Sibpalgi (18 Kampfdisziplinen)
십팔기Achtzehn Disziplinen des Fußvolks im Heer der Joseon-Dynastie, beschrieben in Handbüchern des 18. Jahrhunderts. Heute verbreiten auch moderne koreanische Verbände sie unter diesem Namen.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
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Über Sibpalgi (18 Kampfdisziplinen)
Sibpalgi, wörtlich achtzehn Disziplinen, ist die Bezeichnung für das militärische Kampfprogramm der koreanischen Joseon-Dynastie. Das Vorwort des Handbuchs Muyedobotongji von 1790 gibt an, der Name sei entstanden, als zu den sechs Disziplinen eines älteren Handbuchs zwölf weitere hinzugefügt wurden. Eine Studie von Kwak Nak-hyun (2019) beschreibt diese achtzehn Disziplinen als Kampfkünste des Fußvolks.
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Nach dem Krieg mit den Japanern erwarb König Seonjo laut Vorwort ein chinesisches Militärhandbuch von Qi Jiguang, und Han Kyo arbeitete daraus ein bebildertes Handbuch der sechs Disziplinen aus. Die Encyclopedia of Korean Culture datiert es auf das Jahr 1598. Weitere zwölf Disziplinen, darunter das koreanische Fechten bonguk-geom und der Faustkampf gwonbeop, fügte das Handbuch Muyesinbo hinzu. Die Encyclopedia of Korean Culture datiert es auf 1759, setzt die Hinzufügung der zwölf Disziplinen im Artikel über Kampfkünste aber auf 1749. Das Muyedobotongji, das laut der Enzyklopädie Yi Deok-mu, Pak Je-ga und Baek Dong-su zusammenstellten, fügte sechs berittene und weitere Disziplinen hinzu, sodass es vierundzwanzig wurden. Die einleitenden Regeln des Muyedobotongji besagen, dass alle Waffentechniken auf drei Arten beruhen, Stoß, Hieb und Schlag. Laut der Encyclopedia of Korean Culture dienten diese Disziplinen als defensive Kampfkünste Joseons bis zur Auflösung der alten Armee. Im Februar 2019 trug die Stadt Seoul vierundzwanzig Disziplinen des Muyedobotongji als immaterielles Kulturerbe Nummer 51 ein. Kwak Nak-hyun weist darauf hin, dass sie heute von verschiedenen Gruppen mit uneinheitlicher Technik vorgeführt werden und dass es sich um Künste handelt, die ohne akademische Belege wiederbelebt wurden. Laut der koreanischen Wikipedia gründete Kim Kwang-seok, der zuvor chinesisches Kung-Fu gelernt hatte, 1977 den modernen Koreanischen Sibpalgi-Verband.
Geschichte
Laut dem Vorwort von König Jeongjo zum Handbuch Muyedobotongji (1790) wurde in den Palastgärten früher nur Bogenschießen geübt, und Speer und Schwert kannte praktisch niemand. Nach dem Krieg mit den Japanern erwarb König Seonjo ein chinesisches Militärhandbuch von Qi Jiguang, und Han Kyo vom Militäramt arbeitete daraus ein bebildertes Handbuch der sechs Disziplinen aus. Die Encyclopedia of Korean Culture datiert es unter dem Titel Muyejebo auf das Jahr 1598 und gibt an, dass das Amt Hullyeon dogam, im Februar 1594 gegründet, die Soldaten in sechs Disziplinen unterrichtete, die im Bogenschießen versierten Offiziere die neuen Waffentechniken jedoch mieden.
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Zwölf weitere Disziplinen fügte das Handbuch Muyesinbo hinzu. Die Encyclopedia of Korean Culture datiert es im Artikel über Muyedobotongji auf 1759, im Artikel über Kampfkünste setzt sie die Hinzufügung der zwölf Disziplinen jedoch auf 1749 und zugleich in das 35. Regierungsjahr von König Yeongja. Das Vorwort des Muyedobotongji gibt an, die Erweiterung sei erfolgt, als der Prinzregent die Staatsgeschäfte führte, und damals sei der Name achtzehn Disziplinen entstanden. Die englische Wikipedia schreibt das Muyesinbo dem Kronprinzen Sado zu und gibt an, es sei nicht erhalten. Das 1790 vollendete Muyedobotongji fasst laut der Enzyklopädie beide älteren Handbücher zusammen und fügt sechs berittene und weitere Disziplinen hinzu. Auf königlichen Befehl stellten es Yi Deok-mu, Pak Je-ga und Baek Dong-su zusammen, und es hat vier Bände. Laut der Zeitung Korea JoongAng Daily übte König Jeongjo das Heer nach dem Muyesinbo ein. Die Encyclopedia of Korean Culture gibt an, dass die Disziplinen als defensive Kampfkünste Joseons bis zur Auflösung der alten Armee um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert dienten.
