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Pekiti-Tirsia Kali

Ein philippinisches Messer- und Stocksystem, das als einziges nicht aus der Angriffslinie weicht, sondern hineingeht. Die philippinische Marineinfanterie übernahm es.

Wichtige Daten

HerkunftslandPhilippinen
Gründungsjahr1897
RegionAsien
HauptfokusWaffen
KontaktstufeVollkontakt
Gürtelsystem4 Stufen

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieTraditionell
Entstehungszeit19. Jahrhundert

Training

BekleidungKeine besondere Kleidung
SparringMittlerer Kontakt
Rolle der WaffenWaffen im Zentrum
Rolle der FormenFormen optional

Für wen

KinderprogrammeKindergruppen selten
SeniorenfreundlichAuch für Senioren geeignet
Körperliche Anforderung3/5
Verletzungsrisiko2/5
Lernkurve3/5
Nutzen für Selbstverteidigung4/5
Fitness-Nutzen3/5

Organisation & Wettkampf

GraduierungssystemZertifikate
WettkampfformatKeine Wettkämpfe
GewichtsklassenNein
Olympischer StatusNicht olympisch
Geschätzte Praktizierende10 000–100 000

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeBedeutend
TritteAm Rande
WürfeAm Rande
BodenkampfNicht verwendet
Hebel & HaltegriffeAm Rande
WaffenZentral

Kataloge & Datenbanken für Pekiti-Tirsia Kali

👊 Technik-Datenbank1 Einträge
📖 Glossar5 Einträge
👥 Persönlichkeiten & Meister2 Einträge

Über Pekiti-Tirsia Kali

Pekiti-Tirsia Kali ist ein philippinisches System des Messer- und Stockkampfs, das sich von den meisten anderen durch eine Entscheidung unterscheidet: Es weicht nicht zurück. Wo die übliche philippinische Lehre lautet, aus der Angriffslinie zu treten und aus sicherer Distanz zu antworten, geht Pekiti-Tirsia dem Gegner entgegen und sucht die Nahdistanz, in der nicht mehr geschwungen, aber geschnitten, gestochen und gezogen werden kann. Der Name beschreibt es: Pekiti heisst nah, Tirsia in Dritteln, also Arbeit im kürzesten Drittel der Distanz. Das System ist ein Familiensystem der Tortals von Negros Occidental; als Gründungsjahr gilt 1897, seine heutige Gestalt und weltweite Verbreitung verdankt es Leo Gaje jr. Das Repertoire beginnt mit der Waffe, nicht mit der leeren Hand — zuerst Messer und Stock, daraus wird der waffenlose Kampf abgeleitet, weil die Bewegung dieselbe bleibt. Diese Praxisnähe brachte ihm eine Stellung, die andere philippinische Schulen nicht haben: Die philippinische Marineinfanterie nahm es in die Nahkampfausbildung auf. Das Training beruht auf wiederholten Folgen, in denen dieselbe Bewegung nacheinander mit Messer, Stock und leerer Hand ausgeführt wird, damit der Übende eine Gewohnheit erwirbt und nicht drei.

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