Marxbrüder (Bruderschaft St. Marci)
Bruderschaft unserer lieben Frauen und reinen Jungfrauen Marien und des heiligen und gewaltigen Himmelsfürsten Sanct MarxenDeutsche Fechtergilde, die ab 1487 kraft kaiserlichen Privilegs das Monopol auf den Titel Meister des langen Schwerts hielt. Sitz war Frankfurt.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
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Über Marxbrüder (Bruderschaft St. Marci)
Die Marxbrüder, die Bruderschaft St. Marci, waren eine deutsche Fechtergilde und die bedeutendste Institution des europäischen historischen Fechtens überhaupt. Ihr vollständiger Name lautete „Bruderschaft unserer lieben Frauen und reinen Jungfrauen Marien und des heiligen und gewaltigen Himmelsfürsten Sanct Marxen"; die Umgangssprache verkürzte ihn zu Marxbrüder. Die Bruderschaft entstand im 15. Jahrhundert in Nürnberg; ein genaues Datum ist nicht belegt, und die früheste schriftliche Erwähnung stammt von 1474. Bisweilen wird der Fechtmeister Hans Talhoffer zu den Mitbegründern gezählt, doch auch das ist eine Vermutung. Entscheidend ist deshalb das Jahr 1487, als Kaiser Friedrich III. ihr ein Privileg verlieh: das Monopol auf den Titel Meister des langen Schwerts. Von da an durfte im Reich niemand sonst diesen Titel vergeben, und die Bruderschaft wurde zur Gilde im vollen Sinn, mit Kontrolle darüber, wer öffentlich Fechten lehren durfte. Gelehrt wurde mehr als das lange Schwert: Dussack, Rapier, Spieß und Langstock sind bezeugt. Die Bruderschaft verlegte sich nach Frankfurt, wo sie jährlich zusammenkam und alle zwei Jahre einen neuen Hauptmann wählte. Überliefert sind Peter Falkner (Hauptmann 1502–1506) und Anton Rast (1522–1526). Das Monopol hielt kein Jahrhundert. 1570 entstand in Prag die konkurrierende Gesellschaft der Federfechter; Frankfurt erkannte sie 1575 trotz Protesten an, und ab 1607 hatten beide nach einem Schreiben Rudolfs II. gleiche Privilegien.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
