Fut Gar
佛家拳Ein südchinesischer Stil aus Guangdong, der statt der Faust die offene Handfläche nutzt. Die Stände sind höher und beweglicher als in anderen Südschulen.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Fut Gar
Über Fut Gar
Fut Gar, wörtlich buddhistische Familienfaust, ist ein südchinesischer Stil aus Guangdong. Sein Kennzeichen ist die Arbeit mit der offenen Handfläche. Während die meisten südlichen Stile auf der Faust und einem tiefen, festen Stand aufbauen, verwendet Fut Gar überwiegend die Handfläche, sowohl für den geraden Schlag als auch zum Wegschieben und zum Schneiden zur Seite. Die Stände sind höher und beweglicher als im Hung Gar, die Schritte kürzer und häufiger, die Tritte tief und eher ergänzend. Ebenso kennzeichnend ist die kreisförmige Armarbeit: Ein Angriff wird nicht gegen seine Kraft geblockt, sondern im Bogen zur Seite geführt, und die Antwort läuft auf derselben Bahn zurück. Die Atmung ist ruhig und ohne hörbares Ausstoßen, was den Stil von den Tiger- und Kranichlinien unterscheidet. Die Überlieferung leitet Fut Gar von den buddhistischen Mönchen des südlichen Shaolin-Klosters her, daher der Name. Die belegte Geschichte ist jünger und beginnt erst im 19. Jahrhundert bei kantonesischen Meistern. In Guangdong wurde Fut Gar oft neben einem anderen Familienstil geübt, und aus einer solchen Verbindung entstand ein eigener Stil, Hung Fut, also Hung plus Fut. Das zeigt gut, wie die südlichen Stile funktionierten: Es waren keine geschlossenen Schulen, sondern Familienbestände, die einander ergänzten. Fut Gar wird gewöhnlich nicht zu den fünf kantonesischen Familienstilen gezählt, also Hung, Lau, Choy, Li und Mok, sondern steht als eigene buddhistische Linie neben ihnen. Heute wird er vor allem in Südchina, in Hongkong und in chinesischen Gemeinschaften in Übersee geübt.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
