Deutsche Fechtschule
Die Langschwert-Tradition, die auf Meister Liechtenauer im 14. Jahrhundert zurückgeführt wird. Keine ungebrochene Lehrlinie — das heutige HEMA rekonstruiert sie aus Handschriften.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Deutsche Fechtschule
Über Deutsche Fechtschule
Die deutsche Fechtschule ist die Sammelbezeichnung für eine Tradition, die die Quellen auf den im 14. Jahrhundert bezeugten Meister Johannes Liechtenauer zurückführen. Er selbst hinterliess kein Lehrbuch: Seine Lehre gaben Schüler in Form von Merkversen weiter, dem sogenannten Zettel, der für Aussenstehende absichtlich unverständlich blieb; erst die Glossen erläutern ihn. Die älteste Handschrift, die ihn enthält, ist Hs. 3227a vom Ende des 14. Jahrhunderts, heute im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. Kern der Lehre ist das beidhändig geführte lange Schwert, doch die Tradition umfasst auch Messer, Dolch, Spiess, Harnischkampf und Ringen. Die Schule beruht auf wenigen Grundsätzen: die Initiative ergreifen und halten (Vor und Nach), den Druck der gegnerischen Klinge ertasten (Fühlen) und mit einer Bewegung treffen, die zugleich deckt. Den technischen Kern bilden die fünf verborgenen Häue — Zornhau, Krumphau, Zwerchhau, Schielhau und Scheitelhau. Fortgeführt wurde die Tradition von Sigmund Ringeck, Peter von Danzig, Paulus Kal und im 16. Jahrhundert von Joachim Meyer. Seit den 1990er Jahren wird aus diesen Texten das moderne HEMA rekonstruiert. Es handelt sich also um eine quellenbelegte Kunst, nicht um eine ungebrochene Lehrlinie: Zwischen den letzten historischen Meistern und heutigen Übenden liegen mehrere Jahrhunderte.
Stile & Zweige
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
