Mardani Khel (Marathische Kampfkunst)
Bewaffnete Kunst Maharashtras; kennzeichnend sind die Patta, ein Schwert mit Panzerhandschuh statt Griff, und die Vita.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Über Mardani Khel (Marathische Kampfkunst)
Mardani Khel ist die bewaffnete Kampfkunst Maharashtras in Westindien, eng verbunden mit der marathischen Militärtradition. Sie entstand in zerklüftetem, hügeligem Gelände, und dieses Gelände prägte auch die Kampfweise: Marathische Reiter setzten auf leichte Rüstung, Schnelligkeit und Beweglichkeit statt auf schwere Panzerreiterei, und dieselbe Logik durchzieht die Waffenarbeit, in der Ortswechsel und Timing mehr zählen als der kraftvolle Ansturm. Die kennzeichnendste Waffe ist die Patta, ein langes, biegsames Schwert, dessen Griff ein starrer Panzerhandschuh ist, in den der Arm bis zum Ellbogen gesteckt wird; sie wird aus dem ganzen Arm geführt und häufig in beiden Händen zugleich gefochten. Die zweite Besonderheit ist die Vita, ein kurzer, mit einer Schnur an der Hand befestigter Speer, der geworfen und wieder zurückgezogen wird. Der gekrümmte Talwar, der Lathi-Stock, Speere und Äxte ergänzen das Repertoire. Die Kunst verbindet sich mit dem Aufstieg der marathischen Macht im siebzehnten Jahrhundert und mit Shivaji, dessen Schwert unter dem Namen Bhavani bekannt ist; marathische Verbände glichen damit ihren begrenzten Zugang zu Feuerwaffen im Konflikt mit den Moguln aus. Die Quellen nennen weder einen Gründer noch ein Gründungsjahr, weshalb diese Seite ebenfalls keines angibt. Heute wird Mardani Khel in traditionellen Übungshallen namens Talim geübt, vor allem in Maharashtra, und immer häufiger schließen sich auch Mädchen an.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
