin- und innere Wudang-Künste taucht erst 1669 auf, in der Grabinschrift für Wang Zhengnan des Gelehrten Huang Zongxi. Es handelt sich also um ein literarisches Konstrukt des 17. Jahrhunderts und nicht um eine altehrwürdige Einteilung, und das gehört offen gesagt. Dennoch trifft die Unterscheidung einen realen Unterschied im Zugang: Die Wudang-Künste arbeiten mit Lockerung, mit einer aus der Körpermitte geführten Bewegung, mit Ausweichen und Umlenken der Kraft statt mit Blockieren, sowie mit Atem und Haltungsstruktur als Grundlage. Im Wudang-Gebirge selbst lehren heute Klöster und Schulen eigene Formen, darunter Taiyi Wuxingquan und zahlreiche Schwertformen. Der starke Besucherandrang hat allerdings dazu geführt, dass unter dem Namen Wudang sehr Unterschiedliches gelehrt wird und die Qualität der Schulen schwankt.
Stile & Zweige
Ähnliche Stile
Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
