Sibpalgi
십팔기Der koreanische Lehrplan von achtzehn Kampfdisziplinen, 1759 aufgeschrieben und dreißig Jahre später auf vierundzwanzig erweitert.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Sibpalgi
Über Sibpalgi
Sibpalgi bedeutet auf Koreanisch achtzehn Methoden und bezeichnet die Gesamtheit der Kampfdisziplinen, die der koreanische Hof im achtzehnten Jahrhundert aufschrieb und ordnete. Es handelt sich also nicht um eine Schule mit einem Gründer, sondern um einen militärischen Lehrplan: Das ältere Handbuch Muyejebo vom Ende des sechzehnten Jahrhunderts enthielt sechs Waffendisziplinen, und 1759 kamen zwölf weitere hinzu, woraus die Sammlung Muyesinbo entstand. Die Zusammenstellung leitete Kronprinz Sado, der damals für König Yeongjo amtierte. Dreißig Jahre später, 1790, erweiterte der Hof den Lehrplan erneut und gab das illustrierte Muyedobotongji mit vierundzwanzig Disziplinen heraus; dieses Buch ist heute die wichtigste Quelle für die Rekonstruktion des koreanischen Waffenkampfes. Das Repertoire besteht vor allem aus blanken Waffen: mehrere Schwertarten, darunter das zweihändige Ssangsudo und das einhändige Yedo, Speere verschiedener Länge, die dreizinkige Gabel Dangpa, der lange Stab Gonbang und Dreschflegel, dazu berittene Disziplinen und waffenloser Kampf. Im Koreanischen hat das Wort Sibpalgi zudem einen zweiten, weiteren Sinn, in dem es für die chinesischen Kampfkünste insgesamt gebraucht wird. Heute wird unter demselben Namen ein modernes koreanisches System geübt, das aus dieser Quellengrundlage zusammengestellt wurde und einen eigenen Verband hat; diese Seite nennt daher keinen Gründer und versteht 1759 als Datum der Kodifizierung, nicht der Entstehung.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
