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Deutsche Fechtschule

Die Langschwert-Tradition, die auf Meister Liechtenauer im 14. Jahrhundert zurückgeführt wird. Keine ungebrochene Lehrlinie — das heutige HEMA rekonstruiert sie aus Handschriften.

Wichtige Daten

HerkunftslandDeutschland
Gründungsjahr1389
RegionEuropa
HauptfokusWaffen
KontaktstufeVollkontakt
Gürtelsystem13 Stufen

Charakter & Herkunft

StatusRekonstruiert
LinieTraditionell
EntstehungszeitMittelalter

Training

BekleidungSchutzausrüstung
SparringMittlerer Kontakt
Rolle der WaffenWaffen im Zentrum
Rolle der FormenFormen optional

Für wen

KinderprogrammeKein Kindertraining
SeniorenfreundlichMit Anpassungen geeignet
Körperliche Anforderung3/5
Verletzungsrisiko2/5
Lernkurve4/5
Nutzen für Selbstverteidigung1/5
Fitness-Nutzen3/5

Organisation & Wettkampf

GraduierungssystemKeine Graduierungen
WettkampfformatPunktkampf
GewichtsklassenNein
Olympischer StatusNicht olympisch
Geschätzte Praktizierende10 000–100 000

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeNicht verwendet
TritteNicht verwendet
WürfeAm Rande
BodenkampfNicht verwendet
Hebel & HaltegriffeAm Rande
WaffenZentral

Kataloge & Datenbanken für Deutsche Fechtschule

📜 Traditionelle Katas1 Einträge · über 1 Stile hinweg
📖 Glossar11 Einträge · über 1 Stile hinweg
👥 Persönlichkeiten & Meister6 Einträge · über 1 Stile hinweg
📜 Quellen und Handschriften3 Einträge · über 1 Stile hinweg

Über Deutsche Fechtschule

Die deutsche Fechtschule ist die Sammelbezeichnung für eine Tradition, die die Quellen auf den im 14. Jahrhundert bezeugten Meister Johannes Liechtenauer zurückführen. Er selbst hinterliess kein Lehrbuch: Seine Lehre gaben Schüler in Form von Merkversen weiter, dem sogenannten Zettel, der für Aussenstehende absichtlich unverständlich blieb; erst die Glossen erläutern ihn. Die älteste Handschrift, die ihn enthält, ist Hs. 3227a vom Ende des 14. Jahrhunderts, heute im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. Kern der Lehre ist das beidhändig geführte lange Schwert, doch die Tradition umfasst auch Messer, Dolch, Spiess, Harnischkampf und Ringen. Die Schule beruht auf wenigen Grundsätzen: die Initiative ergreifen und halten (Vor und Nach), den Druck der gegnerischen Klinge ertasten (Fühlen) und mit einer Bewegung treffen, die zugleich deckt. Den technischen Kern bilden die fünf verborgenen Häue — Zornhau, Krumphau, Zwerchhau, Schielhau und Scheitelhau. Fortgeführt wurde die Tradition von Sigmund Ringeck, Peter von Danzig, Paulus Kal und im 16. Jahrhundert von Joachim Meyer. Seit den 1990er Jahren wird aus diesen Texten das moderne HEMA rekonstruiert. Es handelt sich also um eine quellenbelegte Kunst, nicht um eine ungebrochene Lehrlinie: Zwischen den letzten historischen Meistern und heutigen Übenden liegen mehrere Jahrhunderte.

Stile & Zweige

Meyers Fechtkunst

Deutsches Renaissance-Fechten nach Joachim Meyers gedrucktem Handbuch von 1570, heute eine der meistgeübten Richtungen des HEMA.

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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

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