Was es unterscheidet
Sibpalgi ist keine Schule mit einem Gründer, sondern ein Satz von Disziplinen des staatlichen Heeres. Eine Studie von Kwak Nak-hyun (2019) gibt an, die älteren Handbücher hätten sich auf achtzehn Disziplinen des Fußvolks konzentriert, während das Muyedobotongji sechs berittene und damit auch berittene Taktik hinzufügte. Die Encyclopedia of Korean Culture nennt den gesamten Satz von vierundzwanzig Disziplinen muye 24-gi oder muye 24-ban. Vom modernen Sibpalgi unterscheidet sich das historische Programm im Ursprung. Laut der koreanischen Wikipedia ist das heutige Sibpalgi eine Abkürzung für Gruppen um Kim Kwang-seok, der chinesisches Kung-Fu lernte und die Disziplinen aus dem Muyedobotongji neu auslegte. Laut derselben Wikipedia trug auch die erste Organisation chinesischer Kampfkünste in Korea den Namen sibpalgi, in China wird der Ausdruck nicht verwendet.
Technik
Die einleitenden Regeln des Muyedobotongji besagen, dass alle Waffentechniken auf drei Arten beruhen, Stoß, Hieb und Schlag, und dass das Buch deshalb mit Speer, Schwert und Faust beginnt. Eine Studie von Kwak Nak-hyun (2017) teilt die vierundzwanzig Disziplinen des Handbuchs ebenso in Stoßen, Hauen und Schlagen ein. Die sechs Disziplinen des älteren Handbuchs Muyejebo bildeten laut der Encyclopedia of Korean Culture jangchang, dangpa, nangseon, ssangsudo, deungpae und gonbong. Gonbong beschreibt die Enzyklopädie als Holzstab von sieben cheok Länge mit einer Klinge am Ende. Das Muyesinbo fügte zwölf Disziplinen hinzu, darunter jukjangchang, gichang, yedo, waegeom, woldo, ssanggeom, bonguk-geom, gwonbeop und pyeongon. Bonguk-geom ist laut der Enzyklopädie koreanisches Fechten, das die Überlieferung mit den hwarang-Kriegern des Staates Silla verbindet.
Training
Das Muyedobotongji beschreibt die Disziplinen nach einzelnen Waffen in vier Bänden. Der erste Band ist den Speeren gewidmet, der zweite den Schwertern, der dritte weiteren Schwertern und Waffen und der vierte unter anderem dem Faustkampf und dem gonbong. Die berittenen Disziplinen sind auf mehrere Bände verteilt. Die heutigen Vorführungen finden laut der Zeitung Korea JoongAng Daily am Tor Sinpungnu der Festung Hwaseong in Suwon unter dem Namen muye 24-gi statt. Die Kämpfer führen darin Kämpfe mit Schilden und Keulen vor, und der lange Speer kann bis zu 460 cm messen. Laut der koreanischen Wikipedia verbreiten moderne Sibpalgi-Verbände die Disziplinen ohne die sechs berittenen und ohne das japanische Schwert waegeom.
Heute
Im Februar 2019 trug die Stadt Seoul vierundzwanzig Disziplinen des Muyedobotongji als immaterielles Kulturerbe Nummer 51 ein, ohne Anerkennung von Trägern. Eine Studie von Kwak Nak-hyun (2019) gibt an, dass sie von verschiedenen Gruppen mit uneinheitlicher Technik vorgeführt werden, darunter ein Verein zur Bewahrung des traditionellen Sibpalgi und ein Vorführensemble des muye 24-gi beim städtischen Ensemble in Suwon. Als Einschränkung nennt der Autor, es handle sich um Künste, die ohne akademische Belege wiederbelebt wurden, und empfiehlt, die Technik zu vereinheitlichen, Kleidung und Waffen zu überprüfen und eine nationale Eintragung anzustreben. Laut der koreanischen Wikipedia leitete Kim Kwang-seok seit 1970 ein dojang des chinesischen Kung-Fu, gründete 1977 den Koreanischen Sibpalgi-Verband und ließ ihn 1981 beim Bildungsministerium registrieren. Die Encyclopedia of Korean Culture gibt an, dass heutige Praktizierende den gesamten Satz muye 24-gi nennen.
Häufige Fragen
Warum heißt sibpalgi achtzehn Disziplinen?
Das Vorwort des Muyedobotongji (1790) gibt an, der Name sei entstanden, als zu sechs älteren Disziplinen zwölf weitere hinzugefügt wurden. Die Encyclopedia of Korean Culture verbindet sie mit dem Handbuch Muyesinbo.
Was ist der Unterschied zwischen sibpalgi und muye 24-gi?
Das Muyedobotongji von 1790 fügte den achtzehn Disziplinen des Fußvolks sechs berittene und weitere hinzu. Der gesamte Satz von vierundzwanzig Disziplinen trägt heute laut der Encyclopedia of Korean Culture den Namen muye 24-gi.
Wo kann man sibpalgi sehen?
Vorführungen der Disziplinen des muye 24-gi finden laut der Zeitung Korea JoongAng Daily am Tor der Festung Hwaseong in Suwon statt. Seit 2019 sind die Disziplinen immaterielles Kulturerbe der Stadt Seoul.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.