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Baihequan

白鶴拳

Ein südchinesischer Stil aus Fujian, überliefert einer Frau zugeschrieben, Fang Qiniang. Über Naha-te steht er an der Wurzel des okinawanischen Karate, vor allem Goju-ryu.

Wichtige Daten

HerkunftslandChina
RegionAsien
HauptfokusSchlagtechnik
KontaktstufeLeichter Kontakt
GürtelsystemZertifikate

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieTraditionell
EntstehungszeitFrühe Neuzeit

Training

BekleidungKeine besondere Kleidung
SparringLeichter Kontakt
Rolle der WaffenWaffen optional
Rolle der FormenFormen im Zentrum

Für wen

KinderprogrammeKindergruppen selten
SeniorenfreundlichMit Anpassungen geeignet
Körperliche Anforderung3/5
Verletzungsrisiko1/5
Lernkurve4/5
Nutzen für Selbstverteidigung3/5
Fitness-Nutzen4/5

Organisation & Wettkampf

GraduierungssystemZertifikate
WettkampfformatFormen
GewichtsklassenNein
Olympischer StatusNicht olympisch
Geschätzte Praktizierende100 000–1 Mio.

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeZentral
TritteAm Rande
WürfeAm Rande
BodenkampfNicht verwendet
Hebel & HaltegriffeAm Rande
WaffenBedeutend

Kataloge & Datenbanken für Baihequan

👊 Technik-Datenbank3 Einträge
📖 Glossar3 Einträge
👥 Persönlichkeiten & Meister1 Einträge

Über Baihequan

Baihequan, die Faust des weißen Kranichs, stammt aus Fujian in Südchina, und die Überlieferung schreibt sie einer Frau zu — Fang Qiniang, die sie der Erzählung nach im 17. Jahrhundert entwarf, nachdem sie einen Kranich sich mit einem Stock verteidigen sah. Technisch ist sie das Gegenteil der nördlichen Stile. Sie arbeitet weder mit Hüftrotation noch mit langen Schritten; die Kraft entsteht in Wirbelsäule und Schultern, läuft durch eine kurze Brücke und entlädt sich in einem plötzlichen Zittern auf sehr kurze Distanz. Der Stand ist schmal, der Körper bleibt aufrecht, die Hände bleiben nahe der Mittellinie. Fünf Hauptzweige unterscheidet man nach dem Verhalten des Vogels: fliegender, schreiender, schlafender, fressender und Ahnen-Kranich. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie viel Raum sie Atem und Laut geben — beim schreienden Kranich ist die Ausatmung hörbar und Teil der Technik. Für die Geschichte der Kampfkünste zählt der weiße Kranich vor allem außerhalb Chinas. Über Handelskontakte gelangten die Fujian-Linien nach Okinawa, wo aus ihnen über einen als Ryu Ryu Ko bekannten Lehrer und dessen Schüler Kanryo Higaonna das Naha-te und daraus das Goju-ryu hervorging. Mit anderen Worten: Ein wesentlicher Teil dessen, was Karateka heute weltweit üben, wurzelt in diesem südchinesischen Stil.

Ähnliche Stile

Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

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